Kirschen – Die Verführer im Sommer

Kirschen – Die Verführer im Sommer

Von Ina Schütz

Kirschzeit ist Sommerzeit. Deutsche Süßkirschen gibt es von Juni bis August. Direkt im Anschluss beginnt die Saison der Sauerkirschen. Die Sorten sind reich an Vitaminen und weisen die sekundären Pflanzenstoffe Anthocyane auf, die entzündungshemmend wirken und unser Immunsystem stärken.

Eingeweckte Kirschen

Zum Naschen greifen wir gerne zu Süßkirschen. Die Sauerkirschen kennen wir als Kompott oder in Einweckgläsern.

Eingeweckte Kirschen haben allerdings den echten Kirschgeschmack verloren und sind nicht mehr bissfest. Außerdem verlieren sie bei der Verarbeitung einen Großteil ihrer Vitamine und werden stark gezuckert, damit sie länger haltbar sind. Das heißt sie enthalten unnötig viele Kalorien. Viel besser ist es, die frischen Kirschen selbst einzufrieren.

Ist die Cocktailkirsche eine echte Kirsche?

So künstlich sie auch aussehen, bei den Cocktailkirschen handelt sich tatsächlich um echte Kirschen. Industriell werden sie in Schwefeldioxid eingelegt und so entfärbt. Anschließend werden sie gekocht, künstlich gefärbt und bleiben im warmen Wasser mit 40% Zuckerlösung für paar Tage liegen. So werden die Früchte haltbar gemacht und erhalten ihre künstliche Pracht.

Mit echten Kirschen haben sie allerdings nicht mehr viel zu tun, denn sie enthalten kaum Vitamine und sehr viel Zucker. In 100 g frischen Kirschen stecken gerade mal 10 g Zucker, in der Cocktailkirsche hingegen 40 g Zucker.

Tipps für den Einkauf:

  • Auf den Stiel achten: Er solle grün, glatt und fest verankert sein. Generell gilt: Je grüner der Stiel, desto frischer ist die Frucht!
  • Farbe und Haut: Die Haut der Kirschen sollte prall, glänzend und unbeschädigt sein

Tipps für die Lagerung:

  • Kirschen im Gemüsefach des Kühlschranks lagern: Dort halten sie sich bis zu drei Tage. Die Früchte vorher nicht waschen, da sie sonst schneller anfangen zu faulen.
  • Kirschen mit Stil lagern: Die Früchte sollten immer mit Stiel gelagert werden, denn sonst verlieren sie ihr Kirschblut und ihr Aroma.
  • Kirschen einfrieren: Dafür die Früchte entstielen und entsteinen. Auf einem Tablett 1-2 Stunden einfrieren, so kleben sie nicht aneinander. Anschließend die Früchte in Beutel verteilen, verschließen und einfrieren.
  • Mit Stil waschen: Vor dem Verzehr sollten die Kirschen unbedingt mit Stil gewaschen werden.
  • Kaltes Wasserbad: Kleine Würmer sind in Kirschen keine Seltenheit. Um ganz sicher zu gehen, sollte man die Früchte in ein kaltes Wasserbad geben. Die Würmer schlüpfen dann nach einer Weile von selbst raus.
  • Entkernen: Den Kern beim Essen auszuspucken, geht immer. Will man größere Mengen verarbeiten, macht ein Entkerner Sinn, damit geht es ganz leicht. Alternativ kann man auch eine leere Flasche verwenden. Die Frucht auf die Öffnung legen und mit einem Strohhalm den Kern heraus drücken.

Tipp: Wenn man die Kirsche für ein paar Minuten ins Gefrierfach legt, löst sich das Fleisch besser vom Stein ab.

Verursachen Kirschen Bauchschmerzen?

Kirschen und viel Wassertrinken vertragen sich nicht gut. Das liegt daran, dass in Kirschen sehr viel von dem löslichen Ballaststoff Pektin steckt. In Verbindung mit Wasser kann es zu Bauchschmerzen führen.

Ziegenkäsepäckchen mit Kirschen

Das Bild zeigt das fertige Gericht: Ziegenkäsepäckchen mit Kirschen.

Herzhaft und süß – passt das zusammen? Und wie! Wir empfehlen Ziegenkäsepäckchen mit Kirschen. | mehr

Stand: 25.07.2017, 16:00