Radikale Tipps für ein ordentliches Zuhause

Aufräumen und Ausmisten mit der "Magic Cleaning"-Methode

Radikale Tipps für ein ordentliches Zuhause

Von Juliane Seifarth

Am Jahresanfang heißt es in vielen Haushalten: aufräumen und ausmisten. Eine ungeliebte Arbeit! Dabei kann das so einfach sein, verspricht die "Magic Cleaning"-Methode der japanischen Ordnungsexpertin Marie Kondo. In den USA ist ihr Buch ein Bestseller und auf Facebook wird die radikale Methode heiß diskutiert. Wir zeigen, welche Tipps sich dahinter verbergen.

Die Grundregeln sind einfach: immer erst wegwerfen und dann für die behaltenen Dinge einen „Aufbewahrungsort“ festlegen. Beim Ausmisten ist nur eine Frage relevant: „Macht mich dieses Ding oder diese Sache noch glücklich?“ Ausgemistet wird nicht - wie andere Methoden bevorzugen - nach Zimmern, sondern nach fünf Kategorien. Die Reihenfolge muss in jedem Fall beachtet werden.

T-Shirts "stehen" mit der Kante nach oben in einem Karton

Kleidung so falten, dass sie "stehend" in Schubladen mit der Kante nach oben zeigt.

1. Kleidung

Alle Kleidungsstücke aus dem Kleiderschrank, Dachboden, Keller und Co. landen auf einem Haufen, erst dann wird ausgemistet.

  • Tipp 1: nach Oberteilen, Unterteilen, aufzuhängende Kleidung usw. sortieren
  • Tipp 2: jedes Kleidungsstück in den Händen fühlen und hinterfragen
  • Tipp 3: "vielleicht" gibt es nicht!
  • Tipp 4: Stapeln verboten! Kleidung so falten, dass sie "stehend" in Schubladen mit der Kante nach oben zeigen
  • Tipp 5: Socken und Strumpfhosen nicht verknoten, sondern zusammenrollen
  • Tipp 6: Schuhkartons dienen als Trennung zwischen diverser Wäsche

2. Bücher

Auch hier gilt: Alle Bücher kommen zum Ausmisten aus den Regalen auf einen Platz.

  • Tipp 1: jedes Buch in die Hand nehmen und die Nutzbarkeit hinterfragen
  • Tipp 2: "irgendwann werde ich es noch mal lesen" kommt nie - weg damit!
  • Tipp 3: aussortierte Bücher können gespendet oder online verkauft werden

3. Papierkram

Sämtliche Dokumente, Werbezettel, Formulare, Rechnungen und Co. werden an einer Stelle radikal aussortiert

  • Tipp 1: Einteilung in: "benutze ich jetzt", "ist eine Weile in Benutzung", "Muss für immer aufbewahrt werden"
  • Tipp 2: alles wegwerfen, was seinen Zweck erfüllt hat
Kleinkram sammelt sich auf einem Regal

Wenn sich Kleinkram ansammelt, ist es mit der Ordnung schnell passé.

4. Kleinkram

Kleinkram ist nur schwer zu definieren. Ersatzknöpfe gehören genauso dazu, wie Stifte im Küchenschrank, CD's oder Körperpflegemittel. Auch hier wird in einem Rutsch alles an einem Fleck gesammelt und nach dem Glücksempfinden hinterfragt.

  • Tipp 1: Täglich Handtasche ausräumen, das schafft Routine und Ordnung
  • Tipp 2: Tiegel und Flaschen aus der Dusche/Badewanne verbannen - schafft mehr Ordnung

5. Erinnerungsstücke

Schweren Herzens wird auch hier aussortiert. Nur das, was wirklich noch froh macht, darf bleiben.

  • Tipp: der "heilige Ort" - An einem Platz persönliche Dinge bündeln, das schenkt bei Bedarf Kraft. Der "ungeordnete" Eindruck wird vermieden.

Stand: 12.01.2016, 09:00