PC Tuning – Lahme Rechner flott machen

PC Tuning – Lahme Rechner flott machen

Von Peter Kuttler

Meistens nervt es, wenn die Sanduhr bei Windows wieder nicht verschwinden will und das Öffnen eines Programms oder einer Webseite dauert und dauert. Auch bei einem neuen PC kann es schnell passieren, dass er langsamer wird, wenn man nichts dagegen unternimmt. 

Kuttler Digital: Lahme Rechner flott machen

WDR 4 Kuttler digital | 04.10.2017 | 02:29 Min.

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Programme machen Festplatte langsam


Die Programme bei Windows legen beim Beenden einzelne Programmteile nicht immer an derselben Stelle der Festplatte ab, sondern teilweise verstreut an verschiedensten Plätzen des Datenträgers. Wird das jeweilige Programm wieder geöffnet, werden dessen Fragmente gesammelt und das verzögert den Programmstart. Es funktioniert alles noch, aber eben langsamer. Man kann das mit dem Bild eines Sonntagsanzugs verdeutlichen, den man im Kleiderschrank verstauen will. Platziert man Hemd, Krawatte, Hose, Jackett am gleichen Platz, ist der Anzug im Bedarfsfall schnell komplett parat. Hängt man die Einzelteile jedoch wahllos im Schrank auf, muss man erstmal alles zusammen suchen. Ähnlich ist es bei den einzelnen Programmteilen auf dem PC.

Windows* verfügt über ein Tool, das verstreute Programmteile zusammensucht und die Fragmentierung der Festplatte korrigiert.

  1. Um dieses Tool aufzurufen, muss man im Datei-Explorer mit der Maus auf das gewünschte Laufwerk (bzw. Festplatte) gehen, die rechte Maustaste klicken und im erscheinenden Auswahlmenü "Eigenschaften" auswählen.
  2. Danach die Karteikarte "Tools" anklicken und im nächsten Fenster auf "Optimieren" klicken. Die Defragmentierung startet automatisch.

HINWEIS
Je nach Größe des Datenträgers und Fragmentierungsgrad kann der Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen.

TIPP
Die Defragmentierung über Nacht laufen lassen.

Tempoverlust durch Datenmüll

Viele Programme, vor allem die Internetprogramme (Browser), speichern im Hintergrund "unsichtbare" Daten auf die Festplatte. Dadurch müssen beim Aufrufen von Webseiten nicht jedes Mal Bilddaten oder Videos neu geladen werden. Die Webseiten werden schneller und es werden weniger Daten aus dem Netz gezogen. Allerdings wird gleichzeitig zunehmend Platz auf der Festplatte belegt. So können mehrere Gigabyte an im Hintergrund gespeicherten Daten zusammenkommen, die irgendwann nicht mehr gebraucht werden.

Um den daraus resultierenden Geschwindigkeitsverlust des Rechners zu verhindern, gibt es bei Windows* ebenfalls ein passendes Tool.

  1. Wieder im Datei-Explorer mit der Maus auf das gewünschte Laufwerk (bzw. Festplatte) gehen, die rechte Maustaste klicken und im Auswahlmenü "Eigenschaften" auswählen.
  2. Dort die Karteikarte "Allgemein" anklicken und anschließend auf die Schaltfläche "Bereinigen" klicken.
  3. Im nächsten erscheinenden Fenster "Datenträgerbereinigung" kann man die zu bereinigenden Elemente auswählen.

TIPP
Meistens kann man die voreingestellte Auswahl übernehmen.

Nach der Bereinigung, die gegebenenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen kann, verfügt der Rechner wieder über mehr Speicherplatz und läuft schneller.

Voller Arbeitsspeicher bremst PC aus

Wird ein Programm neu installiert, dann trägt sich dieses Programm in den Autostart von Windows* ein. Anders ausgedrückt: Es sorgt dafür, dass es komplett oder teilweise bei jedem Start von Windows im Hintergrund mit geladen wird. Bei vielen Programmen ist das nicht nötig. Bei gelegentlichem Gebrauch hat es keinen Sinn, das Programm mit dem PC automatisch zu starten und damit unnötig Platz im Arbeitsspeicher zu belegen, der dann für andere Anwendungen und Systemprozesse nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

  1. Um eine Auswahl zu treffen, welche Programme automatisch und welche nur im Bedarfsfall (durch einen Mausklick auf das entsprechende Icon) gestartet werden sollen, wird der Windows Taskmanager aufgerufen (Tastenkombination  "Ctrl-Alt-Del").
  2. Im folgenden Fenster auf "Task-Manager" klicken, in dem die Hintergrundprozesse aufgezeigt werden.
  3. Reiter "Autostart" auswählen und dort alle Programme wegklicken, die man nicht von Anfang an benötigt. Die Programme funktionieren dann wie gewohnt, starten aber nur auf Anforderung und nicht mehr automatisch.

*Hinweis
Die Angaben im Text bezüglich Auswahlmenüs und Tastenkombinationen können, je nach Windows-Version, variieren. Hier beziehen sich alle Angaben auf Windows 8.1

Stand: 04.10.2017, 00:00