Vernetztes Einkaufen im "Supermarkt der Zukunft"

Vernetztes Einkaufen im "Supermarkt der Zukunft"

Von Sabine Büttner

  • Einkauf läuft über Tablet oder Smartphone
  • QR-Codes informieren über Artikel
  • Irgendwann gibt es keine Kassen mehr

Wenn es ums Einkaufen geht, werden wir in Zukunft wohl noch weniger selbst erledigen müssen, weil vieles das Smartphone oder Tablet übernimmt. Ein Kölner Unternehmen, das Technik für Supermärkte entwickelt, hat am Dienstag (19.06.2017) eine Art "Supermarkt der Zukunft" vorgestellt, in dem man die neusten Ideen ausprobieren kann.

Der Kühlschrank wird gescannt

Schon zu Hause hilft ein computergesteuertes Programm dabei, Termine für das Abendessen auszumachen, diese mit der Partnerin abzustimmen und sich auf ein Rezept fürs Kochen zu einigen. Der Kühlschrank wird gescannt, fehlende Lebensmittel auf einer digitalen Einkaufsliste gespeichert. Außerdem zeigt das Programm an, welcher Supermarkt in der Nähe die gewünschten Artikel vorrätig hat.

Ein Kölner Unternehmen zeigt in einem nachgebauten Supermarkt digitale Innovationen

Viel Technik, viele Displays: In Zukunft soll man mit dem Tablet durch den Supermarkt laufen

Durch den Supermarkt läuft man dann nur noch mit dem Smartphone oder Tablet. Eine Innovation: Die Produkte haben QR-Codes, die man einscannt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Herkunft und Produktionsbedingungen der Artikel. Hier kann man lesen, welche Tomate beispielsweise zu einer besonders aromatischen Sorte gehört oder woher die Eier stammen, die man in der Hand hält. Allerdings: Die Produkte in seinen Einkaufswagen legen, das muss man noch selbst.

Ein Kölner Unternehmen zeigt in einem nachgebauten Supermarkt digitale Innovationen

Wenn es besonders schnell gehen soll: Alle Zutaten für ein Gericht sind abholbereit verpackt

Kassen hingegen werden irgendwann überflüssig sein. Wer den Supermarkt verlässt, zahlt seinen Einkauf automatisch per App. Einen noch besseren Service sollen Kunden auch bekommen, wenn ein Artikel ausverkauft ist. Hier kann man den QR-Code eincannen und sich den Artikel nach Hause liefern lassen - und das noch am selben Tag. Zu Hause soll es dann eine Art Paketbox geben, in die der Lieferdienst den Artikel hineinlegt. Damit das auch mit Milch und Co. klappt, gibt es diese neue Art der Briefkästen sogar klimatisiert.

Kassenloser Einkauf noch nicht greifbar

Wer beim Einkaufen möglichst wenig Zeit aufwenden will, kann auf speziell zusammengestellte Einkaufstüten zurück greifen. Sie enthalten alles, was man zur Zubereitung eines Gerichts braucht - ein Produkt, das es teils jetzt schon gibt. Andere Innovationen wie das kassenlose Einkaufen sind eher Zukunftsmusik. Dennoch: Die Kölner Entwickler glauben, dass es einige der Techniken in wenigen Jahren in vielen Supermärkten geben wird. Die neuen Ideen sollen das digitale Einkaufen und den Einkauf im Geschäft immer stärker miteinander vernetzen.

Stand: 19.09.2017, 14:00