Autolampen wechseln - ein Fall für den Profi?

Auto auf einer halbdunklen herbstlichen Straße

Autolampen wechseln - ein Fall für den Profi?

Von Frank Wörner

Der Herbst kommt, es wird wieder deutlich früher dunkel. Da fallen kaputte Scheinwerfer-Birnchen im Auto schneller auf. Eigentlich sollte der Glühlampenwechsel eine Sache sein, die jeder selbst erledigen kann. Häufig muss aber doch der Profi ran.

Wechsel mit Bordwerkzeug
Theoretisch ist es ganz einfach: Wie eine kaputte Glühbirne ausgetauscht wird, sollte in der Bedienungsanleitung des Autos beschrieben sein. Und: Es muss mit dem Bordwerkzeug möglich sein, und zwar „ohne dass die Unterstützung durch einen Experten und die Verwendung von Spezialwerkzeugen nötig sind“ - so ist es in der EU-Vorschrift über Beleuchtung an Fahrzeugen explizit geregelt. Fälle aus der Vergangenheit, bei denen für einen einfachen Lampentausch der Stoßfänger oder Kotflügel demontiert werden musste, sollten damit Geschichte sein.


Aufwändiger als gedacht
In der Praxis ist es oft trotzdem ein Problem, selber Hand anzulegen: Denn bei vielen Fahrzeugen ist der Motorraum derart zugebaut, dass man nur sehr schwer an den Scheinwerfer kommt. Wenn dann noch praktisch „blind“ kleine Metallbügel irgendwo eingehängt werden sollen, die die Glühbirne am richtigen Platz halten, stößt der Laie schnell an seine Grenzen. In dem Fall können Erfahrungen aus Internet-Foren helfen: Gerade in schwierigeren Fällen haben oft andere Autofahrer schon Erfahrungen gesammelt und geben Tipps, wie der Glühbirnen-Wechsel ohne Nervenzusammenbruch gelingt.

Autolampen wechseln - ein Fall für den Profi?

WDR 2 Servicezeit | 26.09.2017 | 03:39 Min.

Download


Erfahrung hilft
Tipp für Selbermacher: Wenn der Wechsel nicht ganz offensichtlich einfach funktioniert, lieber den Profi ranlassen. Heißt: Am besten die Vertragswerkstatt oder eine Werkstatt, die sich auf das Fahrzeuge der jeweiligen Marke spezialisiert hat. Das hat den Vorteil, dass der Mechaniker vermutlich schon häufiger am entsprechenden Wagen Leuchtmittel gewechselt hat und den Wechsel mit dieser Erfahrung in viel kürzerer Zeit schafft als ein Laie.


Fall für die Werkstatt
Wenn das Auto Xenon- oder LED-Scheinwerfer hat, muss ohnehin der Profi ran. Denn bei den besonders hellen Xenon-Scheinwerfern fließen hohe Spannungen, wer sich nicht auskennt riskiert einen Stromschlag. Und wenn an LED-Scheinwerfern etwas kaputt geht, muss meist sogar der gesamte Scheinwerfer ausgetauscht werden - auch in diesem Fall lässt sich ein Werkstattbesuch nicht verhindern.

Längeres Leben für Glühbirnen
Wer bei normalen Halogen-Scheinwerfern zumindest verhindern will, dass häufig Glühbirnen kaputt gehen, kann auf Modelle mit längerer Lebensdauer zurückgreifen. Im Handel sind solche Modelle mit Bezeichnungen wie „Longlife“ oder ähnlich gekennzeichnet. In Tests konnten die allerdings nicht immer punkten. Darüber hinaus gibt es auch Glühbirnen, die die eine höhere Lichtausbeute versprechen: Hier müssen Autofahrer in der Regel eine kürzere Lebensdauer in Kauf nehmen. Außerdem gilt: Wenn das Auto über Tagfahrlicht verfügt (bei neueren Fahrzeugen Pflicht), dann lieber damit fahren als mit dem Abblendlicht. Das schont die Scheinwerfer-Birnen, zudem ist man besser zu sehen. Gilt natürlich nur tagsüber bei guten Licht- und Sichtverhältnissen, bei Dunkelheit ist das Abblendlicht Pflicht, genauso tagsüber bei Regen, Nebel oder Schneefall.


Wechsel schon vor dem Schaden
Es kann sich auch lohnen, die noch funktionierenden Leuchtmittel vorsorglich auszutauschen bzw. tauschen zu lassen. Denn im Laufe der Zeit nimmt die Leuchtkraft von Glühbirnen und ganz besonders Xenon-Brennern deutlich ab. Wer schon vor einem Defekt neue Leuchtmittel einbauen lässt, kann sich nicht nur über mehr Licht und bessere Sicht freuen, sondern verhindert auch, dass demnächst ein Scheinwerferbirnchen ganz aufgibt und er mit nur einem Scheinwerfer unterwegs ist.

Stand: 26.09.2017, 13:00