Übernachten, Shoppen und Essen in Hamburg

Übernachten, Shoppen und Essen in Hamburg

Von Matthias Ebel

Reise-Expertin Tamina Kallert hat ihre ganz persönlichen Tipps für einen Wochenend-Trip nach Hamburg zusammengestellt.

Übernachtungstipps

Trendiges kleines Hostel-Hotel am Rande der Schanze und gleich neben St. Pauli.  Die Atmosphäre in der Superbude ist nordisch frisch und unkompliziert, jeder wird geduzt und soll sich gleich wie zuhause fühlen. Großer Frühstücks- und Aufenthaltsraum zum Wohlfühlen, ausgesprochen sympathisches und sehr hilfsbereites Personal, das gern Tipps und Tricks für einen super Aufenthalt in Hamburg gibt.  Eine zweite Superbude gibt´s in St. Georg. Ab 60 Euro im DZ, Frühstück kostet extra.

Die Superbude ist ein trendiges, kleines Hostel-Hotel am Rande der Schanze.

25Hours Hamburg

Nicht weniger unkompliziert, aber andere Budgetkategorie: Das 25Hours Hafencity bietet Hafenflair und modernes Seemannsfeeling in maritim-stylischen Ambiente mitten in der Hafencity.  Mehr Hafen- Feeling geht kaum. Einrichtung und Dekor der „Kojen“ sind in allen Zimmern auf das Thema Heimathafen abgestimmt. Ganz oben besticht die Hafensauna mit einem fantastischen Ausblick auf den Hafen und das hauseigene Restaurant „Heimat Küche+Bar“ gibt mit frischen regionalen Gerichten dem Hotel einen besonderen hanseatischen Charme. Nicht nur Gäste des Hauses fühlen sich hier wohl. DZ ab 115 Euro, Frühstück nicht inbegriffen.

Pyjama Park

Originell und mitten in St. Pauli gelegen, erzählt das Pyjama Park Hotel und Hostel ganz eigene Geschichten rund um die Stadt am Wasser. Der Gast schläft in individuell gestalteten „Liegeplätzen“, die kreativen Wandgemälde sind ein absoluter Blickfang. Wer direkt mittendrin sein will, ist hier auf der Reeperbahn genau richtig. Die hauseigene Bar bietet sich an, um in den Abend zu starten oder ihn dort enden zu lassen. Ab 69 Euro ohne Frühstück.

Shoppingtipps

St. Paula Kiezmanufaktur

In Ursula Odenwalds Kiezmanufaktur ist  man genau richtig, wenn man das etwas andere Mitbringsel sucht. In dem Laden der Konditormeisterin gibt´s allerlei Süßes mit Reeperbahn-Motto: handmodellierte Brüste aus Edel-Marzipan oder „Lümmel“ aus Weingummi, Totenkopf-Lutscher, Rotlicht-Likör oder bunte Rotlicht Pralinen -  der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.  Die Geschenkideen bei St. Paula sind originell, lustig und vor allem typisch Hamburg.

In der St. Paula Kiezmanufaktur gibt es allerlei Süßes mit Reeperbahn-Motto

Die Kleine Konditorei

Immer im Herbst können Hamburger Bürger im Hamburger Museum ihr bestes Franzbrötchen wählen, schon zweimal in Folge wurde der Kleinen Konditorei dieser  Preis verliehen. Das traditionelle Familienunternehmen existiert bereits seit 1898 und das Franzbrötchen wird immer noch nach einem streng gehüteten Familienrezept in den eigenen Backstuben hergestellt. Heute gibt es vier Filialen, drei davon in Eimsbüttel und den Direktverkauf aus der Backstube gibt es in Stellingen.

Craft Beer Store

Seit Sommer 2013 gibt’s den Craft Beer Shop in den Schanzenhöfen mit einer riesige Auswahl von über 400 Craft Beer Sorten aus aller Welt. Daniel Hertrich und Alexander Bachinger bieten als Highlight des Stores jeden Freitag ab 18.30 Uhr  ein „Open Bottle“-Event an, bei dem Bier verkostet wird. Dabei werden auch die neuen Craft Beer Ankömmlinge vorgestellt. Ein Muss für Craft Beer-Fans.

Lockengelöt

Ein Highlight auf der bunten Marktstraße im Karoviertel ist dieser etwas andere Design Shop: die Produktdesign Manufaktur Lockengelöt produziert  nach dem Prinzip der Zweckentfremdung und des Upcycling aus Alltagsgegenständen neue Hingucker: Bilderrahmen oder Schalen aus alten Vinylplatten, Schlüsselbretter aus Schulbüchern, Schränke aus alten Ölfässern und vieles mehr. Das Portfolio besteht zu 80% aus recyceltem Material, das in der eigenen Werkstatt umfunktioniert wird.

Ahoi Marie

Das blau-weiße Geschirr mit Seefahrermotiven und Ankern und auch die bedruckten Taschen (Seesäcke, Fischmarkttaschen, Turnbeutel) haben mittlerweile Kultstatus erreicht - auch über die Grenzen Hamburgs hinaus. Seit 2013 gibt es das Bootshaus: eine Mischung aus Ahoi Marie Shop und maritimen Restaurant, mit täglich wechselndem Mittagstisch. Das Bootshaus befindet sich in der Neustadt und lädt zum Stöbern, Shoppen und Speisen ein.

Restaurants/Bars/Cafés

Oberhafenkantine

Ein Besuch in der Oberhafenkantine fühlt sich an wie auf einem Schiff:  Leicht schräg, mit etwa neun Grad Neigung und auf die Gezeiten eingestellt. Die Schräglage des Gebäudes ist charakteristisch und auf Sturmfluten der vergangenen Jahre zurückzuführen – heute verleiht sie dem Restaurant einen eigenen Charme.

Seit 1925 werden in der Oberhafenkantine typisch norddeutsch Gerichte serviert.

Seit 1925 werden hier typisch norddeutsche Gerichte serviert, die Oberhafenkantine prägt eine lange Geschichte und verpflegte einst die Hafen- und Werftarbeiter mit traditionellen Hamburger Gerichten. Dieses Konzept lebt auch unter der neuen Leitung von Gastronom Sebastian Libbert fort. Auf der Karte findet man eine einfache und ehrliche Küche mit leckeren regionalen Klassikern wie Labskaus, Matjes, Grünkohl  und Bratwurst – aber auch moderne Oberhafen Hamburger mit Pulled Pork.

Cuneo

Die enge schlauchförmige Trattoria wurde 1905 eröffnet.

Die enge schlauchförmige Trattoria (eröffnet 1905) gilt als ältestes italienisches Restaurant, das heute noch im Familienbesitz ist. Seit Generationen werden hier Stammkunden, Theatergänger, Schauspieler, Szenemenschen und Touristen mit traditioneller Küche nach Familienrezepten der Familie Cuneo warmherzig umsorgt. Allerlei Bilder aus alten und neuen Zeiten mit bekannter Lokalprominenz zieren die dunkelroten Wände. Lebendige und gemütliche Atmosphäre einer italienischen Großfamilie, Gäste werden mitunter bunt gemixt an den Familienstammtisch gesetzt. Voll ist es immer – daher unbedingt vorher reservieren.

Café Herr Max

Neben leckerem Frühstück und fantastischem Kuchen gibt es am Abend sogar reich belegte Schnittplatten.

Von Cheesecake und Lemontarte bis hin zu saisonalen Torten  -  alle Kuchenkreationen sind  handgemacht bei Herrn Max. Der ehemalige Milchladen mit Kacheln von 1897 erinnert selbst an ein riesiges Törtchen und passt somit perfekt zum Konzept der Konditorei Herr Max. Inhaber Matthias Max erfüllte hier seinen  Traum und bietet  neuerdings als Highlight auch Patisserie-Kurse an. Neben leckerem Frühstück und fantastischem Kuchen gibt es am Abend sogar reich belegte Schnittplatten, serviert mit selbstgebackenem Brot. Die großen Fensterfronten laden zum Verweilen ein, um den bunten Schanzentrubel zuzuschauen.

Café Entenwerder 1

Der Multifunktionspavillon ist begehbares Kunstwerk und kreativer Rückzugsort mit Café zugleich.

Der Multifunktionspavillon, wie ihn Geschäftsführerin Alexandra Friese nennt, ist begehbares Kunstwerk und kreativer Rückzugsort mit Café zugleich. Selbst Hamburger entdecken die ‚andere Seite‘ der HafenCity  erst seit kurzem für sich und der Stadtteil Rothenburgsort gerät durch Entenwerder in aller Munde. Das Café wurde im Juli 2015 eröffnet. Neben kleinen Leckereien, Kaffeespezialitäten und Craft Beer gibt´s einen tollen weiten Elbblick mit ganz neuem Hamburg-Feeling. Zu erreichen ist der Ponton zum Beispiel in 15 Minuten auf dem neuen Fahrradweg von den Deichtorhallen aus.

Fischköppe

2014 eröffnete Fischfeinkost-Experte Meiko mit seinen Mädels das kleine Lokal mit Fischküche leicht Abseits vom Trubel im Schanzenviertel. Es gibt Fisch-Feinkost und Hausgemachtes zum Mitnehmen oder gemütlichen Verspeisen vor Ort. Neben Fischbrötchen und Co gibt es auch warmen Mittagstisch mit typisch Hamburger Küche, wie Labskaus und Pannfisch, aber auch Räucherlachsquiche oder geräucherten Stremellachs mit Beilage. Die Spezialität des Hauses:  Fischsuppe.

Binassola Focacceria

Hamburgs erste Focacceria, die erst im Februar 2016 ihre Türen in Ottensen geöffnet hat, bietet das ligurische Fladenbrot in allen möglichen Formen und Variationen an. Bei Koral und Onur Elci werden die knusprigen Focaccia gewogen und anschließend preislich berechnet. Der Name der italienischen Bäckerei leitet sich von dem kleinen Dorf namens ‚Bonassola‘ ab, wo es laut den italienschien Brüdern die beste Focaccia gibt. Ob morgens mit einem Kaffee oder abends mit einem Wein, Foccacia kann in allen möglichen Kombinationen verzehrt und genossen werden.

Stand: 09.11.2016, 16:00