Elektroautos im Pendlertest

Elektroautos im Pendlertest

Der WDR hat es ausprobiert: Acht Tage lang sind drei Pendler mit dem Elektroauto zur Arbeit gefahren - mitten im Winter. Im Test dabei sind der BMW i3, der Kia Soul EV und der Renault Zoe.

Renault von außen

Der Renault Zoe ist ein klassischer, wenn auch kleiner Viersitzer. Der Franzose gehört neben Nissan Leaf laut Zulassungszahlen von 2016 zu den beliebtesten E-Autos. Mit 275 Kilometer Reichweite war er der Sieger im Winter-Praxis-Test des WDR.

Der Renault Zoe ist ein klassischer, wenn auch kleiner Viersitzer. Der Franzose gehört neben Nissan Leaf laut Zulassungszahlen von 2016 zu den beliebtesten E-Autos. Mit 275 Kilometer Reichweite war er der Sieger im Winter-Praxis-Test des WDR.

Hellblaues Leuchten heißt: Alles richtig gemacht beim Laden. Der Strom läuft. Der Renault Zoe zapft Strom über einen Steckplatz, der in der Front unter dem Renault-Logo versteckt ist.

Der Renault Zoe bietet das sogenannte Notladen über den Hausstrom an. Das dauert aber bis zu 14 Stunden – länger als die übliche Nachtruhe. Für Berufspendler, die morgens mit vollem Akku losfahren wollen, also wenig geeignet.

Schicke Details wie dieses spacige Rücklicht lassen den Kleinwagen sehr modern aussehen.

Der BMW i3 gibt sich wie ein Benziner und versteckt seine Ladeanschlüsse hinter einer ganz normalen Klappe. Fürs Schnell-Laden benötigt man die komplette Doppelbuchse. Bei Normalstrom reicht der obere Steckplatz.

Das Navigationsgerät des BMW i3 hilft nicht nur bei der Suche nach Fahrtzielen. Unter dem Stichwort "Sonderziele" zeigt er Ladestationen in der Umgebung. Um zu erfahren, ob die Station besetzt oder frei ist, muss der Fahrer allerdings ins Internet.

Am Exterieur scheiden sich die Geister: Für eingefleischte BMW-Fans ist das kein BMW. Andere lieben den futuristischen Look des Carbon-Chassés.

Ordnung muss sein: Die Ladekabel für den Hausstromanschluss (das sogenannte Notladen) und den Standard-Anschluss an der Ladesäule versteckt der i3 hübsch verpackt in einer Fronttasche unter der Haube.

Viel Platz und große Türen – der Kia Soul EV zählt laut Kraftfahrtbundesamt zu den Mini-Bussen und wird gerne von Handwerkern und Familien benutzt. Hier sitzen auch Fahrer mit zwei Metern Körpergröße gut. Er fährt bis zu 150 Stundenkilometern schnell. Doch das senkt extrem die eher kleine Reichweite.

Denn der Kia hat den kleinsten Akku (27kWh) von den drei Pendlerautos. Bei Kälte erreichte der Soul EV in unserem Praxistest nur eine Reichweite von 125 Kilometer.

Dafür passt beim Kia Soul EV einiges in den Kofferraum hinein. Unter der Abdeckung liegen die beiden wichtigsten Ladekabel: Für den Hausstrom mit Trafo und das normale Ladekabel für Ladestationen.

Sicher nicht das schönste Auto der Welt: Aber sein schickes Interieur mit Soft-touch Oberflächen und stylischen Leuchtdioden beurteilte die Jury des Red Dot Design Awards 2015 anerkennend mit "prämierenswert".

Stand: 22.02.2017, 17:01 Uhr