Paprika und Peperoni – ein mediterraner Genuss

Paprika und Peperoni – ein mediterraner Genuss

Von Ina Schütz

Sie bringen nicht nur eine bunte Farbenpracht, sondern vor allem intensive Geschmackserlebnisse auf den Teller. Ob süßlich mild oder feurig scharf - Paprika und Peperoni peppen einfach jedes Gericht auf.

Paprika - die bunte Vielfalt

Die Paprika kennen wir in Rot, Grün, Gelb und Orange.

  • Am beliebtesten ist die rote Paprika. Sie ist vollreif, enthält viele Vitamine und punktet mit ihrer süßen Note.
  • Etwas weniger beliebt ist die gelbe Paprika: Sie schmeckt im Vergleich zu der Roten etwas milder und nur leicht süßlich.
  • Die grünen Schoten weisen einen etwas herberen und bitteren Geschmack auf. Deshalb ist sie die unbeliebteste Paprikafarbe. Das Besondere an den grünen Paprika ist, dass sie noch gar nicht reif sind. Die Paprikaschoten reifen erst von Grün zu ihrer endgültigen Farbe, also zum Beispiel zu Gelb oder Rot.
  • Mittlerweile gibt es Neuzüchtungen in Braun, so wie die Paprikasorte "Sweet Chocolate". Sie schmeckt süß und würzig zugleich.

Die Gemüsepaprika gibt es nicht nur in ovaler, sondern auch in spitzer Form. Das Fruchtfleisch von Spitzpaprika ist etwas dünner und enthält weniger Wasser. Dadurch schmeckt sie auch etwas süßer und intensiver als die runde Gemüsepaprika.

Ob rund oder spitz, gesund sind sie alle: Sie beliefern unseren Körper mit vielen wertvollen Nährstoffen. Besonders hoch ist der Vitamin C-Gehalt der roten Paprika. Der ist sogar höher als bei Zitrusfrüchten. Deshalb reichen schon 25 Gramm rote Paprika um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Außerdem sind Paprikaschoten sehr kalorienarm. Bei der roten Paprika ist der Kaloriengehalt allerdings ein klein wenig höher als bei der grünen Paprika. 100 Gramm der roten Paprika liefern etwa 40 Kilokalorien, bei der Grünen sind es bei 100 Gramm nur rund 20 Kalorien.

Paprikaschale und Unverträglichkeiten

So gesund die Paprika auch sind, bei machen lösen sie unangenehme Magenbeschwerden aus. Der Grund: In der Schale stecken unverdauliche Ballaststoffe, die in unserem Körper nicht gespalten werden können. Daher lösen sie schnell ein Gefühl von Fülle im Magen aus. Verzichten muss man aber nicht, denn man kann die Paprikaschoten auch ganz einfach schälen:

Tipp: Die Paprika waschen und für 15 Minuten auf einem Backblech in den Ofen geben, bis sich die Haut dunkel färbt und Blasen wirft. Anschließend diese in einem Gefrierbeutel für einige Minuten schwitzen lassen. Danach kann die Haut ganz einfach abgezogen werden.

Peperoni und Chili - feurig scharfe Schoten

Peperoni, Chilis und Co. gehören zur Familie der Paprika. Sie sind feurig scharf. Ihre Schärfe wird durch den Stoff Capsaicin ausgelöst, der hauptsächlich in den Kernen steckt.

Wenn man Chilis isst, erregt der Scharfstoff Capsaicin die Nerven in der Mundschleimhaut. Die Schärfe ist keine Geschmacksart, wie salzig, süß, bitter oder sauer, sondern eine Schmerzreaktion.

Das Capsaicin hat aber auch einen positiven Effekt: Es führt dazu, dass Endorphine im Körper ausgeschüttet werden und die machen uns glücklich. Auch beim Abnehmen helfen die scharfen Schoten, denn sie unterstützen die Fettverbrennung und regen die Magenmotorik an. Zudem wirkt der Scharfstoff blutdrucksenkend.

Das Bild zeigt eine rote Chili-Schote

Die Schärfe in Peperonis und Chilis wird in Scoville gemessen.

Generell gilt: Je kleiner und röter die Schote, desto schärfer ist sie. Im Handel werden die scharfen Schoten auch getrocknet, gemahlen oder als Saucen angeboten. Wer scharfes Essen nicht gewohnt ist, sollte beim Verzehr aufpassen. Dabei hilft der Blick auf die Scoville-Einheit. Die Schärfe der Schoten lässt sich nämlich durch die Einheit Scoville messen. Sie gibt an, wie viel Milliliter Wasser man benötigt, um die Schärfe zu neutralisieren. Ein Beispiel: Um eine Jalapeño mit ca. 4500 Scoville zu neutralisieren, benötigt man rund 4,5 Liter Wasser.

Wer dann doch höllische Schmerzen empfindet, kann zu Milchprodukten wie Käse oder Joghurt greifen, denn Fett lindert die Schmerzen. Auch Milcheis ist zu empfehlen, denn das kühlt zusätzlich. Verzichten sollte man auf jeden Fall auf Wasser, denn das sorgt erst dafür, dass sich die Schärfe so richtig verteilt.

Bei der Zubereitung von Peperoni und Chilis sollte man unbedingt mit Handschuhen arbeiten! Wichtig: Niemals in die Augen reiben! Wer keine Handschuhe nutzt, sollte die Hände nach der Zubereitung mit Öl oder Zitrone einreiben und danach erst waschen. Wasser alleine reicht nicht, denn Capsaicin ist nicht wasserlöslich! Ein Tipp: Wer die Schärfe etwas vermindern möchte, sollte die Kerne entfernen.

Tipps für Einkauf und Lagerung:

  • Frisches Gemüse erkennt man an einer glatten, knackigen Haut. Es sollte keine braunen Stellen aufweisen oder schrumpelig aussehen.
  • Der Stiel sollte glatt und grün sein und fest sitzen.

Das Gemüse sollte kühl und dunkel gelagert werden. Im Keller oder Gemüsefach halten sie sich bis zu einer Woche.

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Stand: 26.09.2017, 10:54