Poncho zum Selbstnähen

fertiger Poncho Selbstgemacht

Poncho zum Selbstnähen

Ponchos liegen in diesem Jahr total im Trend. Sie schaffen es mit dem richtigen Muster, jedes Outfit zu einem Blickfang zu machen. Aber Ponchos sind nicht nur modern, sie sind auch schnell genäht. Die Schritte dazu zeigt Hobbyschneiderin Karin Moslener.

Ponchos und Capes liegen voll im Trend und sind perfekt für die Übergangszeit. Cocooning heißt es in diesem Herbst - das bedeutet Rückzug. Übersetzt für die Mode heißt das: sich verpuppen, sich einkuscheln. Und das können wir besonders schnell und gemütlich mit einem flott über den Kopf geworfenen Poncho. Ponchos sind alltagstauglich. Zuerst sah man sie auf den großen Laufstegen der Modedesigner – jetzt in jedem Geschäft.

Anleitung Poncho

In wenigen Schritten zum selbstgenähten Poncho

Poncho zum Selbstmachen

1. Sie benötigen: Fleecestoff (Oder ein ähnlicher Stoff, der nicht ausfransen kann. Z.B. Walk/Wolle), Lineal oder Maßband, Schere oder Rollschneider, Schneiderkreide, Stecknadeln, passendes Nähgarn.

1. Sie benötigen: Fleecestoff (Oder ein ähnlicher Stoff, der nicht ausfransen kann. Z.B. Walk/Wolle), Lineal oder Maßband, Schere oder Rollschneider, Schneiderkreide, Stecknadeln, passendes Nähgarn.

2. Mit Hilfe des Lineals oder des Maßbandes werden zwei Stoffstücke mit den Maßen 90 x 45 cmzugeschnitten. Da der Poncho ja Fransen haben soll, werden an einer kurzen und einer langen Seite jeweils eine Linie mit 7cm Abstand vom Rand des Stoffes gezeichnet.

3. Genau bis zu diesen Linien jetzt mit dem Rollschneider, oder einer scharfen Schere die Fransen schneiden. Dabei bleibt ein kleines Quadrat übrig.

4. Nun die beiden Stoffstücke rechts auf rechts, (Das heißt die „schönen Stoffseiten“. In diesem Fall die graue Stoffseite.) wie auf dem Bild zusammenstecken und nähen.

5. Dabei darauf achten, dass die Naht erst ab dem Ende der Fransen beginnen darf!

6. Auseinander gefaltet sollte es jetzt so aussehen. Nun wieder den Stoff rechts auf rechts aufeinander stecken. Hier sollte eine kurze Seite auf eine lange Seite treffen. Zum besseren Verständnis: Die auf dem Bild eingezeichneten Symbole sollen aufeinander treffen. Von "X" bis "O" steppen.

7. Im oberen Teil ist so eine Öffnung für den Kopf entstanden. Für eine bessere Stabilität wird diese nun noch einmal füßchenbreit abgesteppt.

8. Jetzt nur noch einmal wenden, den Poncho überwerfen und sich über das fertige Ergebnis freuen! Viel Spaß mit der Anleitung! Karin Moslener

Freebook Poncho-Anleitung zum Download

Stoff-Auswahl

Es eignen sich nur Stoffe, die nicht ausfransen z.B. Fleece, Walk, Loden. Am einfachsten näht sich ein Poncho aus Fleece z.B. Doublefleece. Dieser Stoff läßt sich sehr leicht schneiden und nähen. Außenkanten müssen nicht versäubert werden und die typischen Ponchofransen lassen sich problemlos in den Stoff schneiden.

Auch Wolle oder sogar eine Wolldecke eignen sich für Ponchos. Da aber bei Wolle die Kanten unschön ausfransen, müssen hier die Außenkanten versäubert werden. Fransen können hier nicht geschnitten werden. Hier hilft man sich mit Pompoms oder Fransen, die es als Meterware zu kaufen gibt.

Universal-Nähnadel:

z.B. Stärke 90

Die goldene Regel - Immer erst mit Stecknadeln stecken

Stecknadeln sind unerlässlich, um zu verhindern, dass sich der Stoff während des Nähens verzieht. Die goldene Regel: Stoff vor dem Nähen vorbereiten! Erst stecken, dann nähen. Das nimmt zwar Zeit in Anspruch, die es aber unbedingt wert ist. Denn diese Vorbereitung erleichtert es, falsch Genähtes wieder aufzutrennen. Die Fertigstellung wird so akkurater. Stecknadeln werden im rechten Winkel und mit eher wenig Abstand in die Stoffkante hineingesteckt. Bei kleineren und kniffeligen Projekten werden die Nadeln viel enger gesteckt – auch bei Rundungen und Ecken. Bei der Verwendung von Stecknadeln mit Plastikköpfen sollte man vorsichtig bügeln, sie könnten schmelzen. Glaskopfstecknadeln können überbügelt werden. Die Nadeln müssen beim Maschinenähen immer entfernt werden, da die Nähnadel beim Darübernähen brechen oder sich verbiegen kann.

TIPP: Immer den Kopf der Nadel so stecken, dass man sie mit der rechten Hand aus dem Stoff entfernt.

Patworklineal & Gummimatte & Rollschneider

Um Fleece, Filz oder Loden zuzuschneiden, sollte man einen Rollschneider verwenden, denn beim Zuschnitt mit einer Stoffschere kann es unschöne gezackte Ränder geben. Für Wolle verwendet man am besten eine Stoffschere. Ein großes Lineal vereinfacht das Schneiden. Dazu das Lineal auf den Stoff leicht andrücken und auch so halten. Mit dem Rollschneider entlang der Linealkante führen. Auch der Rollschneider wird mit Druck geführt. Das Ergebnis ist ein sauberer und gerader Schnitt. Unbedingt vorsichtig sein, der Rollschneider hat eine sehr scharfe Klinge. Eine Plastikkappe schützt die scharfe Klinge bei Nichtgebrauch. Der Preis für einen Rollschneider liegt bei sieben Euro. Das Material der Gummimatte ist so fest, dass sich die Schnitte nicht durchdrücken. Wer alternativ ein Küchenholzbrett verwendet, sieht die Risse der Klinge. Der Preis für eine Gummimatte liegt bei ca.15 Euro.

Stoffschere

Eine spezielle Stoffschere ist beim Nähen unerlässlich. Bei ihr liegt die untere Schneidekante auch während des Schneidens flach auf der Arbeitsfläche, so dass der Stoff nicht angehoben wird. Diese Scheren dürfen ausschließlich Stoff schneiden, und nicht zum Schneiden von Papier verwendet werden, sonst stumpft die Schere ab und beim nächsten Stoffzuschnitt kann sie Fäden ziehen.

Schneiderkreide

Schneiderkreide ist ein notwendiges Werkszeug der Schneiderei. Sie wird zum Markieren genutzt. Sie ist aus Ton, leicht aufzutragen und genauso leicht auszubürsten oder auszuwaschen.

TIPP: Stumpfe Schneiderkreide kann man mit einem Kartoffelschäler wieder anspitzen.

Noch mehr Näh-Ideen von Karin Moslener

Stand: 03.11.2016, 06:00