Wie lässt sich Qualität bei Tiefkühl-Produkten im Supermarkt erkennen?

Wie lässt sich Qualität bei Tiefkühl-Produkten im Supermarkt erkennen?

Pizza, Fisch oder Aufbackware: Ist alles immer gleich gut und gleich frisch? Auch bei Tiefkühlkost lohnt sich immer der Blick auf die Verpackung.

Egal ob Iglo, Aldi, McCain, Dr. Oetker, Frosta oder Costa: Tiefkühlkosthersteller machen dreistellige Millionenumsätze - und das Jahr für Jahr. 2015 verzehrten die Deutschen im Schnitt rund 43,6 Kilogramm Tiefkühlprodukte pro Kopf und damit 1,4 Kilo mehr als noch im Vorjahr.

1956 begann die Erfolgsgeschichte der Tiefkühlkost im deutschen Lebensmittelhandel. Damals gab es Geflügel, Fisch, Obst und Gemüse in den Truhen. Heute kann der Verbraucher zwischen 17.000 verschiedenen Artikeln wählen und für fast 90% der Deutschen steht fest: TK-Produkte haben laut einer Studie des Deutschen Tiefkühlinstituts (Berlin) die Vorratshaltung einfacher gemacht und das Kochen erleichtert. Doch wie friert man eigentlich richtig ein?

Das Herkunftsland wird auf Fleischverpackungen angegeben.

Das Herkunftsland wird auf Fleischverpackungen angegeben.

Die Qualität wird unter anderem durch die Lagerdauer und die Lagertemperatur beeinflusst. Je länger die Lagerdauer, umso höher ist der Nährstoffverlust. Bei Temperaturen um -20°C gehen mehr Nährstoffe verloren, als bei Temperaturen um -30°C. Vorheriges Blanchieren und das richtige Auftauen verhindern einen erhöhten Nährstoffverlust.

Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich immer. Achten Sie auf:

  • wenige Zusatzstoffe
  • junge Ware
  • wenige Verarbeitungsschritte
  • unbeschädigte Verpackungen (sonst droht Gefrierbrand)
  • Ware nur aus Truhen entnehmen, die bis unter dem Füllstrich gefüllt sind. Nur dort wird optimal gekühlt, die Ware ist nicht angetaut.
Tiefkühlspinat wird in einer Fabrik weiterverarbeitet.

Tiefgekühlte Monoprodukte wie Gemüse oder Obst sind erntefrisch eingefroren.

Und: Je weniger verarbeitet ein Tiefkühlprodukt ist, desto besser fällt letztlich die Energiebilanz aus. Tiefgekühlte Monoprodukte wie Gemüse oder Obst sind erntefrisch eingefroren. Leider besteht hier aber keine Kennzeichnungspflicht für die Herkunft. So können zum Beispiel die Pilze aus Russland kommen, das Gemüse aus China.

Anders sieht es bei Fleisch aus: Seit April 2015 muss unverarbeitetes und vorverpacktes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch verpflichtend mit dem Aufzuchtsort und dem Schlachtort des Tieres gekennzeichnet werden (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Diese Kennzeichnungspflicht sollten Sie beim Kauf beachten.

Stand: 11.10.2016, 12:23