Fette Festtage - So vermeiden Sie den weihnachtlichen "Süß-Koller"

Ein Weihnachtsmann greift nach einem Lebkuchenherz

Fette Festtage - So vermeiden Sie den weihnachtlichen "Süß-Koller"

Von Anja Tanas, Carsten Voßkühler

Plätzchen, Marzipan, Schokolade - an Weihnachten wird besonders gerne und viel genascht. Wenn es zu viel wird, droht der "Süßigkeiten-Koller". Wir geben Tipps, damit es gar nicht erst soweit kommt.

Tipps, um den weihnachtlichen "Süß-Koller" zu vermeiden

  • Viel Zucker nimmt man auch mit gesüßten Getränken und Säften auf. Wenn man an Weihnachten ohnehin schon viel Plätzchen und Pralinen isst, dann kann man bei den anderen Produkten ja etwas kürzer treten und beispielsweise nur Wasser trinken. 
  • Nicht Deftiges und Süßes schnell hintereinander essen! Dann kommt der Appetit auf Süßes immer wieder und man greift wieder zu.
  • Bei Süßem, Kuchen und Desserts ist die Faustregel "fdH" (friss die Hälfte) durchaus zu empfehlen!
  • Nicht nur die süßen Knuspersachen essen, genauso weihnachtlich und gemütlich ist es, zu Mandarinen, Orangen, Äpfeln und Nüssen zu greifen.
  • Wenn man Plätzchen & Co. isst, dann sollte man es in Ruhe und mit Genuss tun, nicht auf die Schnelle zwischendurch. In der Regel ist es so, dass man dann automatisch weniger isst, da man jedes Stück ganz bewusst wahrnimmt und auf der Zunge zergehen lässt. Dann ist man auch schneller satt davon.
  • Nur zu bestimmten Zeiten bei dem Süßkram zuschlagen – z. B. nach dem Mittagessen oder zum Kaffee am Nachmittag. Dann grenzt man die gegessenen Keks- und Trüffel-Mengen automatisch ein.
  • Man kann auch gesund Naschen, in dem man beispielsweise Kekse aus Vollkornmehl backt. Es sind dann zwar immer noch süße Teilchen, aber man spricht von einer höheren Nährstoff-Dichte – sprich, solche vollwertigen Kekse enthalten mehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe als die Varianten mit Auszugsmehl. Bei den klassischen Rezepten kann man auch etwas weniger Zucker verwenden.
  • Honig, Rohzucker, Trockenfrüchte oder Fruchtdicksäfte bieten ernährungsphysiologisch leichte Vorteile zum Haushaltszucker. Sie enthalten zum Teil wertvolle Mineralstoffe oder Enzyme (Honig).
  • Um Völlegefühl und Bauchschmerzen nach dem Essen von vielen Süßigkeiten zu verhindern, sollte man darauf achten, dass man Süßes ohne hohen Fettgehalt bevorzugt. Marzipan und Schokolade liegen besonders lang im Magen.

Ist der "Süß-Koller" gefährlich?

Es ist normal, dass der Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten leicht ansteigt. Normalerweise wird er durch das Zusammenwirken der Hormone Insulin (blutzuckersenkend) und Glukagon (blutzuckersteigernd) relativ konstant gehalten. Steigt der Blutzuckerspiegel aber über den Normalbereich von 80 bis 120 mg/dl an, spricht man von Überzuckerung. Ein leicht erhöhter Blutzucker verursacht bei Gesunden aber kaum Beschwerden, es kommt höchstens zu einem vermehrten Durstempfinden und Abgeschlagenheit.

Der Süß-Koller, den viele nach Weihnachten empfinden, ist also nicht gesundheitsgefährdend. Es handelt sich eher um eine psychische Angelegenheit. Vor allem das schlechte Gewissen macht vielen zu schaffen. Das sollte man sich erleichtern, in dem man ganz klar mit sich abmacht, dass nach Weihnachten der Konsum von Süßem wieder gedrosselt wird. Und während der Festtage gönnt man es sich einfach, mal so richtig entspannt zu genießen.