Gehen Sie doch als Erdbeere!

Erdbeer-Kostüm

Gehen Sie doch als Erdbeere!

Haben Sie schon ein Kostüm für Karneval? Wir haben eine tolle Last-Minute-Lösung für Sie: Gehen Sie doch als Erdbeere! Das ist kreativ, günstig und ein echter Hingucker. Die Düsseldorfer Bloggerin Karin Moslener hat die Näh-Anleitung.  

Als Material für Karin Mosleners Erdbeerkostüm eignet sich am besten roter Jerseystoff.

Schritt für Schritt Nähanleitung

Haben Sie schon ein Kostüm für Karneval? Nicht? Wir haben eine tolle Last-Minute-Lösung für Sie: Gehen Sie doch als Erdbeere! Das ist kreativ, günstig und ein echter Hingucker. Die Düsseldorfer Bloggerin Karin Moslener hat die Näh-Anleitung.  

Erdbeer-Kostüm

Sie benötigen: roten Jersey (elastischer Stoff mit hohem Elastan-Anteil), grünen und gelben Filz, Stecknadeln, Schneiderkreide, passendes Nähgarn, Stoffschere oder Rollschneider, Maßband, einen Haarreifen, evtl. Sprühkleber/Textilkleber

Sie benötigen: roten Jersey (elastischer Stoff mit hohem Elastan-Anteil), grünen und gelben Filz, Stecknadeln, Schneiderkreide, passendes Nähgarn, Stoffschere oder Rollschneider, Maßband, einen Haarreifen, evtl. Sprühkleber/Textilkleber

Bevor Sie mit dem Zuschneiden beginnen, sollten Sie bestimmen, welche Länge das Kostüm haben soll. Dazu müssen Sie sich von der Schulter beginnend nach unten, in diesem Fall bis zum Knie, ausmessen. Für den Zuschnitt nehmen Sie nun einfach ein gut sitzendes T-Shirt und legen es zur Hälfte gefaltet auf die linke Seite. Ebenso mit dem Jersey verfahren. Das nennt man auch „in den Bruch legen“. Das Shirt gut feststecken. Mit der Schneiderkreide rundherum die Schnittlinie anzeichnen. Geben Sie dabei eine Nahtzugabe. Am Ausschnitt, am Ärmel, an der Schulter und am Saum sollten es zwei Zentimeter sein. An den Seiten ruhig etwas mehr dazugeben und es nach unten weit zulaufen lassen, damit das Kostüm nicht zu eng sitzt. Nach unten den Zuschnitt einfach bis auf die gewünschte Länge verlängern. Bei einer Körpergröße von 1,65 Meter ist das ungefähr ein Meter. Schon ist das Rückenteil zugeschnitten. Das Ganze noch einmal wiederholen, dabei aber einen etwas tieferen Halsausschnitt zuschneiden. So erhalten Sie das Vorderteil.

Im nächsten Schritt schneiden Sie aus dem gelben Filz kleine Tropfen aus. Diese werden die Tupfen auf der Erdbeere. Ruhig ein paar mehr ausschneiden - umso schöner sieht es anschließend aus. Nun die Tropfen mehr oder weniger gleichmäßig auf dem Kleid verteilen und entweder – wenn es schnell gehen soll – mit Sprühkleber oder Textilkleber aufkleben.

Oder mit Nadeln feststecken und mit dem kleinen Zickzackstich der Nähmaschine rundherum feststeppen.

Danach das Vorder- und das Rückenteil rechts auf rechts aufeinanderlegen – also die schöne Seite auf die schöne Seite – und mit Nadeln feststecken, damit Sie die Schulter- und Seitennähte steppen können. Das sollten Sie mit einer so genannten Overlocknaht nähen, damit die Naht elastisch bleibt.

Wer eine Nähmaschine ohne diese Stichart besitzt, kann auch ganz einfach den Zickzackstich verwenden. Dieser wird in den Einstellungen so geändert, dass die Stichlänge normal und die Stichbreite sehr schmal ist. So entsteht ein ganz schmaler Zickzackstich, der trotzdem noch elastisch ist und nicht reißt.

Mit dem gleichen Stich werden nun Hals-, Armausschnitt und Saum genäht. Einfach einschlagen und von rechts absteppen. Das Kleid wenden und bügeln.

Im letzten Schritt aus dem grünen Filz fünf Blätter, einen Stiel in Form eines „T“s und einen Kreis in gewünschter Größe ausschneiden. Die Blätter ruhig etwas ungleichmäßig schneiden, das sieht später natürlicher aus. Bei den Blättern an der geraden Seite eine Falte legen und mit Stecknadeln feststecken.

Den Stiel falten und wie in der Zeichnung zusammensteppen. Wenn der Filz sehr dünn ist, können Sie ihn, für einen besseren Stand, auch mit etwas Watte füllen.

Den auf diese Weise gefertigten Erdbeerstiel auf den Kreis stecken und rundherum aufnähen. Danach die gefalteten Blätter darüber stecken und auch feststeppen.

Fertig ist das Erdbeerhütchen! Sie können es nun mit Haarklammern befestigen oder auf einen Haarreifen kleben.

Jetzt nur noch das fertige Kostüm anziehen und sich freuen! Alaaf und Helau! Viel Spaß beim Nachnähen wünscht Karin Moslener

Gummimatte und Rollschneider

Um den Filz zuzuschneiden, sollten Sie einen Rollschneider verwenden, denn beim Zuschneiden mit einer Stoffschere können unschöne gezackte Ränder entstehen. Den Rollschneider mit Druck führen. Das Ergebnis ist dann ein sauberer, gerader Schnitt. Aber Vorsicht, der Rollschneider hat eine sehr scharfe Klinge! Eine Plastikkappe schützt die scharfe Klinge bei Nichtgebrauch. (Preis Rollschneider: ab sieben Euro.) Das Material der Schneidermatte wird nicht verletzt. Das Material der Gummimatte ist so fest, dass sich die Schnitte nicht durchdrücken. Auf einem Küchenholzbrett, sieht man die Risse der Klinge. (Preis Gummimatte: ab etwa 15 Euro.)

Stoffschere

Schere schneidet durch roten Stoff

Wählen Sie die richtige Stoffschere.

Eine große und schwere Schere ist beim Nähen unerlässlich. Bei ihr liegt die untere Schneidekante auch während des Schneidens flach auf der Arbeitsfläche, so dass der Stoff nicht angehoben wird. Diese Scheren dürfen ausschließlich Stoff schneiden und nicht zum Schneiden von Papier verwendet werden, sonst stumpft die Schere ab. Beim nächsten Stoffzuschnitt würde sie Fäden ziehen.

Bruch

In den Bruch legen heißt, dass man man die Schnittmusterteile auf einem doppelt liegenden Stoff fest steckt, um sie dann auszuschneiden. So erhält man alle Schnittmuster doppelt.

Zickzackstich

Bei dieser Stichart können Breite und Länge verstellt werden. Der Zickzackstich wird hauptsächlich zum Versäubern der Nahtzugaben eingesetzt. Ein schmal eingestellter Zickzackstich aber ist bei einer Stichlänge von rund zwei Millimetern leicht dehnbar und wird daher zum Nähen elastischer Stoffe wie Jersey benutzt. So vernähen Sie Jersey, wenn Sie keine Overlock-Nähmaschine besitzen.

Overlock-Nähmaschine

Eine Overlockmaschine ist das i-Tüpfelchen in der Hobbyschneiderei. Sie kann Stoff zusammennähen, versäubern und überflüssige Nahtzugaben gleichzeitig abschneiden. Das gibt ordentliche Nahtkanten.

Der Stoffmalstift...

...wird zum Verzieren von Textilien wie ein normaler Stift verwendet, muss aber nicht lange trocknen, die Farbe lässt sich durch Bügeln fixieren und ist dann waschbeständig.

Schneiderkreide

Stoffe markiert man - etwas für Saumzugaben - mit spezieller Kreide aus Ton. Sie ist leicht aufzutragen und nach dem Nähen genauso leicht auszubürsten oder auszuwaschen.

Tipp:

Sie können stumpfe Schneiderkreide mit einem Kartoffelschäler anspitzen.

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Stand: 09.02.2017, 06:00