Verrückt nach Spielen - Erster Besuchertag der Gamescom

Verrückt nach Spielen - Erster Besuchertag der Gamescom

Von Philipp Brandstädter

Die Gamescom zieht auch in diesem Jahr wieder Computerspieler aus aller Welt nach NRW: Über 300.000 Besucher werden erwartet. Eindrücke vom ersten Publikumstag.

Besucher der Gamescom

Der Andrang ist groß - immerhin ist es der erste Tag, an dem die Gamescom für alle Besucher geöffnet ist. Schon vor 8 Uhr am Mittwochmorgen (23.08.2017) bilden sich lange Schlangen.

Der Andrang ist groß - immerhin ist es der erste Tag, an dem die Gamescom für alle Besucher geöffnet ist. Schon vor 8 Uhr am Mittwochmorgen (23.08.2017) bilden sich lange Schlangen.

Die Zeit bis zum Einlass um 10 Uhr kann sich dann ziehen - die restlichen Tagestickets sind um 9 Uhr bereits ausverkauft.

Auch René und Marie sind schon seit kurz vor acht hier. Das Pärchen hat aus den vergangenen Jahren gelernt: "Wenn man hier zu spät kommt, steht man nachher drinnen umso länger", erklärt René. Die beiden haben eine Liste mit Spielen dabei, die sie anspielen wollen. Ganz oben steht für die beiden "Assasin‘s Creed".

Auch diese Beiden waren schon früh da: Sie nennen sich Lio (rechts, 17 Jahre) und Sommerlilie (18 Jahre). Lio: "Ich will einfach möglichst viele Spiele schaffen, sie möchte eher zu den Cosplayern und Mangas".

Punkt 10 Uhr ist es dann soweit: Die Pforten der Gamescom öffnen sich.

Drinnen erwarten die Besucher riesige Hallen, in denen die Aussteller versuchen sich gegenseitig zu übertreffen. Verschiedenste Spielesounds, Musik und das Gemurmel der Massen überlagern sich.             

Der besondere Reiz: nur hier auf der Gamescom können die Besucher Spieleneuheiten antesten, die noch gar nicht veröffentlicht wurden.

Schon kurz nach dem heutigen Start sind aber auch an den Ständen der Spiele lange Schlangen.

Für die neue Version des Fußballspiels FIFA müssen die Gäste rund zwei Stunden anstehen, um 15 Minuten zu spielen.

Bei den kleineren Spieleentwicklern geht es oft schneller - in der sogenannten Indie-Booth.

Eine der großen Neuheiten ist dagegen "Battlefront 2", der neue Teil des StarWars-Computerspiels. Mit dem riesigen Nachbau ist der Stand nicht zu übersehen.

Das kostet natürlich alles Energie - auf den Zwischenhöfen der Messe wird Kraft für die nächste Runde getankt.

Der Trend von "Virtual Reality"-Simulationen setzt sich auch dieses Jahr auf der Gamescom fort. Hier wird gerade virtuell Achterbahn gefahren.

Besucher Markus (26 Jahre) probiert ein Bogenschieß-Spiel aus, der Computer wird dabei auf dem Rücken getragen. Markus ist begeistert: "Richtig geil, das ist verrückt. Und es funktioniert ziemlich intuitiv."

Und auch die Spieleentwickler aus NRW wollen sich hier zeigen. Michael Deusner präsentiert das Handyspiel "Morph’n’Roll". Seine junge Entwicklerfirma "Thrill Pack Games" gibt es erst seit Ende 2015, jetzt wollen sie bekannter werden: "Wir wollen hier netzwerken und vor allem auch gucken, wie das Spiel ankommt."

Ein richtiger Magnet für gezückte Handy-Kameras sind die Cosplayer. Auch sie treffen sich auf der Gamescom, in aufwendig gestalteten Kostümen ihrer liebsten Anime- oder Computerspiel-Helden.

Frank (30 Jahre) hat sich schon lange gefreut hier sein Kostüm zur Schau zu stellen. "Es geht um sehen und gesehen werden und man trifft einfach viele Menschen". Sowie Tariska (30 Jahre), die extra aus der Schweiz nach Köln gekommen ist. In den Kostümen steckt wochenlange Vorbereitung.

Auf der Gamescom können sich die Cosplayer dann auch direkt im passenden Ambiente fotografieren lassen.

Bis Samstag läuft die Gamescom noch. Insgesamt werden rund 350.000 Besucher erwartet, vor allem am Wochenende wird es vermutlich noch etwas voller.

Stand: 23.08.2017, 16:46 Uhr