Gartenkräuter, Hecken und Stauden...

Gartenkräuter, Hecken und Stauden...

Von Anja Koenzen

Der Herbst ist die Jahreszeit, um die kommende Gartensaison vorzubereiten. Wir zeigen, was jetzt im Garten getan werden muss.

Der richtige Heckenschnitt

Jetzt beginnt die Zeit für größere Schnittmaßnahmen an Bäumen, Hecken und Gehölzen. Denn wer Bäume entfernen oder auch Hecken stärker beschneiden möchte, der darf das laut dem Naturschutzgesetz nur zwischen Oktober und Ende Februar tun. Nur in diesem Zeitraum brüten Vögel garantiert nicht und werden somit durch Schnittmaßnahmen am wenigsten gestört. Buchen, Liguster, aber auch immergrüne Gehölze wie Eiben vertragen trotz des nahenden Winters leichte Schnittmaßnahmen.

Tipps:
Verwenden Sie bei elektrischen Heckenscheren am besten ein rotes oder weißes Stromkabel, da diese Farben im Grün der Pflanzen viel besser sichtbar sind und somit nicht so schnell aus Versehen durchgeschnitten werden.
Achten Sie beim Schneiden der Hecken darauf, dass sie nach oben hin leicht schmaler werden, denn so kommt ausreichend Sonnenlicht auch auf die unteren Seiten, wodurch ein Verkahlen verhindert wird.

Geschnittene Hecken

Bäume entfernen oder auch Hecken stärker beschneiden darf man laut dem Naturschutzgesetz nur zwischen Oktober und Ende Februar.

Stauden vermehren durch teilen

Viele Stauden sind im Laufe des Sommers üppig gewachsen. Werden sie zu groß für ihren Standort oder auch  ein wenig blühfaul, dann hilft es, sie durch Teilen zu verkleinern und gleichzeitig zu verjüngen. Hierfür ist insbesondere der Herbst ein guter Zeitpunkt, denn das oberirdische Wachstum der Pflanzen ist nun abgeschlossen, der Boden bzw. die Topferde allerdings noch so warm, dass die Wurzeln noch gut weiterwachsen und beim Umpflanzen noch einwurzeln können.

Eine Faustregel sagt, dass alle fünf bis sieben Jahre ein Teilen erfolgen sollte – wobei es auch Stauden gibt, wie beispielsweise die Pfingstrose, die niemals geteilt werden wollen.
Um die Pflanze zu teilen, sollte sie komplett ausgegraben werden und dann mit einem scharfen Spaten, einer Säge oder einem Messer in mehrere Stücke geteilt werden. Abgestorbene Pflanzenteile entfernen und die Teilstücke an ihren neuen Bestimmungsorten wieder so tief einpflanzen wie sie vorher in der Erde saßen.

Große Stauden teilen.

Um die Pflanze zu teilen, sollte sie komplett ausgegraben werden und dann in mehrere Stücke geteilt werden.

Kräuter im Herbst

Viele Kräuter sind winterhart und bedürfen im Herbst keinerlei größerer Schutzmaßnahmen. Dazu zählen Schnittlauch, Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Liebstöckel, Schnittknoblauch, Olivenkraut, Estragon, wilder Oregano, Waldmeister, Minze und Zitronenmelisse.

Rosmarin verträgt zwar leichte Minusgrade, viele Rosmarinsorten schwächeln jedoch bei stärkeren Frösten. Das schöne mehrjährige Strauchbasilikum sollte ebenso wie der Lorbeer frostfrei überwintert werden. Das einjährige Basilikum mag es generell wärmer und sollte ab Herbst im Warmen stehen, bevor es abgeerntet wird.

Gartensaison verlängern durch Herbstblüher

Gräser und Astern haben nun ihren großen Auftritt und mit ihnen kann man reizvolle Herbsttöpfe bepflanzen. Sowohl für sonnige als auch schattige Standorte gibt es geeignete Herbstblüher. Wenn Sie sich für winterharte Stauden entscheiden, dann haben Sie Jahr für Jahr Freude an den Pflanzen.

Dabei sollten Sie auch direkt an das Frühjahr denken und Blumenzwiebeln mit einsetzen. Hyazinthen, Tulpen, Krokusse, Schneeglöckchen und Narzissen werden mit ihren zarten Blüten das Winterende und den Frühlingsbeginn einläuten. Faustregel beim Pflanzen von Blumenzwiebeln: die Zwiebel doppelt so tief pflanzen wie sie hoch ist.

Herbstblüher

Sowohl für sonnige als auch schattige Standorte gibt es geeignete Herbstblüher.

Stand: 05.10.2017, 15:15