Was tun gegen Fruchtfliegen?

Obstschale mit einem Netz abgedeckt

Was tun gegen Fruchtfliegen?

Von Anne Debus

Im Sommer und Herbst hat man sie oft plötzlich massenhaft in der Küche – Fruchtfliegen, angelockt durch den süßlichen Geruch von überreifem Obst. Gegen diese Invasion helfen nur konsequentes Aufräumen und Fruchtfliegenfallen.

Klein, aber fruchtbar

Fruchtfliegen, auch Obst- oder Taufliegen genannt, werden nur 2 - 4 Millimeter groß. Sie ernähren sich am liebsten von überreifem oder beschädigtem Obst. In diese weichen Stellen der Früchte legen sie auch ihre Eier, und dann droht eine Invasion: Eine Fruchtfliege kann in einem Mal bis zu 400 Eier legen. Ist es warm genug und ausreichend Nahrung vorhanden, entsteht daraus schon in zehn Tagen die nächste geschlechtsreife Fliegengeneration.

So kommen sie ins Haus

Die meisten Fruchtfliegen gelangen einfach durch offene Fenster und Türen ins Haus, angelockt entweder vom Licht oder von den Düften aus der Küche. In überreifem Obst, der Lieblingsspeise von Fruchtfliegen, läuft ein Vergärungsprozess ab. Dabei entstehen bestimmte Duftstoffe, die die Tiere schon von weitem riechen können. Ähnliche Gerüche verströmen auch Obstsäfte, alkoholische Getränke, Essig und ganz generell süße Speisen. Oft holt man sich Fruchtfliegen aber bereits mit dem Einkauf in die Wohnung, denn auch auf der Schale von frischem Obst können die Fliegen schon Eier abgelegt haben.

Am besten vorbeugen

Wer keine Fruchtfliegen im Haus haben will, sollte möglichst nichts herum stehen lassen, was die Tiere anlockt und zur Brutstätte werden kann. Angefaultes Obst und Speisereste also am besten sofort wegwerfen und keine Obstsaft- oder Alkoholreste in Gläsern oder Flaschen offen stehen lassen. Auch den Mülleimer sollte man im Sommer häufiger ausleeren. Obst, das man gerade gekauft oder draußen geerntet hat, am besten gründlich abwaschen, um so eventuelle Fliegeneier zu entfernen. Wer ganz sicher gehen will, lagert seine Früchte im Kühlschrank. Dort können sich Fliegeneier nicht weiter entwickeln, weil es zu kalt ist. Und auch der verlockende Duft der Früchte ist so unter Verschluss. Obst, das nicht im Kühlschrank lagert, kann man mit einer Netzhaube gegen Fliegen schützen.

Die Plagegeister einfangen

Um schon vorhandene Fruchtfliegen loszuwerden, gibt es verschiedene Methoden:

  • Fallen aus dem Handel: Bei Klebefallen bleiben die Fliegen auf einem Fliegenfänger kleben. Die verbreitetere Methode sind Gefäße mit einer Lockflüssigkeit, in der die Fliegen  ertrinken. Wer den Tierchen den Todeskampf ersparen will, kann auch eine Lebendfalle wählen: Ein Gefäß, das mit einem Stück Obst als Köder bestückt wird. Durch einen Fangtrichter mit nur einer kleinen Öffnung gelangen die Tiere zwar hinein, finden aber nicht wieder hinaus. Man kann sie dann draußen freilassen.
  • Fallen Marke Eigenbau: Einfach einen Teller oder eine kleine Schüssel mit einer entsprechenden Flüssigkeit füllen. Für die Lockflüssigkeit kursieren viele Rezepte: Zum Beispiel eine Mischung aus Obstsaft und Obstessig, oder Obstsaft und Alkohol. Unser Experte aus der Sendung empfiehlt einfach etwas Bier zum Anlocken. Wichtig: Zu der Flüssigkeit auf jeden Fall ein paar Tropfen Spülmittel geben. Das hebt die Oberflächenspannung auf, so dass die Fliegen untergehen und ertrinken.

Unappetitlich, aber ungefährlich

So lästig Fruchtfliegen werden können, eine Gefahr geht nicht von ihnen aus. Vermutlich hat jeder von uns mit Kirschen, Trauben oder Pfirsichen schon einmal unwissentlich ihre Eier oder Larven verspeist. Die Vorstellung ist zwar unappetitlich, gefährlich ist das aber nicht - Fruchtfliegen übertragen keine Krankheiten.

WDR 2 Servicezeit | 07.08.2017 | 03:25 Min.

Im Sommer und Herbst hat man sie oft plötzlich massenhaft in der Küche – Fruchtfliegen, angelockt durch den süßlichen Geruch von überreifem Obst. Gegen diese Invasion helfen nur konsequentes Aufräumen und Fruchtfliegenfallen. Moderation: Anne Debus.

Stand: 07.08.2017, 11:10

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