Profi-Drohnen auf der CeBIT

Zivile Drohne fliegt über eine Wiese

Profi-Drohnen auf der CeBIT

Von Wolfgang Landmesser

Filmen, Fotos, Messungen aus der Luft. Drohnen kommen nicht nur in der Freizeit, auch in der Industrie zum Einsatz. Aber nicht alles was machbar ist, ist auch erlaubt.

Kameradrohnen werden immer beliebter. Inzwischen sind mehr als 400.000 davon in Deutschland unterwegs, schätzt die Deutsche Flugsicherung. Wir checken, was man bei den fliegenden Kameras beachten sollte. Die Technik der Kameradrohnen hat sich in den vergangen Jahren stark weiterentwickelt. Die Qualität der Kameras wird immer besser, gleichzeitig werden die Drohnen immer kleiner. Mit so genannten Selfiedrohnen können sich die Nutzer filmen lassen und die Videos live in einem sozialen Netzwerk zeigen.

Auflösung ist nicht alles

Profi-Drohnen auf der Cebit

WDR 2 Quintessenz | 21.03.2017 | 04:03 Min.

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Bei der Kamera spielt die Auflösung natürlich eine wichtige Rolle, sie ist aber nicht allein für gute Bilder verantwortlich. Für beeindruckende Luftaufnahmen ist neben der Kamera auch ein Bildstabilisator unverzichtbar. Die besten Ergebnisse liefern die mechanischen Stabilisatoren. Optische Bildstabilisatoren mindern dagegen immer die Qualität der Aufnahmen, weil sie aufgrund der Stabilisierung einen Teil des Bildes nicht verwenden können. Die Auflösung der Kamera sollte mindestens HD sein, besser noch sind 4K-Aufnahmen. Sie bieten auch im Nachhinein mehr Möglichkeiten bei der Bearbeitung.

Funktionen zur Flugsicherheit

Gute Drohnen haben neben einer hochwertigen Kamera auch zahlreiche Sicherheitsfeatures an Bord, die das Fliegen erleichtern und Unfälle vermeiden. Dazu zählen zum Beispiel Sensoren, die Hindernisse erkennen. Hilfreich sind auch automatische Flugassistenten. Sie sorgen dafür, dass die Drohne bei Problemen zu ihrem Startpunkt zurückkehrt oder, wenn der Akku leer ist, landet. Intelligente Drohnen erkennen außerdem, ob es Flugverbotszonen gibt – zum Beispiel in der Nähe von Flughäfen. So lassen sich Probleme von vornherein vermeiden.

Das ist erlaubt

Wer mit einer Kameradrohne fliegen möchte, braucht dafür grundsätzlich keine Genehmigung. Voraussetzung ist jedoch, dass die Flüge privater Natur sind. Wer die Aufnahmen gewerblich nutzen oder verbreiten will, muss sich bei den Luftaufsichtsbehörden der Länder eine Aufstiegserlaubnis holen. In NRW sind dafür die Bezirksregierungen Münster und Düsseldorf zuständig. Aber auch wer ohne Genehmigung fliegt, muss bestimmte Regeln einhalten. Drohnen dürfen generell nur in Sichtweite benutzt werden; sie dürfen grundsätzlich nicht über Wohngebiete fliegen. Für Geräte, die mehr als 250 Gramm wiegen, gilt eine Kennzeichnungspflicht. Auch eine Versicherung ist wichtig. Die allgemeine Haftpflichtversicherung kommt für gewöhnlich nicht für Unfälle mit Drohnen auf. Günstige Drohnen-Versicherungen kann man zum Beispiel über Luftsportvereine bekommen.

Fazit

Kameradrohnen sind ideal für alle, die jetzt schon Spaß an Videos und Fotos haben und viel draußen unterwegs sind. Die guten Modelle sind auch perfekt für Sportler, denen die Action-Cam nicht mehr reicht. Mit einer Drohne sind ganz neue Perspektiven möglich. Allerdings gilt es die Privatsphäre von anderen Menschen zu achten, die beim Einsatz etwa einer Selfiedrohne mitgefilmt werden.

Stand: 20.03.2017, 14:34