Kalenderhüllen selber nähen

Kalenderhüllen selber nähen

Das neue Jahr steht schon vor der Tür und ein neuer Terminplaner muss her ... wenn die nur nicht so hässlich wären. Eine hübsche Hülle muss her, die gleichzeitig dekorativ ist, eine Schutzfunktion hat und zum einzigartigen Aussehen verhilft. Ran an die Nähmaschine … denn so eine Kalenderhülle ist wirklich "ratz-fatz" genäht.

Das Jahr 2016 endet und wir begrüßen das Jahr 2017. Für Karin Moslener bedeutet der Jahreswechsel, dass sie unbedingt einen neuen Terminplaner für Job und Freizeit benötigt -  natürlich mit einer schönen und individuellen Kalenderhülle. Step-by-Step zeigt Karin Moslener, wie es geht.

Anleitung Kalenderhüllen selber nähen

So geht’s

Anleitung Kalenderhüllen selber nähen

In 15 Schritten zur selbstgenähten Kalenderhülle.

Näh-Utensilien auf grüner Schablone

Sie benötigen
Stoffe (Webware) in verschiedenen Farben
evtl. aufbügelbare Einlage zur Verstärkung des Stoffes
passendes Nähgarn
Stecknadeln
Stoffschere
Maßband
Druckknöpfe oder Klettband
Kalender (oder Notizbuch)

Sie benötigen
Stoffe (Webware) in verschiedenen Farben
evtl. aufbügelbare Einlage zur Verstärkung des Stoffes
passendes Nähgarn
Stecknadeln
Stoffschere
Maßband
Druckknöpfe oder Klettband
Kalender (oder Notizbuch)

Zunächst wird das Buch ausgemessen.
In diesem Fall waren das 24,5 cm in der gesamten Breite und 16,5 cm in der Höhe (DIN A 5)

Nun muß eine Nahtzugabe von 1 cm pro Seite hinzugerechnet werden.
Das ergibt bei diesem Kalender:
26,5 cm x 18,5 cm —> Maße des Außenstoffes
Zusätzlich wird ein Innenstoff benötigt. Dieser muß 2-3 cm kleiner, in der Höhe aber gleich sein:
24,0 cm x 18,5 cm —> Maße Innenstoff
Die beiden Seitenteile sollten 15,0 cm breit und auch wieder gleich hoch wie der Rest sein.
15,0 cm x 18,5 cm —> Maße Seitenteile (2x zuschneiden!)
Für eine kleine Tasche und eine Lasche benötigen Sie noch zwei Stoffstücke mit den Maßen:
10,0 cm x 10,0 cm —> kleine Außentasche
und
7,0 cm x 7,0 cm —> Lasche

Nun werden die Lasche und die kleine Außentasche einmal rechts auf rechts umgebügelt und an einer langen und einer kurzen Seite gesteppt.

Tasche nur oben knappkantig und die kleinere Lasche rundherum knappkantig absteppen.

Die Lasche nun rechts auf rechts an die linke kurze Seite des Außenteils und die Tasche in 7 cm Abstand von der rechten kurzen Seite knappkantig aufsteppen.

Hier noch einmal als Detailaufnahme.

Im nächsten Schritt werden die Seitenteile zur Hälfte gebügelt und rechts auf rechts, mit den offenen Seiten nach außen, füßchenbreit an die kurzen Seiten des Außenstoffes genäht. Und NUR dort!

Die Nahtzugaben einkürzen - am besten mit einer Zackenschere, dann franst der Stoff nicht aus.

Danach den Innenstoff eventuell mit einer Bügeleinlage verstärken. Nun an der kurzen Seite versäubern…

...und ihn dann rechts auf rechts auf die bereits genähten Teile stecken und an der oberen und unteren Seite füßchenbreit zusammensteppen. Und NUR dort! Auch hier die Nahtzugaben einkürzen.

Jetzt wird zweimal gewendet!

Die Nähte gut ausstreichen (z.B. mit einem alten Essstäbchen) und alles bügeln.

Zum Schluss noch auf die Lasche und gegengleich auf der Außenhülle den Druckknopf anbringen oder wahlweise ein kleines Stück Klettverschluss aufnähen.

Nun nur noch die Hülle über den Kalender ziehen und sich über das fertige Ergebnis freuen!

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Stoffkunde

Am besten eignet sich Baumwollwebstoff.

Canvas ...

ist besonders gut geeignet, es ist ein fester Baumwollstoff mit einem steifen Gewebe. Vorder- und Rückseite sind identisch. Die Vorteile von Canvas liegen darin, dass der Stoff aufgrund seiner Webtechnik und des Materials sehr belastbar ist.

Japanische Designstoffe ...

haben es Karin Moslener besonders angetan. Diese Stoffe liegen meist zwischen 110 und 112 cm und sind aus reiner Baumwolle. Ihre Muster machen den Stoff aus: schlichte Muster, verspielte Blumendrucke, niedliche Tiermotive – oft sehr detailverliebte Muster mit extrem guter Verarbeitung – meist aber auch teurer als normale Stoffe

Beschichtete Stoffe ...

sind bedruckte Baumwollstoffe, deren bedruckte Seite nachträglich mit einer Beschichtung wasserabweisend gemacht wird. Dieser Stoff ist wesentlich dünner, geschmeidiger und einfach zu vernähen.

Bei sehr dünnen Baumwollstoffen kann Bügeleinlage aufgebügelt werden.

Tipps und Tricks

Die Bügeleinlage ...

ist ein weicher Stoff, der meist aufgebügelt wird und so dauerhaft auf dem Stoff haftet – er sorgt so für mehr Stabilität. Gibt es in vielen verschiedenen Stärken.

Gut gebügelt ist halb genäht!

Kein Nähen ohne Bügeln – Wenn man gut bügelt, ist es auch nicht so schlimm, wenn man mal Fehler näht. Denn beim Bügeln bzw. Eindampfen verbindet sich der Faden mit dem Stoff und so sehen die Nähte dann einfach schöner aus. Auch bringt das Bügeln z.B. eine Nahtzugaben in Form, so entsteht dann eine Dreidimensionalität und die Stoff-Übergänge werden flüssiger.

Eine Stoffscherre ...

ist beim Nähen unerlässlich. Bei ihr liegt die untere Schneidekante auch während des Schneidens flach auf der Arbeitsfläche, so dass der Stoff nicht angehoben wird. Diese Scheren dürfen ausschließlich Stoff schneiden. Papier lässt sie stumpft werden.

Eine Zackenschere ...

macht das Versäubern der Kanten überflüssig. Dünne wie dicke Stoffe von Seide bis Cord oder Tweed bewältigt die Zackenschere mühelos. Das untere Schneideblatt der Schere liegt während der Schnittführung gerade auf der Arbeitsfläche auf wie bei der normalen Stoffschere. Dadurch vermeidet man ein Heben und Verschieben Ihres Arbeitsmaterials. Aber auch für dekorative Zwecke wird sie gerne eingesetzt, da sie wunderbar dekorative und präzise Zickzack-Kanten schneidet.

Kunststoff-Druckknöpfe ...

sind praktisch. Mit einer speziellen Zange lassen sich die Knöpfe ganz einfach in nahezu jeden Stoff drücken. Durch die spezielle Vernietung hält der Knopf auch häufiger Belastung stand. Die Knöpfe gibt es in vielen verschiedenen bunten Farben.

Weitere  Näh-Ideen von Karin Moslener

Stand: 29.12.2016, 06:00