Smartphones für Senioren – darauf sollten Sie achten

Smartphones für Senioren – darauf sollten Sie achten

Von Nicolas Parman

Mal schnell einen Urlaubs-Schnappschuss an die Lieben daheim schicken oder per Kurznachricht Bescheid geben, dass es einem gut geht. Kein Problem, dank Smartphones. Doch wie finden Sie das passende Gerät? Dazu drei Fragen an Jürgen Buchert. Er gibt regelmäßig Seminare zum Smartphone-Kauf.

Was ist das Problem, das viele Ältere mit den neuesten Smartphones haben?

Buchert: Ich frage die Teilnehmer in meinen Kursen zunächst, was sie denn eigentlich so im Alltag mit den Geräten vorhaben. Oft kommt dann: Telefonieren, ab und zu eine SMS schreiben. Da würde dann sogar ein Handy reichen. Aber selbst für Skype, Whatsapp & Co braucht man keine teuren Spitzen-Smartphones. Die braucht man eher zum Vorzeigen, so wie bei einem Ferrari auf der Kö.

Welche Geräte empfehlen Sie denn dann stattdessen?

Buchert: Ein gutes Mittelklassegerät sollte es schon sein. Die gibt es für 200 bis 300 Euro. Gerade für viele Apps braucht man ausreichend Speicher, 8 GB Speicher sollten es daher schon sein. Wichtig ist auch: Wie groß sind die Finger im Verhältnis zur Tastatur? Mit einem zu kleinen Gerät hat man da keine Freude. Aber auch zu große Geräte bleiben liegen, da sie zu unhandlich sind.

Jetzt gibt es auf dem Markt auch spezielle Senioren-Smartphones. Wie denken Sie darüber?

Buchert: Von den sogenannten Senioren-Smartphones rate ich persönlich ab. Diese sind zwar genauso teuer wie die Mittelklassegeräte, aber in der Leistung oft deutlich abgespeckter. Eher rate ich dazu, ein normales Smartphone zu kaufen und dann den sogenannten einfachen Modus zu aktivieren. Da sind die Symbole größer, es ist leichter zu bedienen, nur ein paar Funktionen fehlen. Und wenn der Wunsch kommt, doch mehr zu nutzen, muss man nur umschalten in den normalen Modus.

Stand: 20.09.2017, 14:00