Mit Wander-Apps durch NRW

Mann wandert mit einer Wander-App

Mit Wander-Apps durch NRW

Von Anita Horn

Wandern hatte lange Zeit einen sehr verstaubten Ruf. Aber seit einiger Zeit ist es richtig gefragt, auch bei jüngeren Leuten, und es geht auch deutlich moderner als mit knitteriger Karte und Kompass, nämlich einfach und smart – im wahrsten Sinne – mit dem Handy und der richtigen App. Ein paar Angebote haben wir getestet.

Für Tagesausflüge

Für kurze Touren reichen oft eine übersichtliche Karte, Angaben zu Distanz und Höhe. Entweder man erstellt eine eigene Strecke oder sucht sich vorbereitete Wanderungen aus. Das geht zum Beispiel mit "App in die Natur" vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Sie zeigt Wanderrouten durch schöne Baumalleen oder auch Vogelschutzgebiete in der näheren Umgebung. Die App gibt es gratis für Windows Phones, Android-Geräte und iPhones.

Mit Wander-Apps durch NRW

WDR 2 Quintessenz | 17.03.2016 | 03:40 Min.

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Navigation und Tracking

Einige Apps wie "Komoot" bieten eine Sprachnavigation an. Hier muss man sich als Nutzer registrieren und kann dann die Karten zum Wandern oder Radfahren nutzen. In der Gratisversion steht nur eine Region zur Auswahl frei, in der zahlreiche Strecken anderer Nutzer aufgeführt werden, die ihre gewanderten Routen öffentlich zur Verfügung stellen. Man kann aber auch mit zwei Klicks – Start und Ziel – auf der Karte eine eigene Strecke erstellen. Die App fragt zusätzlich nach dem Fitnesslevel und schlägt daraufhin Routen mit geeignetem Schwierigkeitsgrad vor. Angezeigt werden Fotos der Strecke, Anstiege und erwartete Wanderdauer. Teilweise sind die Karten offline verfügbar und man kann seine Route aufzeichnen. Für alle Regionen und noch mehr Funktionen gibt es eine Vollversion für etwa zehn Euro.

Für Fortgeschrittene

Die App "OutdoorActive" für Apple und Android bietet in der Gratisversion unterschiedliche Wanderungen von Stadtrundgängen bis hin zu Fernwanderwegen an. Egal ob in Münster, Hünxe oder in der Eifel – Basisangaben sind stets Schwierigkeitsgrad, Erlebniswert und Streckendetails. Es gibt einen digitalen Kompass und einen - und Hangneigungsmesser. Für zehn Euro gibt es diverse Extras wie den Gipfelfinder, die GPS-basierte Wetterprognose und natürlich mehrtägige Wanderideen von der Alpenüberquerung bis zum Nord-Ostsee-Weg. Auch mit vielen Funktionen kommen Ape Map und zum Beispiel GPSTracks daher.

Hütten, Aussichtsplattformen und 3D

Es gibt diverse Apps für fortgeschrittene Wanderer, zum Beispiel MotionX oder 3-D-Realitymaps. Zum Teil findet man darin 3D-Ansichten und Luftbilder. Manche Karten sind dabei rein topografisch, mit bunten Linien und exakten Koordinaten. Teilweise kosten hier aber schon einzelne Karten 20 Euro und mehr.

Tipps für das Wandern mit Smartphone

  • Immer einen Ersatz-Akku oder ein mobiles Ladestation mitnehmen. Das Display und die ständige GPS-Suche machen den Akku schnell leer.
  • Zusätzlich immer eine Papierkarte dabei haben.
  • Handy wasserdicht verpacken.
  • Bei längeren Routen: eine Begleitperson mitnehmen und zudem einer Vertrauensperson und dem lokalen Tourismusbüro Bescheid geben, dass man unterwegs ist.
  • Mit der App "GPS-LIVE-Tracking" kann man sich ständig orten lassen, so dass Freunde am PC oder auf dem Handy immer den aktuellen Standort sehen.

GPS-Geräte als Alternative

  • Gibt es ab etwa 60 Euro, sind auch im Regen brauchbar und haben im Vergleich zum Smartphone besseren Satellitenempfang. GPS steht für das "Globale Positionsbestimmungssystem" und wird schon seit 1995 genutzt. Damals für Militärzwecke, seit dem Jahr 2000 auch für die Freizeit.

Stand: 17.03.2016, 00:00