Hückeswagenerin züchtet exotische Schmetterlinge

Hückeswagenerin züchtet exotische Schmetterlinge

Vanessa Sassone hat ein schillerndes Hobby. Die 36-Jährige züchtet exotische Schmetterlinge. Sogar ein eigenes Zimmer hat sie den farbenfrohen Faltern eingerichtet. Das nennt sie dann Schmetterlings-Werkstatt.

Seit fünf Jahren züchtet Vanessa Sassone Schmetterlinge. Ganz nebenbei singt sie außerdem in der Hard-Rock-Coverband "Rocket Row". Bei solchen Hobbys kommt bei der Hückeswagener Hausfrau keine Langeweile auf.

Schmetterlinge

Wunderschöne Muster: Vanessa Sassones Schmetterlinge

Anfangs waren es vor allem die Schönheit und ungewohnte Größe der Falter, die Hobbyfotografin Vanessa Sassone an der Schmetterlingszucht faszinierten. Das Gewicht großer Schmetterlinge fühlt man kaum auf der Hand, hat die Hobbyzüchterin festgestellt. Streift sie einen Flügel bewusst mit dem Finger, lässt dieser sich eher über das Auge als über die tatsächliche Berührung wahrnehmen: "So fein sind die Flügel aufgebaut", sagt Vanessa Sassone. Interessant findet sie auch, "dass die Flügel mit feinen Schuppen belegt sind und wie sehr sich doch der Falter insgesamt von der Raupe unterscheidet".

Von der Raupe zum Schmetterling

Da es ohne Raupen aber keine Schmetterlinge gibt, gewöhnte sie sich nach und nach auch an den Anblick der kleinen fusseligen Körper.

Bunte Schmetterlinge

Die Raupe - Vorstufe des Schmetterlings

"Es ist toll die vielen Entwicklungsstadien allein der Raupen mitzuerleben; von den winzig kleinen – meist schwarzen – und sehr unspektakulär anzusehenden frisch geschlüpften, bis hin zu den – teilweise schon neonfarbenen oder gelb-grün-schwarzen Färbung mit pinken Noppen – fingergroßen und dicken Raupen kurz vor der Verpuppung."

Vanessa Sassones Schmetterlingen dienen Rhododendron, Kirschlorbeer oder Liguster als Futter. Alles Pflanzen, die in ihrem Garten gedeihen.

Schmetterlinge - bedrohte Schönheiten

Eine bunte Wiese, über die Schmetterlinge in allen Farben flattern – das ist Sommer! Weltweit tanzen 160.000 Arten durch die Lüfte, allein in Deutschland sind es 3.700. Doch viele heimische Schmetterlinge sind vom Aussterben bedroht.

Tagpfauenauge

Das Tagpfauenauge gehört zur Familie der Edelfalter und zählt zu den bekanntesten heimischen Schmetterlingsarten. Er und der Kleine Fuchs kommen zudem am häufigsten vor. Beim Tagpfauenauge überwintert der erwachsene Falter, nicht Ei, Raupe oder Puppe. Durch den Klimawandel hat sich seine Verbreitung geändert. Früher nur in warmen Regionen Deutschlands oder in langen Sommern anzutreffen, bildet sich durch die Erwärmung mittlerweile regelmäßig eine zweite Generation.

Das Tagpfauenauge gehört zur Familie der Edelfalter und zählt zu den bekanntesten heimischen Schmetterlingsarten. Er und der Kleine Fuchs kommen zudem am häufigsten vor. Beim Tagpfauenauge überwintert der erwachsene Falter, nicht Ei, Raupe oder Puppe. Durch den Klimawandel hat sich seine Verbreitung geändert. Früher nur in warmen Regionen Deutschlands oder in langen Sommern anzutreffen, bildet sich durch die Erwärmung mittlerweile regelmäßig eine zweite Generation.

Der Schwalbenschwanzfalter trägt seinen Namen wegen der spitz zulaufenden Flügelenden, die an gespaltene Schwalbenschwänze erinnern. Er ist neben dem Segelfalter einer der größten in Deutschland vorkommenden Schmetterlinge. Im Notfall stoßen die Raupen einen Duftstoff aus, der sie zum Beispiel vor Ameisen schützt. Er steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der aussterbenden Arten. In Nordrhein-Westfalen gilt er als gefährdet.

Der Monarchfalter kommt vor allem in Nordamerika und Kanada vor. Zwischen September und November begibt er sich auf seinen langen Flug nach Mexiko, wo er überwintert. Dort rasten die Falter auf einer vergleichsweise kleinen Fläche von etwa vier Hektar und geben ein beeindruckendes Bild ab. Es erging der Population im vergangenen Winter recht gut. Dennoch ist er bedroht.

Der Passionsblumenfalter ist ein Edelfalter. Wegen seiner Erscheinung wird er auch Flamme genannt. Er flattert in subtropischen Gebieten wie Südamerika und im US-amerikanischen Bundesstaat Florida. Seine Raupen fressen mit Vorliebe die giftigen Blätter der Passionsblume. Daher auch sein Name. Während der Paarung markieren die Männchen ihr Weibchen mit einem Duftstoff, um Rivalen abzuschrecken.

Der Hauhechel-Bläuling ist innerhalb seiner Familie der Bläulinge einer der am weitesten verbreiteten. Er kommt in Europa, Nordafrika und Asien vor. Er kann beim Fliegen in den Alpen auf 2000 hochsteigen. Er überwintert im Raupenstadium und ist nicht gefährdet.

In Mitteleuropa ist der Schwarze Bär eher selten. Der Nachtfalter mag Steppen und Sand und liebt es warm. Er wird abends von Licht angezogen. Das Männchen ist kleiner als das Weibchen. Außerdem hat das Weibchen einen ziemlich dicken Hinterleib. Pro Jahr wächst nur eine Generation des Schmetterlings heran. Der Schwarze Bär steht in Deutschland auf der roten Liste gefährdeter Arten.

Der Priamus-Falter ist im nördlichen Australien der einzige Vertreter seiner Gattung. Ebenfalls verbreitet ist er von den Inseln der Molukken über Neuguinea bis zu den Duke-of-York-Inseln. Er ist äußerst anpassungsfähig. Seine Unterarten sind auf manchen Inseln endemisch. Das heißt, sie kommen ausschließlich an dem jeweiligen Ort vor.

Der Große Schillerfalter war 2011 in Deutschland Schmetterling des Jahres. Mit rund 65 Millimetern Flügelspannweite ist er einer größten Schmetterlinge Europas. Das typische blaue Schillern des Männchens entsteht durch winzige Luftkammern in den Schuppen. Dieser Tagfalter ernährt sich nicht von Blütennektar, sondern meist von tierischen Produkten wie Exkrementen und Aas. Sein Bestand geht zurück. Grund ist unter anderem, dass sein Lebensraum, der Weidenbusch, von Förstern oft als unerwünschter Unterwuchs entfernt wird.

Der Kaisermantel entstammt der Familie der Edelfalter. Er lebt in lichten Laub-, Nadel- oder Mischwälder, in denen Veilchen wachsen. Außerdem mag er Hoch- oder Niedermoor-Komplexe in der Nähe von Wäldern. Um ihn zu schützen, sollte auf Insektizide und Herbizide verzichtet werden.

Kleiner Postbote: Der Tagfalter lebt vorwiegend im tropischen Regenwald von Südamerika, Venezuela, Kolumbien und Brasilien. Er ernährt sich vom Saft faulender Früchte. Dieser Schmetterling kommt für Vögel als Futter nicht in Frage, da er giftig ist. Weil er sich von eiweißreichen Pollen ernährt, lebt der Kleine Postbote besonders lang, nämlich mehrere Monate. Er ist sehr vielfältig und daher leider sehr beliebt bei Sammlern.

Eier für Kindergärten

Die Eier für ihre Exoten kauft Vanessa Sassone meist bei anderen europäischen Hobby-Züchtern und in Internet-Foren. Sie selbst verschenkt gerne Eier an Kindergärten und Schulen. So können die Mädchen und Jungen den Kreislauf vom Ei bis zum schillernden Schmetterling mitverfolgen.

Lebensspanne eines Schmetterlings

Schmetterlings-Männchen haben eine Lebenserwartung von einigen Tagen bis zu einer Woche. Die Weibchen leben meist zwei bis drei Wochen und legen in der Zeit – egal ob sie begattet wurden oder nicht – je nach Art 50 bis 400 Eier.

Heimische Falter

Bunte Schmetterlinge

Schmetterling auf der Hand

Auch, wenn es unter den heimischen Schmetterlingen ebenfalls viele Schönheiten gibt, sieht sie keinen Sinn darin, heimische Schmetterlinge zu Hause zu züchten und in die Natur zu entlassen, da es ja einen Grund hat, dass einige der heimischen Falter nicht mehr zu sehen sind. "Wenn wir bereits den Raupen die Futtergrundlage wegnehmen, kann es keine Schmetterlinge geben."

Trotzdem sammelt sie ab und an die Nester vom Kleinen Fuchs, von Landkärtchen und Tagpfauenauge vom Wegesrand ab, bevor dort wieder die Brennnesseln niedergemäht werden und setzt sie im eigenen Garten ab, wo die Brennnesseln fröhlich sprießen dürfen.

Stand: 10.08.2017, 06:00