Neun Trends für den Fahrrad-Frühling

Neun Trends für den Fahrrad-Frühling

Von Andreas Sträter

Lastenräder, E-Mountainbikes und Klingeln mit Ruhrpott-Motiv sind aktuell besonders beliebt. Was sonst noch angesagt ist, zeigen wir in unserer Bilderstrecke von der Essener Fahrradmesse.

E-Mountainbike, Fahrradmesse Essen 2017

Trend 1: E-Mountainbikes
Mountainbikes
mit zusätzlichem Motor gehören auf der am Donnerstag (16.02.2017) gestarteten Fahrradmesse in Essen zu den diesjährigen Top-Trends. Dieses Fahrrad ist für schweres Gelände gedacht und eignet sich nicht für Anfänger: "Wer sich ein solches Bike zulegt, der will im Hochgebirge Kulisse sehen, über Steine und Wurzeln fahren", beschreibt Felix Merten von der Herstellerfirma. "Damit kann man Vollturbo fahren", ergänzt er. 25 Kilometer pro Stunde sind mit Motor-Unterstützung drin. Wer noch schneller fahren will, muss kräftig in die Pedalen treten. Noch bis Sonntag (19.02.2017) zeigen etwa 250 Aussteller in Essen auf der größten Fahrradmesse in NRW Neuheiten für den Fahrrad-Frühling.

Trend 1: E-Mountainbikes
Mountainbikes
mit zusätzlichem Motor gehören auf der am Donnerstag (16.02.2017) gestarteten Fahrradmesse in Essen zu den diesjährigen Top-Trends. Dieses Fahrrad ist für schweres Gelände gedacht und eignet sich nicht für Anfänger: "Wer sich ein solches Bike zulegt, der will im Hochgebirge Kulisse sehen, über Steine und Wurzeln fahren", beschreibt Felix Merten von der Herstellerfirma. "Damit kann man Vollturbo fahren", ergänzt er. 25 Kilometer pro Stunde sind mit Motor-Unterstützung drin. Wer noch schneller fahren will, muss kräftig in die Pedalen treten. Noch bis Sonntag (19.02.2017) zeigen etwa 250 Aussteller in Essen auf der größten Fahrradmesse in NRW Neuheiten für den Fahrrad-Frühling.

Trend 2: Lastenräder (mit Motor)
"Ganz klar ein neuer Trend sind Lastenfahrräder", erläutert Tina Bröcker, Sprecherin beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Düsseldorf. Sie eigneten sich gerade für Menschen, die in der Stadt leben und zum Beispiel einkaufen wollen, sagt sie: "Aber auch Logistikunternehmen überlegen, wie sie ihre Ware von A nach B bekommen – und erproben dabei in Modellprojekten Lastenräder." Der zusätzliche Motor erleichtere das Anstarten und helfe, Höhenunterschiede zu überwinden, erklärt Armin Benz (Foto) von der Herstelllerfirma. Ein Lastenrad kostet zwischen 2.500 und 3.500 Euro.

Trend 3: Pedelec-Boom geht weiter
"Der Boom der Pedelecs setzt sich weiter fort", sagt ADFC-Sprecherin Tina Bröcker. Verstärkt würden auch Fahrräder mit elektronischen Schaltungen gekauft, ergänzt sie. Generell sei der Motor mittlerweile bei allen Fahrradarten akzeptiert, sagt Felix Merten von der Herstellerfirma. Motoren seien längst nicht mehr nur ein Zubehör für Senioren. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 535.000 E-Bikes verkauft. Die Zahlen für 2016 werden erst am 7. März veröffentlicht. Der Zweirad-Industrieverband (ZIV) rechnet mit 560.000 verkauften Einheiten. Derzeit seien etwa 2,5 Millionen Pedelecs auf den Straßen unterwegs, so der ZIV.

Trend 4: Fatbikes – der SUV unter den Fahrrädern
In Australien, den USA und in Kanada gehörten Fatbikes, also Räder mit einem extrem breiten Reifenprofil, schon zum Straßenbild. "Jetzt ist Europa dran, die Zeit ist reif für Spaßräder", sagt Roman Chevelev von der Herstellerfirma. "Die Räder eignen sich für Schnee und Sand, nur nicht für Eisflächen", erläutert er. "Die Griffigkeit ist sehr gut." Für ADFC-Sprecherin Tina Bröcker seien Fatbikes ein Nischenprodukt: "Für den Alltag sind Ballonreifen mit maximal 60 Millimeter Breite ausreichend."

Trend 5: Räder im Retro-Design
"Es kommt alles wieder. Das ist bei Rädern nicht anders als bei Uhren", erläutert Fahrradhändler Otmar Tautges. Er beobachte eine ansteigende Nachfrage des Retro-Designs. "Der Trend kommt langsam, nicht mit Wucht", sagt der Essener. Vor allem Holland-Fahrräder seien beliebt: "Die sehen oft sehr einfach aus, aber auch in diesen Rädern steckt eine Menge Technik."

Trend 6: Falträder als vollwertige Räder
Klappräder haben den Ruf, nur für Kurzstrecken praktikabel zu sein. "Dabei sind sie – je nach Ausführung – ein vollwertiger Fahrrad-Ersatz", erläutert Fahrradhändler Tautges. Ein Vorteil: Falträder gehen in der Bahn als Gepäckstück durch. "Die Räder wiegen etwa 13 Kilogramm, mit Motor bringen die Klappräder 22 Kilo auf die Waage", sagt Fahrradexperte Marcel Hauße (Foto). Die Preisspanne liegt zwischen 550 und 4.000 Euro.

Trend 7: Aus Backpacking wird Bikepacking
Mit dem Rad um die Welt – auch das ist ADFC-Angaben zufolge aktuell ein großes Thema. Mit leichtem Gepäck geht es dabei auf einen Wochenend-Trip oder auf die ganz lange Tour. Damit das Fahrrad geländegängig bleibt, sollten Bikepacker möglichst wenig Gepäck mitnehmen. Bikepacking-Ausstattung gibt es für alle Fahrradarten.

Trend 8: Spezialräder für alle Bedürfnisse
"Liegeräder spielen eine eher untergeordnete Rolle im Alltagsradverkehr", sagt Tina Bröcker vom ADFC. Sie eigneten sich besonders für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. "Durch den tiefen Schwerpunkt lassen sich Liegeräder sehr einfach fahren, auch der Einstieg ist sehr einfach", erläutert Wolfgang Reineke, Spezialfahrrad-Händler aus Xanten.

Trend 9: Ruhrpott-Klingeln für den Lenker
"Die Ruhrgebiets-Motive haben die beliebten Eulen-Bilder abgelöst", erläutert Klingelhändlerin Olga Kremer. Der Trend gehe dahin, sein Fahrrad zu personalisieren. "Für jede Persönlichkeit gibt es eine passende Klingel", sagt Kremer. Motiv-Klingeln kosten zwischen zehn und 20 Euro.

Stand: 16.02.2017, 16:05 Uhr