Gartengeheimnis Kürbis

Gartengeheimnis Kürbis

Von Anja Koenzen

Kürbis, die älteste Kulturpflanze der Welt, galt früher als Arme-Leute-Essen und wurde ans Vieh verfüttert. In den letzten Jahren erlebt der Kürbis jedoch eine wahre Renaissance in deutschen Küchen. Zurecht, findet Gartenexpertin Anja Koenzen.

Gesund und vielseitig

Der Kürbis ist eine erstaunliche Frucht: Er ist nicht nur reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern vor allen Dingen auch lange lagerfähig. Somit kann der Kürbis zunächst für herbstliche Dekorationen verwendet werden, bevor man ihn anschließend aufisst. Kürbis ist ein geschmacklicher Alleskönner, von süß bis herzhaft kann er eingesetzt werden, ob in Frischkäse, Kuchen, als Schmorgericht oder Marmelade. Ein kleinerer Kürbis kann in der Mikrowelle schneller zubereitet werden als eine Tiefkühl-Fertigpizza.

Kürbisse: Groß, rund, vielseitig

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde. Neue Züchtungen sind lecker und bekömmlich, außerdem ist Kürbis gesund. Und zur Deko eignen sich die dicken Früchte auch noch.

Kürbis auf dem Feld

Wussten Sie, dass Kürbisse eigentlich aus Mitttel- und Südamerika stammen? Erst mit der Entdeckung Amerikas kamen sie auch nach Europa. Kürbisse zählen zu den größten und schwersten Einzelfrüchten im Pflanzenreich. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Farben, sie wachsen in allen Schattierungen etwa in Gelb, Orange und Grün. Grob einteilen lassen sie sich in die Arten der Nutzung: Speisekürbissen eignen sich für die Zubereitung in der Küche, der Ölkürbis wird für die Gewinnung des dunklen Kürbiskernöls und der Kürbiskerne angebaut. Zierkürbisse dienen der Dekoration.

Wussten Sie, dass Kürbisse eigentlich aus Mitttel- und Südamerika stammen? Erst mit der Entdeckung Amerikas kamen sie auch nach Europa. Kürbisse zählen zu den größten und schwersten Einzelfrüchten im Pflanzenreich. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Farben, sie wachsen in allen Schattierungen etwa in Gelb, Orange und Grün. Grob einteilen lassen sie sich in die Arten der Nutzung: Speisekürbissen eignen sich für die Zubereitung in der Küche, der Ölkürbis wird für die Gewinnung des dunklen Kürbiskernöls und der Kürbiskerne angebaut. Zierkürbisse dienen der Dekoration.

Auch Zucchini sind Kürbisse, gehören aber zu den Sommerkürbissen. Insgesamt gibt es rund 850 Kürbisarten weltweit. Übrigens gehören Kürbisse zu den Beeren - weil ihre Kerne frei im Fruchtfleisch liegen.

Die meisten Menschen verbinden mit Kürbissen jedoch den beginnenden Herbst und die kältere Jahreszeit, dann ist Zeit für die Ernte der Winterkürbisse. Der Klassiker: Hokkaido-Kürbis. Schmeckt lecker zum Beispiel als Suppe und ist vergleichsweise leicht zu verarbeiten, weil man ihn nicht schälen muss.

"Surprise" heißt diese Sorte, die sich besonders gut für die Mikrowelle eignet.

Passend zum Namen "Spaghetti" passt dieser Kürbis gut zu Pasta: Auch das Fruchtfleisch erinnern an Spaghetti.

Schmeckt mild und nussig: Der Butternut-Kürbis, den man auch nicht schälen muss.

Öl und Kürbiskerne werden aus dem Ölkürbis gewonnen.

Gerne genommen für die Herbststimmung zuhause: Zierkürbisse - vor dem Haus, in der Schale, auf dem Fensterbrett. Aber Achtung: Zierkürbisse kann man nicht essen, ihr Fleisch schmeckt bitter und kann giftig sein. Dafür sorgt der Bitterstoff Cucurbitacin.

Fensterbank kann jeder. Wie wäre es etwas ausgefallener, als riesige Skulptur? Passt dann aber nicht mehr in jeden Vorgarten.

Wenn es dann so richtig herbstlich werden darf: Ran an die Schnitzmesser! Ist zwar irgendwie die Krönung der Kürbis-Deko - allerdings verwendet man in der Regel keine Deko-Kürbisse für die Gruselgesichter-Laternen. Denn die sind meist zu klein und die Schale zu hart und uneben. Besser einen großen Speisekürbis verwenden. Aus dem Inneren lässt sich dann noch eine leckere Suppe zubereiten.

Kürbisse sind nicht nur vielseitig, sondern auch gesund. Sie haben wenig Kalorien, enthalten aber so genannte sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta-Carotin, das gegen Herz- und Gefäßkrankheiten schützt und für schöne Haut sorgt. Die Kieselsäure in Kürbissen stärkt Haut, Nägel und Bindegewebe. Der Genuss von Kürbis wirkt entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd. Praktisch: Kürbisse lassen sich gut lagern. An einem dunklen, kühlen, möglichst trockenen Ort halten sie mehrere Monate.

Anbau

Kürbisse können Giganten werden und dafür brauchen sie einen besonders nährstoffreichen Boden. Kürbisse sind sogenannte Starkzehrer: Sie benötigen relativ viel Stickstoff und vor allem Kalium, Phosphor und andere Mineralstoffe. Wenn Sie das Beet gut mit Kompost angereichert haben, sind die Pflanzen damit ausreichend versorgt.

Kürbisse können ein kräftiges Wurzelwerk ausbilden. Auf humusreichen, gut wasserspeichernden Böden kommen sie deshalb auch mit wenig Niederschlag zurecht. Staunässe vertragen die Pflanzen schlecht. Auf trockenen, sandigen Böden muss in niederschlagsarmen Zeiten selbstverständlich gegossen werden.

Kürbisse wachsen schnell: Bis zu 14 Zentimeter schafft eine Ranke an nur einem Tag – auch in die Höhe. Mit seinen Ranken hält sich der Kürbis überall fest und kann so zum perfekten Sichtschutz werden. Ab Mitte Juli ist er mit seinen gelb-orangenen Blüten ausgesprochen dekorativ. Wer seinen Kürbis vertikal wachsen lassen möchte, sollte allerdings Sorten mit kleineren Früchten wählen.

Das Bild zeigt eine Kürbisranke.

Kürbisranken wachsen extrem schnell und halten sich überall fest. Daher sind Kürbispflanzen auch ein perfekter Sichtschutz.

Für alle Gärtner mit wenig Platz gibt es viele gängige Sorten auch als buschförmige Züchtungen. Die bleiben deutlich kleiner und reifen auch auf dem Balkon.

Kürbis ernten

Die Reifezeit der Kürbisse liegt zwischen sieben und 18 Wochen. Am frühesten erntefähig sind Sommerkürbisse; bereits nach 50 Tagen können sie verarbeitet werden, denn sie werden unreif geerntet, wenn die Schale noch nicht so fest ist. Zu den Sommerkürbissen gehören „Rondini", „Lemon Squash" und die in Frankreich so beliebten „Patisson"-Sorten. Zucchini sind übrigens auch Sommerkürbisse.

Zu den Winterkürbissen zählen der bekannte „Hokkaido", „Butternut", „Tesukabuto", „Muskat" und viele andere Sorten. Gut 100 Tage braucht ein Muskatkürbis von der Aussaat bis zur Ernte. Wenn nicht genug Sonne da ist, bleibt er grün, kann aber noch nachreifen und schön orange werden. Muskatkürbisse gibt es in unterschiedlichen Größen, sie können zwischen drei und 100 Kilo schwer werden. Geschmacklich ist der „Tetsukabuto" ein echter japanischer Geheimtipp: Er lässt sich bis zu ein Jahr lang lagern und hat eine tolle dunkelgrüne Außenfarbe mit gelbem Fruchtfleisch, das ganz leicht nach Maronen schmeckt.

Das Bild zeigt Anaja Konzen, die auf einen Kürbisfeld sitzt und einen großen, orangen Kürbis in der Hand hält.

Spätestens wenn das Laub abstirbt, ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen.

Die Erntezeit der Winterkürbisse beginnt meist Ende August und zieht sich bis in den November hinein. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Pflanzzeitpunkt sowie der Witterung ab. Spätestens wenn das Laub abstirbt, ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen. Dabei mit einem scharfen Messer den Kürbisstiel so abtrennen, dass er möglichst lang bleibt. Auch wenn der Stiel dazu verführt, den Kürbis an ihm hochzuheben, sollte man dies besser lassen. Dadurch können Mikro-Risse in der Frucht entstehen, die ihre Lagerfähigkeit reduzieren. Besser man hebt den Kürbis mit beiden Händen hoch und behandelt ihn mit Vorsicht.

Kürbis lagern

Richtig geerntet lassen sich Winterkürbisse monatelang lagern. Und da gibt es noch einen Trick: Frisch geerntet sollten sie noch zwei Wochen bei Zimmertemperatur nachreifen. Wenn dann die Schale richtig ausgehärtet ist, kann man die Kürbisse für den Winter einlagern.

Das Bild zeigt einen "Schuppen" in dem zahlreiche Kürbisse gelaert werden.

Richtig geerntet lassen sich Winterkürbisse monatelang lagern.

Am besten lagern Sie die Früchte kühl und trocken, in einem gut belüfteten Raum – also beispielsweise im Keller oder einem kühlen Nebenraum.

Stand: 06.09.2017, 18:15