Wut an Autos ausgelassen

Ein zerstochener Autoreifen.

Mutmaßliche Täter festgenommen

Wut an Autos ausgelassen

Von Silke Oettershagen

Zerstochene Reifen, abgerissene Mercedes-Sterne und abgetretene Seitenspiegel. Zum Start ins neue Jahr bot sich den Anwohnern in Aachen und Würselen ein Bild der Zerstörung. Jetzt sind die Beschädigungen von zahlreichen Autos offenbar aufgeklärt: Die Polizei hat fünf Jugendliche festgenommen.

Für viele Menschen in Aachen und Würselen beginnt das neue Jahr wohl mit einem Werkstattbesuch, weil ihre Autos beschädigt sind. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei haben Jugendliche in den beiden Städten ihre Wut an zahlreichen Autos ausgelassen. Sie sollen Reifen zerstochen, Spiegel abgetreten und Mercedes-Sterne abgebrochen haben. Wie viele Wagen insgesamt betroffen sind, steht noch nicht sicher fest. Die Aachener Polizei geht aber von rund 50 Autos aus.

Vandalismus auf der Straße

An einer Autotür ist ein mutwillig zugefügter Kratzer zu sehen

Sinnloser Vandalismus auf der Straße

Doch das reichte den mutmaßlichen Tätern noch nicht. In den Straßen sind auch zahlreiche Gullideckel ausgehoben worden. In einem Fall wurde damit die Fensterscheibe eines Wäschekellers eingeworfen und dabei auch ein Trockner zerstört. Wann das Ganze exakt passiert ist, steht noch nicht fest. Bereits in der Silvesternacht waren in Haaren rund 20 Autos beschädigt worden.

Festnahmen geglückt

Am frühen Samstagmorgen (2.1.2016) hat die Polizei bereits drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren festgenommen. Sie sollen im Bereich Aachen-Haaren und Würselen, die Autos demoliert haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei weitere Jugendliche bekannt, die ebenfalls an dem Vandalismus beteiligt gewesen sein sollen. Die Polizei ermittelt jetzt unter anderem wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Weitere Ermittlungen laufen

Ob die Jugendlichen gemeinsam losgezogen sind und die Taten zusammen begangen haben oder sich gar nicht kennen, steht noch nicht fest. Weil viele Menschen noch im Urlaub sind, wird wohl auch erst in einigen Tagen feststehen wie viele Autos wirklich beschädigt wurden. In Baesweiler sind an Silvester und Neujahr unter anderem auch die Scheiben mehrerer Wagen eingeschlagen worden. Hier sieht die Polizei aber keinen Zusammenhang mit den Taten in Aachen und Würselen.

Stand: 04.01.2016, 11:26