Spaziergang durch das Weitmarer Holz in Bochum

Alter Malakoff-Turm - Relikt aus der Bergbauzeit

Spaziergang durch das Weitmarer Holz in Bochum

Von Ulrike Modrow

Es ist ein grünes Juwel im Bochumer Süden, das Weitmarer Holz. Ein Wald mitten in der Stadt, der auch deren Geschichte erzählt: wie Bochum einst vom Bergbau-Fieber erfasst und mit Schächten und Stollen durchlöchert wurde.

Spaziergang durch das Weitmarer Holz in Bochum

WDR 4 Spaziergang | 10.06.2017 | 02:45 Min.

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Es ist ein grünes Juwel im Bochumer Süden: das Weitmarer Holz. Ein Wald mitten in der Stadt, der auch deren Geschichte erzählt: wie Bochum einst vom Bergbau-Fieber erfasst und mit Schächten und Stollen durchlöchert wurde. Oder wie die Stadt später sogar nach den Sternen griff, was die silberne Kuppel der Sternwarte bezeugt, die man bei einem Spaziergang durch das Grün der Bäume schimmern sieht. Auf über 80 Hektar gibt es hier Ruhe und Erholung vom Großstadttrubel, nur der Wind wiegt sich in den Wipfeln der alten Eichen und Buchen.

Spaziergang durch das Weitmarer Holz in Bochum

Es ist ein grünes Juwel im Bochumer Süden: das Weitmarer Holz. Ein Wald mitten in der Stadt, der auch deren Geschichte erzählt - wie Bochum einst vom Bergbau - Fieber erfasst und mit Schächten und Stollen durchlöchert wurde.

Alter Malakoff-Turm - Relikt aus der Bergbauzeit

Der historische und heute denkmalgschützte Malakoff-Turm ist ein Relikt aus der Bergbauzeit. Er ist der einzige in Ruhrsandstein gemauerte Förderturm im Ruhrgebiet.

Der historische und heute denkmalgschützte Malakoff-Turm ist ein Relikt aus der Bergbauzeit. Er ist der einzige in Ruhrsandstein gemauerte Förderturm im Ruhrgebiet.

Das Weitmarer Holz ist vom Bergbau geradezu durchlöchert. Deswegen sollten Spaziergänger unbedingt auf den Wegen bleiben.

Der Jörgenstein, ein eiszeitlicher Findling, erinnert an den Schweinehirten Jörgen. Dieser soll hier vor langer Zeit die Steinkohle entdeckt haben.

Das Dach der Bochumer Sternwarte schimmert durch die Bäume. Im Volksmund heisst sie, in Anspielung auf den Gründer, auch Kap Kaminski.

Eine Übersichtstafel informiert ausführlich über das Weitmarer Holz, seine Geschichte und die vorkommende Fauna und Flora.

Die alten Kohleloren am Wegesrand erinnern an die Zeiten des Steinkohleabbaus. Hier war einst die Zeche Brockhauser Tiefbau, eine von vielen Kohle-Zechen, die es in dieser Gegend gab.

Immer wieder laden Bänke am Wegesrand zum Ausruhen und zum Beobachten der Natur ein.

Am Wildgatter kann man den Wildschweinen zuschauen, mit etwas Glück kommen sie bis an den Zaun heran.

Mehr los ist meist an dem kleinen Gehege mit Dammwild und Wildschweinen. Und auf einer Wiese erinnert ein eiszeitlicher Findling an einen kleinen Ziegenhirten namens Jörgen – er hat der Legende nach hier die Kohle entdeckt…

Wer noch immer nicht genug vom Entdecken hat, kann den Spaziergang auch noch ausweiten – ganz in der Nähe liegt der frühere Rittersitz Haus Weitmar, dahinter eine Schlosskapelle mit uraltem Friedhof. Für alle Erschöpften: Rund um das Weitmarer Holz gibt es auch mehrere Restaurants, wo man einkehren, sich erfrischen und stärken kann.

Anreise

Mit dem Auto
Hattinger Straße und Blankensteiner Straße, 44797 Bochum
(Parkplätze an der Hattinger Straße oder an den Restaurants "Forsthaus Bochum" und "Borgböhmer‘s Waldesruh")

Anreise mit dem ÖPNV
Straßenbahnlinie 308 vom Bochumer Hauptbahnhof Richtung Hattingen Mitte bis Haltestelle "Am Buchenhain"

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Stand: 10.06.2017, 00:00