Heimisches "Superfood"

Heimisches "Superfood"

Auf "Superfood" aus Übersee zu verzichten, ist gar nicht schwer. Es gibt auch hierzulande zahlreiche Samen, Beeren und Pflanzen mit vergleichbaren Eigenschaften.

Ein einzelner Rotkohl auf weißem Grund.

Nicht nur im teuren Pulver der Acaibeere, auch in unserem heimischen Rotkohl und in Blaubeeren finden sich Pflanzenfarbstoffe. Die nimmt der Körper in Form von sogenannten phenolischen Verbindungen auf. Sie regulieren nachweislich den Blutdruck und beugen Arteriosklerose vor.

Nicht nur im teuren Pulver der Acaibeere, auch in unserem heimischen Rotkohl und in Blaubeeren finden sich Pflanzenfarbstoffe. Die nimmt der Körper in Form von sogenannten phenolischen Verbindungen auf. Sie regulieren nachweislich den Blutdruck und beugen Arteriosklerose vor.

Leinsamen enthalten viele Antioxidantien und Ballaststoffe. Leinöl hat eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle. Es unterstützt damit viele Körperfunktionen - vom Herz-Kreislauf-System oder dem Muskelaufbau bis hin zum Gedächtnis. Leinsamen werden auch als ein natürliches Abführmittel bei Verstopfungen verwendet. Sie sind somit ein idealer Ersatz für teure Chiasamen.

Meerrettich wird bereits seit mehreren Jahrhunderten als Heilpflanze und zum Würzen von Speisen verwendet, nicht zuletzt dank seiner guten Haltbarkeit. Die längliche Wurzel mit dem scharf-würzigen Geschmack enthält sehr viel Vitamin C. Heute wird Meerrettich oft eingesetzt, um Abwehrkräfte zu stärken und vor Erkältungskrankheiten zu schützen. In rohem geriebenem Zustand kann er in Mund und Nase brennen. Früher wurde er auch gegessen, um das Erbrechen zu fördern.

Die vielen ungesättigten Fettsäuren in Sonnenblumkernen machen sie zu einem gesunden Lebensmittel. Sonnenblumenkerne enthalten zudem - wie viele Nüsse und Samen - viel Eiweiß und Aminosäuren. Sie wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und stärken sowohl Nerven- als auch Immunsystem.

Der Feldsalat gehört zur Familie der Baldriangewächse - und hat so viele Namen wie kein zweiter: In Schwaben heißt er Ackersalat, Rapunzelsalat bei den Sachsen, Vogerlsalat bei den Österreichern, Sonnenwirbelin in Baden und "Mäusöhrlich" in Franken. Genau so vielseitig ist er auch: Er unterstützt unter anderem das Immunsystem, wirkt verdauungsfördernd, beruhigt den Magen und hilft bei Stress.

Pastinaken sind würzig im Geschmack und können wie Sellerie auch als Salat zubereitet werden. Die vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln eignen sich zudem zur Verwendung in Suppen, Soßen, oder oder auch als Aufstriche. Sie enthalten viele Vitamine, Protein und Mineralstoffe.

Die Brennessel ist ein kleines Multitalent: Sie wirkt entzündungshemmend, regt den Stoffwechsel an und reinigt etwa auch Leber und Galle. Die jungen Brennnesseltriebe werden wegen ihres hohen Gehalts an Mineralstoffen, Vitamin A und C, oder auch wegen ihres hohen Eiweißgehaltes geschätzt. Die unangenehmen Nesselhaare lassen sich durch Kochen, eine kräftige Dusche oder auch durch Trocknen unschädlich machen.

Den Portulak kannte man - wie viele andere "Superfoods" - schon im Mittelalter. Heute erfreut sich die kleinblättrige Salatsorte wieder wachsender Beliebtheit und wird gelegentlich auch als Gewürz oder Gemüse verwendet. Die jungen Blätter des Portulak schmecken leicht säuerlich bis nussig, ältere dagegen bitter. Neben Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Kalzium enthält er relativ viel Vitamin C.

Stand: 19.07.2017, 13:43 Uhr