Der Weg zum günstigen Mobilfunkvertrag

Der Weg zum günstigen Mobilfunkvertrag

Von Jens Gerke

Günstig das neueste Top-Smartphone für den symbolischen 1 Euro zum neuen 24-Monate-Mobilfunkvertrag bekommen, klingt toll. Ist es aber in 15 von 18 Fällen in unserer Stichprobe nicht gewesen: Kauft man das gewünschte Handy im Onlineshop und schließt separat einen Tarif ab, kann man bis zu 40 Prozent sparen. Das macht je nach Mobiltelefon und Anbieter in zwei Jahren bis zu 600 Euro Ersparnis.

Das beste Smartphone

Um das günstigste Smartphone und den preiswertesten Tarif zu finden, hilft das Internet. Das Wunsch-Gerät sollte man über die einschlägigen Preissuchmaschinen raussuchen. Hier gilt: je mehr desto besser. Je mehr Suchmaschinen man nutzt, desto mehr Angebote und Shops werden abgedeckt. Angebote, die deutlich unter denen der Mitbewerber liegen, sollten vor dem Kauf genau geprüft werden. Nicht, dass sich dahinter eine Falle verbirgt. Die Bezahlform der Überweisung sollte man nur bei bekannten und vertrauten Online-Shops wählen.

1 € Vertags-Angebot

Das neueste Top-Smartphone für den symbolischen 1 Euro zum neuen 24-Monate-Mobilfunkvertrag ist meist nicht die günstigste Lösung.

Der passende Tarif

Dann kann die Jagd nach dem günstigsten Tarif mithilfe von Tarifrechnern auf Tarifvergleichsseiten beginnen. Die Vergleichsseiten bieten meist eine komfortable Auswahl an: Anzahl der Telefonminuten, SMS und vor allem das Datenvolumen. Dazu bieten die meisten Anbieter auch eine selektive Suche nach Netzen an. Auf diese Weise kann man Tarife aus seinem Wunschnetz(en) finden. Doch Vorsicht: In manch einem Angebot sind Sonder- oder Wechselboni eingerechnet, die man unter Umständen gar nicht bekommt. Je mehr Tarifvergleichsseiten man zu Rate zieht, desto besser ist das Ergebnis. Auf eine einzige Seite sollte man sich nicht verlassen.

Drittanbieter oft günstiger

Die sogenannten Drittanbieter sind oft wesentlich günstiger, als die Netzbetreiber selber. Nachteile: Die meisten bieten kein Filialnetz an, die Kunden- und Supporthotline ist meist kostenpflichtig und der Vertrag wird meist online geschlossen. Wer dies nicht als Problem empfindet, der sollte sich diese Angebote genauer anschauen.

Stichprobe

Wir sind in insgesamt 9 Mobilfunkläden der drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 gegangen. Dort haben wir uns Angebote für jeweils zwei Smartphone-Modelle geben lassen (iPhone 6S, Samsung A5). Die Gesamtkosten für den 24-monatigen Laufzeitvertrag haben wir addiert, inklusive der einmaligen Kosten für die Bereitstellung oder Zuzahlung zum Smartphone. Bei O2 bekommt man meist Tarif und Handy in getrennten Angeboten.

Tarifvergleich bei Handyverträgen

In insgesamt 9 Mobilfunkläden haben wir die Angebote verglichen.

Dann haben wir auf vier Preissuchmaschinen den günstigsten Preis für das angebotene Gerät rausgesucht. Aus den vier Angeboten haben wir den Mittelwert errechnet, um einen durchschnittlichen Preis abbilden zu können.

Beim Tarif haben wir netzspezifisch auf vier Vergleichsseiten gesucht. Wir haben den günstigsten Tarif genommen, der mindestens der Leistung des Angebots aus dem Mobilfunkladen entsprach. Dann haben wir die Gesamtkosten für zwei Jahre zusammengerechnet, inklusive möglicher einmaliger Gebühren.

Die Kosten für das Gerät und den Tarif haben wir addiert und mit den Angeboten aus dem Mobilfunkladen verglichen.

Ergebnis

In 15 Fällen waren die Angebote aus dem Mobilfunkladen teurer. In einem Fall nahezu gleich und in zwei Fällen waren die Angebote aus dem Mobilfunkladen etwas günstiger.

Stand: 01.03.2016, 14:52