Ausgerechnet Kreuzfahrt: So viel kostet der Urlaub auf dem Meer

Ausgerechnet Kreuzfahrt: So viel kostet der Urlaub auf dem Meer

Von Ralf Stauf & Laura Heidrich

Kreuzfahrten - Luxus für jedermann oder unbezahlbarer Traum? Was glänzt und glitzert, hat oft auch eine dunkle Seite. Reporter Daniel Aßmann schaut hinter die Kulissen der Kreuzfahrtindustrie.

Kreuzfahrten boomen: 1,81 Millionen Gäste reisten 2015 mit einem Kreuzfahrtschiff. Damit war die Nachfrage noch größer als die vorhandenen Kapazitäten der Reedereien. Was früher einmal fast unerschwinglich teurer Luxus war, ist mittlerweile zum günstigen Massentourismus geworden.

Reporter Daniel Aßmann erkundet worin für viele der Reiz am Urlaub auf dem Meer steckt, was man für sein Geld bekommt und wo die versteckten Kosten liegen. Fünf Tage ist er auf dem Mittelmeer unterwegs und blickt hinter die glitzernden Kreuzfahrtkulissen.

Kreuzfahrt-Kostenfallen - und wie man sie vermeidet

Viele Kreuzfahrten locken mit Schnäppchenpreisen. Doch wenn man nicht aufpasst, summieren sich an Bord schnell die Kosten. Wie Sie unnötige Ausgaben auf einer "Traumreise" umgehen.

Sechs Cocktails an der Bar

Auch wenn man eine Pauschalreise gebucht hat, ist nicht alles im Reisepreis enthalten: Der Kaffee zwischendurch, die Cola am Pool und der Cocktail am Abend sind nicht inklusiv. Alternativ kann man verschiedene Getränkepakete buchen, die sich aber nicht für jeden rechnen. Auch Essen in den Spezialitätenrestaurants kosten extra. Wer nicht über ein üppiges Budget verfügt, bleibt besser in den mitgebuchten Buffet- und Hauptrestaurants.

Auch wenn man eine Pauschalreise gebucht hat, ist nicht alles im Reisepreis enthalten: Der Kaffee zwischendurch, die Cola am Pool und der Cocktail am Abend sind nicht inklusiv. Alternativ kann man verschiedene Getränkepakete buchen, die sich aber nicht für jeden rechnen. Auch Essen in den Spezialitätenrestaurants kosten extra. Wer nicht über ein üppiges Budget verfügt, bleibt besser in den mitgebuchten Buffet- und Hauptrestaurants.

Außerdem schmälert das Trinkgeld die Reisekasse: Die meisten Reedereien verlangen bis zu zwölf Euro pro Tag für das Servicepersonal und buchen diese automatisch auf das Bordkonto. Auch an der Bar kommen 15 Prozent Trinkgeld pauschal dazu. Zwar kann man den Service-Obolus bei der Abrechnung zurückverlangen, aber damit nimmt man dem Personal auch quasi den Verdienst.

Wer Ausflüge nicht an Board bucht, sondern individuell organisiert, spart rund die Hälfte der Kosten. Touren einheimischer Anbieter kann man leicht vorab im Netz über die örtlichen Tourismusseiten recherchieren. Das ist auch abenteuerlicher und man verlässt für einige Zeit den "Bootskosmos".

Wenn kein Land in Sicht ist, locken Thermalbad, Sauna oder Yoga auf hoher See. Doch spontan sind freie Plätze rar und teuer. Am besten im Vorfeld schon Angebote checken und Termine machen. Aber: Auch hier sind ein Trinkgeld von 18 Prozent zusätzlich zur Gebühr üblich.

Surfen und telefonieren auf hoher See geht nur über Satellit und ist sehr teuer. Um das Internet zu nutzen, gibt‘s verschiedene Internet-Pakete, die man vorab kennen und buchen sollte. Am besten bei Landgängen ins Internet-Café und dort die Mails checken und nur im Notfall telefonieren.

Ob in Bordshops oder beim Friseur: bei der Bezahlung mit Kreditkarte kann ein satter Gebührenzuschlag fällig werden. Besser vorher zum Friseur gehen und Souvenirs beim Landgang shoppen. Ansonsten hilft nur bar bezahlen.

Die Fotogalerie an Bord ist verlockend, denn die Fotografen sind Profis. Aber das kann schnell teuer werden. Auch hier kann man Foto-Pakete buchen. Ganz umsonst: mit der eigenen Kamera selbst knipsen.

Natürlich kann man über die Reedereien die An- und Abreise buchen. Aber oft lohnt es sich, über Flugreiseportale die Preise zu vergleichen und gegebenenfalls die Anreise selbst zu organisieren.

Stand: 24.07.2017, 18:45