Kinderspiele für unterwegs

Kinder spielen mit ihrem Vater im Zug

Kinderspiele für unterwegs

Von Anita Horn

Wenn die Kinder spielen, sind die Eltern glücklich - besonders wenn Ruhe auf der Rückbank herrscht. Anita Horn hat Lehrer, Eltern und Kinder gefragt, was die Reise angenehmer macht.

Ab in den Urlaub – die Sommerferien sind da. Mit dem Auto zu Oma und Opa, im Flieger Richtung Süden oder mit der Bahn in die Berge, herrlich – wenn da nicht die Reise an sich wäre und das ungeduldige Jammern auf den Sitzplätzen. Kinder brauchen Beschäftigung, und die Richtige zu finden, ist nicht immer leicht. Allgemein kann man die Bedürfnisse von Kindern in verschiedene Altersgruppen einteilen. Als Faustregel gilt: Im Alter von 3 bis 6 Jahren sind haptische Spiele angesagt, die 7- bis 10-jährigen bekommen kognitive Spiele und von 11 bis 16 Jahren wird es digital.

Klebebilder und "Ich sehe was, was Du nicht siehst…"

Für die ganz Kleinen kann das also heißen: Klebebilder fürs Fenster kaufen und der Kreativität freien Lauf lassen. Der Klassiker "Ich sehe was, was du nicht siehst" geht immer, zum Lernen von Buchstaben und Zahlen ist auch Kennzeichen-Raten ideal. Oft vertreiben solche Beschäftigungen aber nur kurz die Langeweile.

Auditiver und digitaler Zeitvertreib

Es gibt sowohl gute Hörspiele und Podcasts, als auch digitale Mal- oder Sprachspiele, die die Kreativität fordern. Dazu kommen Rate- und Geschicklichkeitsspiele, die auch zu mehreren gespielt werden können und laut Medienpädagogen eine gute Art der Beschäftigung sein können. Eltern sollten die App vorher allerdings selbst testen und, wenn vorhanden,

Screenshot des Spiels "Barefoot Weltatlas"

die Bezahlversion bevorzugen. So vermeidet man versehentliche In-App-Käufe und nervige Werbung, die Kinder sind weitestgehend sicher.

Beliebte Spiele-Ideen für Smartphone und Tablet 

Screenshot des Spiels "Jelly Splash"

Die App "Jelly Splash" ist sehr beliebt. Hier muss man Wackelpuddingmonster so schnell es geht farblich richtig anordnen. Dann gibt es den "Barefoot Weltatlas" – ich reise mit dem Finger über den Globus und lerne ganz viel über Sprachen, Bräuche und Sehenswürdigkeiten verschiedener Länder.

Screenshot des Spiels "Pettersons Erfindungen 3"

Bei "Peterssons Erfindungen" – Teil 3 – sollen die Kinder helfen, raffinierte Erfindungen zusammenzubauen und Gegenstände an ihren richtigen Platz zu ziehen. Für jede richtige Erfindung gibt es ein Zahnrad als Belohnung. Und am Ende kann man zur Belohnung ins Weltall fliegen. Dieses Spiel ist eine pädagogische App, die logisches Denken und Kreativität anregt. In der neuesten Version von 2016 sind die Untertitel verfügbar in elf verschiedenen Sprachen (2,99 € für Android und 3,49 Euro für iOS).

Reise durch eine Fantasie-Welt

Screenshot des Spiels "Monument Valley 2"

Ebenfalls oft heruntergeladen wird das Handy-Rätselspiel "Monument Valley 2": Der Spieler steuert eine Mutter und ihr kleines Kind durch bunte Fantasie-Welten, sieht wie beide mit der Zeit älter werden und Dinge dazu lernen. Kostet ab drei Euro und wurde in den vorherigen Versionen schon mehrfach ausgezeichnet. 

 Im Ausland

Ohne mobile Daten auf dem Handy oder Internet im Flugzeug empfehlen Medienpädagogen Spielkonsolen wie die Nintendo 3DS oder die Sony PS Vita, die sind handlich und bieten einen Spielplatz außerhalb des World Wide Web. Wer mehr Ideen braucht: Es gibt eine Übersicht der 20 meist heruntergeladenen Spiele vom Bundesverband für interaktive Unterhaltungssoftware, ein paar gute Ratgeber für Eltern und Tipps für Kinder.  

Haptisch, kognitiv oder digital: für jedes Kind was dabei

WDR 2 | 14.07.2017 | 03:25 Min.

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Stand: 14.07.2017, 13:19