So bleibt Obst lange frisch

So bleibt Obst lange frisch

Wer nicht gerade einen großen Obstgarten hat, muss Äpfel, Pflaumen und Beeren oft teuer einkaufen. Umso ärgerlicher, wenn die Früchte innerhalb kürzester Zeit braune Stellen oder gar Schimmel aufweisen. So lagern Sie Ihr Obst richtig.

Ein Korb mit Obst

Eine große Schale randhoch mit buntem Obst gefüllt ist der Hingucker in jeder Küche. Allerdings ist das Stillleben auch die denkbar schlechteste Art der Lagerung. Zum einen fühlt sich nicht jede Frucht bei Zimmertemperatur wohl, zum anderen vertragen sich einige Arten untereinander überhaupt nicht.

Eine große Schale randhoch mit buntem Obst gefüllt ist der Hingucker in jeder Küche. Allerdings ist das Stillleben auch die denkbar schlechteste Art der Lagerung. Zum einen fühlt sich nicht jede Frucht bei Zimmertemperatur wohl, zum anderen vertragen sich einige Arten untereinander überhaupt nicht.

Deshalb sollten einige Früchte getrennt gelagert werden. Das sieht zwar weniger imposant aus, verlängert aber die Frische der Vitaminlieferanten. Nach der Ernte reifen Obstsorten wie Äpfel, Aprikosen und Pflaumen nach und sondern das Phytohormon Ethylen stärker ab als andere. Damit beschleunigen sie den Reifungsprozess anderer Früchte. Wer das vermeiden will, muss sie trennen.

Kirschen zählen zu den Obstarten, die nicht nachreifen, aber einen umsichtigen Umgang einfordern. Früchte mit Rissen und Quetschungen sollten aussortiert werden, ansonsten bildet sich schnell Schimmel. Der "Bundesverband der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse" rät, Kirschen längstens zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks zu lagern. Dabei den Stiel erst nach dem Waschen entfernen, damit das Aroma nicht ausgewaschen wird.

Auch Zwetschgen und Pflaumen sollten schnell verzehrt werden. Eingeschlagen in einem feuchten Tuch bleiben sie im Kühlschrank bis zu drei Tage frisch. Da sie auch viel Ethylen abgeben, sollten sie nicht in der Nähe von ethylen-empfindlichen Gemüse wie Brokkoli, Gurken oder Tomaten liegen.

Wer Erdbeeren nicht sofort essen kann, kann sie ungewaschen und abgedeckt ein bis zwei Tage im Kühlschrank lagern. Damit sie nicht wässerig werden, sollten die grünen Kelchblätter erst nach dem Waschen entfernt werden. Tipp: In der Gefriertruhe können sie bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

Besonders vorsichtig sollte man Himbeeren, Brombeeren und Co. behandeln. Sie sind sehr druckempfindlich und anfällig für Schimmel. Am besten unmittelbar nach dem Einkauf oder Pflücken zubereiten. Dabei die zarten Beeren nur unter einem schwachen Brausestrahl mit Wasser waschen.

Steinobst wie Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen und Mirabellen hält sich an einem kühlen Ort rund drei Tage. Im Kühlschrank bleiben die Früchte bis zu einer Woche frisch. Allerdings verlieren sie dort auch schnell an Aroma. Da Steinobst sehr druckempfindlich ist und braune Stellen entwickelt, sollte man die Früchte nicht aufeinander stapeln.

Auf keinen Fall in den Kühlschrank gehören Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Limetten. Trocken und luftig gelagert halten sie sich mindestens eine Woche bei Zimmertemperatur, Zitronen oder Grapefruits sogar länger. Aber: Unbehandelte Zitrusfrüchte verderben schneller.

Exotische Früchte wie Bananen, Mango, Kiwi und Ananas mögen ebenfalls keine Kälte. Sie lagern am besten bei Zimmertemperatur und halten sich dann rund eine Woche. Nur wenige Ausnahmen wie Feigen und Kiwi gehören in den Kühlschrank.

Angeschnittenes Obst gehört dagegen immer in den Kühlschrank. Dabei die Schnittfläche mit Frischhaltefolie bedecken und möglichst schnell die Reste aufbrauchen.

Stand: 20.06.2017, 12:00 Uhr