Regenklamotten fürs Fahrrad

Frau mit Regenkleidung auf einem Fahhrad

Regenklamotten fürs Fahrrad

Radfahren im Herbst ist oft ganz schön ungemütlich, wenn es regnet. Wir geben Tipps zur richtigen Kleidung: Warm und trocken! Da müssen vor allen Dingen die Nähte dicht sein.

Für kurze Stadtfahrten

Für die kurze Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen in der Stadt sind zum Beispiel Regen-Ponchos praktisch, die man sich unkompliziert überwirft und die über der normalen Jacke getragen werden. Sie schützen sogar die Oberschenkel vor Regen – wenn auch nicht bei Dauerergüssen. Allerdings sind sie nicht atmungsaktiv. Das heißt: Wer unter dem Regenschutz zu schwitzen beginnt, wird feucht, weil der Schweiß nicht nach außen transportiert werden kann. Der Vorteil beim Poncho: Da er noch unten offen ist, ist das mit der Lüftung in der Regel kein Problem.

Regenklamotten fürs Fahrrad

WDR 2 Servicezeit | 10.10.2017 | 03:57 Min.

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Die Alternative dazu ist die leichte Regenjacke kombiniert mit einer separaten Regenhose. In der kostengünstigsten Variante sind sie zu 100 Prozente aus Polyester, also auch nicht atmungsaktiv. Das heißt, Radler schützen sich zwar damit vor Regen, kommen aber unter Umständen nass geschwitzt ans Ziel. "Aber für kurze Strecken, kann diese Kombination, die es oft schon sehr günstig im Discounter oder Sportbekleidungsketten gibt, durchaus eine Lösung sein", sagt Daniel Wegerich von ADFC NRW (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW).

Für längere Fahrten und mehr Schutz

Wer regelmäßig längere Strecken über fünf Kilometer fährt sollte eher über den Kauf spezieller Funktionsradfahrjacken und -hosen nachdenken, rät Daniel Wegerich. Der Vorteil: "Sie sind atmungsaktiv, bieten mehr Schutz vor Kälte und können auch besser dem Regen standhalten." Weil sie aufwendiger verarbeitet sind, ist ihr Preis auch höher. Funktionsjacken fürs Rad sind für circa 60 bis 80 Euro aufwärts zu haben. Wenn zusätzlich noch spezielle Membranen mit eingearbeitet sind, die den Feuchtigkeitsaustausch regulieren, sind Preise ab 300 Euro aufwärts keine Seltenheit. Die Membranen sollen so fein sein, dass sie den Regen abhalten und gleichzeitig den Schweiß durchlassen. "Wer regelmäßig mehr als fünf Kilometer, zum Beispiel zur Arbeit, fährt, der ist mit spezieller Funktionskleidung fürs Rad oft besser bedient."

Füße, Hände und der Kopf

Im Winter sind gefütterte und wasserabweisende Handschuhe durchaus eine gute Wahl. Normale Fäustlinge jedoch behindern die Bedienung von Bremse und Schaltung. Spezielle Fahrradhandschuhe, die zwischen Mittel- und Ringfinger eingeschnitten sind, lassen zwar die Hände wie Hummerzangen aussehen, bieten jedoch den Vorteil, dass man mit ihnen die Schaltung gut bedienen kann.

Spezielle Gamaschen mit Füßlingen, die über den normalen Schuhen getragen werden, halten Schuhe und Waden trocken. Das ist eine praktisch Lösung für alle, die keine Gummistiefel anziehen möchten. Für den Fahrradhelm gibt es spezielle Einlegemützen, die den Helm füttern und auspolstern, damit der Kopf im Winter warm bleibt. Gegen Regen hilft ein Regenschutz, der sich über den Helm ziehen lässt.

Wer keine Regenhosen mag: Im Trend sind auch die sogenannten Rain-Legs, mit denen man die Oberschenkel vor Regen schützen kann. Man trägt sie zusammengerollt wie einen Gürtel um die Taille und kann sie bei Bedarf runter lassen und am Oberschenkel fixieren. Kostenfaktor: um die 30 Euro.

Wichtig beim Kauf von Regenbekleidung fürs Rad: Immer an die Sichtbarkeit denken. Helle Kleidung mit Reflektoren erhöht die Sicherheit.

Stand: 10.10.2017, 00:00