Tipps für die Grillrost-Reinigung

Grillrost mit gebräunten Würstchen

Tipps für die Grillrost-Reinigung

Von Philip Seitz

Die Reinigung des Grillrosts gehört wohl nicht zu den beliebtesten Aufgaben rund um das Grillen. Trotzdem ist es schon alleine aus gesundheitlichen Gründen ratsam den Rost vor oder nach jeder Benutzung des Grills zu reinigen.

Sonst verbrennen die alten Rückstände beim nächsten Einsatz mit und kommen mit dem neuen Grillgut in Berührung.

Rost ist nicht gleich Rost

Wichtig ist überhaupt zu wissen, aus welchem Material der Grillrost besteht. Gängige Roste sind aus Edelstahl, Gusseisen, oder aus verchromtem Stahl. Je nach Material müssen die Roste unterschiedlich gereinigt werden. Für alle drei gilt: Erst einmal sollte man den benutzten Grillrost freibrennen. Der Rost wird dazu auf den Grill gelegt und bei maximaler Hitze freigebrannt - falls vorhanden, mit geschlossenem Deckel. Dabei passiert das gleiche wie im Backofen mit Pyrolysefunktion. Die Verkrustungen zerfallen. Das kann bei starken Verschmutzungen bis zu einer halben Stunde dauern.

Tipps für die Grillrost-Reinigung

WDR 2 Servicezeit | 03.08.2017 | 02:07 Min.

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Gusseisener Rost

Der Rost aus Gusseisen will sorgsam gepflegt werden. Wichtig ist es, den Rost nach jedem Grillen direkt zu reinigen und zu pflegen. Nach dem Freibrennen sollte man mit einer Edelstahlbürste den Ruß entfernen. Besonders wichtig beim Gusseisenrost ist es, ihn nach dem Reinigen einzuölen oder zu einzufetten. Dazu braucht man hitzebeständige Öle oder Fette. Ohne diese Schutzschicht würde das Eisen rosten. Eine gute Wahl ist Kokosfett. Das wird nicht so schnell ranzig.

Edelstahlrost

Der Edelstahlrost ist der pflegeleichteste Rost, denn Edelstahl rostet nicht. Hier ist es auch egal, ob man den Rost direkt nach dem Grillen reinigt oder sich Zeit lässt und erst vor dem nächsten Grillabend damit beginnt. Nach dem Freibrennen kann der Edelstahlrost mit einer Edelstahlbürste gereinigt werden. Alternativ zur Bürste kann man ihn auch mit Wasser und Spülmittel einweichen und dann mit dem Schwamm abwaschen, bzw. in die Spülmaschine stellen.

Verchromte Stahlroste

Die Chromschicht ist anfällig für zu harte Bürsten. Daher sollte man nach dem Freibrennen entweder eine Messingbürste nehmen, die hat weichere Borsten als Edelstahlbürsten, oder aber mit Wasser, Spülmittel und Schwamm nacharbeiten. Auch bei diesen Rosten kann man sich mit der Reinigung bis zum nächsten Grillabend Zeit lassen. Generell wird die Oberfläche von verchromten Grillrosten schneller spröde und Fett- und Fleischrückstände haften leichter am Rost an.

Emaillierte Roste

Es gibt sowohl Gusseiserne, als auch Stahlroste mit einer Emaille-Schutzschicht. Diese soll verhindern, dass der Rost stark verkrustet oder rostet. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass man mit einer zu harten Bürste die Schutzschicht zerkratzt. Daher sollte auch hier eine Messingbürste verwendet werden oder Schwamm, Wasser und Spülmittel.

Tipp für die Varianten Edelstahl, verchromt und emaillierter Stahlrost

Wer vielleicht erst am nächsten Morgen seinen Grillrost reinigen will, kann den abgekühlten Rost einfach auf die Wiese im Garten legen. Die Feuchtigkeit weicht die Rückstände ein und verkürzt die Arbeit am nächsten Tag. Dann einfach mit Wasser, Spülmittel und Schwamm oder geeigneter Bürste putzen. Genauso kann der Grillrost zum Einweichen in nasses Zeitungspapier eingewickelt werden. Aber Vorsicht, mit Sicherheit rostfrei ist nach längerer Benutzung nur der Edelstahlrost.

Stand: 03.08.2017, 11:11