Weltklasse-Kreationen der Patisserie im Wettbewerb

Weltklasse-Kreationen der Patisserie im Wettbewerb

Von Ulla Scholz

Am Montag trat im Kölner Schokoladenmuseum der Patisserie-Nachwuchs der Jeunes Restaurateurs (JRE) an, um einen Wettbewerb um das beste Dessert auszutragen. Neben deutschen Vertretern waren auch Spitzenköche aus Österreich und den Niederlanden dabei.

Patisserie-Wettbewerb im Schokoladenmuseum

Birgit Stefanie Wieland und Alexander Gasselbauer aus Österreich haben mit ihrer Kreation "Lovely Soft, Green and Pink" den ersten Platz gemacht. Die Frische und Leichtigkeit der Komposition hat die Jury überzeugt.

Birgit Stefanie Wieland und Alexander Gasselbauer aus Österreich haben mit ihrer Kreation "Lovely Soft, Green and Pink" den ersten Platz gemacht. Die Frische und Leichtigkeit der Komposition hat die Jury überzeugt.

Rhabarber ist beim Wettbewerb 2017 der Star. Ob in hauchdünnen Steifen, als streichholzgroße Würfel, als Gel oder als Chips. Verschiedene Texturen sind gefragt und das Gemüse hat zurzeit Saison.

Auch wenn die Patisserie heutzutage mit High-Techgeräten ausgestattet ist, der gute alte Schneebesen ist und bleibt das wichtigste Arbeitsgerät.

Das Team aus den Niederlanden hat eine Spritzpistole im Gepäck. Hiermit wird in eisgekühlte halbrunde Formen eine farbige Zuckerlösung aufgetragen. Die wird später als filigranes Körbchen über eine Eiscreme gestülpt.

Hier würde manch einer gerne Tester sein. Dabei ist die Verkostung  richtig Arbeit. Sehen, riechen, schmecken. Ja, wirklich grandiose Desserts! Es ist nicht einfach für die Jury, den Köchen gerecht zu werden.

Ein zarter Schokoladenkamm wird zum Schluss an die Mousse-Rolle angelegt. Jetzt muss es schnell gehen, damit weder Eis noch Schokolade schmelzen und alle warmen Komponenten auch wirklich noch warm sind, bis der Teller vor den Testern steht.

Der Trend zu Kräutern, wie Kerbel und Sauerampfer oder Gemüse in der Dessertküche, hält nach wie vor an. Das Kölner Team zupft Basilikum, der sowohl getrocknet als auch frisch eine Schaummasse würzt.

Hinter der Glasscheibe wird konzentriert gearbeitet und davor schauen Schüler vom Berufskolleg und von der Konditorenmeisterklasse zu. Wer weiß, vielleicht werden sie auch einmal an so einem Wettbewerb teilnehmen?

Am leeren Teller von Bernd Siefert hätte man es schon am Vormittag erahnen können, dass das Team aus Österreich höchst preisverdächtig ist.

Sämtliche Küchenutensilien müssen mitgebracht werden. Auch alle Zutaten, die im heimischen Betrieb schon genau abgewogen wurden. Das spart Zeit, da die Teilnehmer innerhalb von zwei Stunden fertig sein müssen.

Während die Eismaschine läuft und kleine Küchlein im Ofen backen, werden Blutorangenfilets mit Zucker karamellisiert.

Stand: 04.04.2017, 10:01 Uhr