Hightech trifft auf Weltkulturerbe

v.l.: Domprobst Gerd Bachner, Thomas Hallet, Intendant Tom Buhrow und das gesamte Projektteam

Hightech trifft auf Weltkulturerbe

Von WDR Presse und Information

Mit "360 Grad Kölner Dom" macht der WDR den Kölner Dom von überall erlebbar. Am 7. April wurde das bislang größte Virtual Reality-Projekt des WDR vorgestellt.

Ein privates Chorkonzert bei Nacht erleben, Skulpturenrettern über die Schulter schauen oder im Mittelalter vor dem Dom stehen: Mit seinem bislang größten Virtual Reality-Projekt zeigt der WDR den Kölner Dom ab dem 11. April im Netz und in einer neuen App in außergewöhnlichen Perspektiven. Die Faszination des historischen Bauwerkes wird völlig neu erlebbar.

Am 7. April haben WDR-Intendant Tom Buhrow, Dompropst Gerd Bachner und Thomas Hallet, Leiter des Innovationslab beim WDR, das faszinierende Projekt im Rahmen eines Pressetermins der Öffentlichkeit vorgestellt.

WDR-Intendant Tom Buhrow: "Ich bin auf eine vollkommen neue Art und Weise in den Kölner Dom eingetaucht. Das Virtual Reality-Projekt ist eine spektakuläre Entdeckungsreise durch Raum und Zeit. Wir betreten damit Neuland, und für mich ist es ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir als WDR diese Technologie so einsetzen können, dass wir damit auch junge Menschen begeistern."

Dompropst Gerd Bachner und Tom Buhrow bei der Präsentation des neuen Projektes

Dompropst Gerd Bachner und Tom Buhrow bei der Präsentation des neuen Projektes

So können Betrachter zum Beispiel vor dem Dom im Mittelalter stehen, während eines Konzerts durch den Dom schweben oder die Bildhauerwerkstatt besuchen. Durch eine Kombination aus 360-Grad-Fotografie und millimetergenauer 3D-Laservermessung kann man sich nicht nur im Dom umschauen, sondern auch frei bewegen.

Ein fünfköpfiges Team hat mehrere Monate an dem Projekt gearbeitet. Thomas Hallet, Lisa Weitemeier, David Ohrndorf, Stefan Domke und Heinz Greuling haben das Konzept erarbeitet und mit Hilfe von Fernsehmachern, dem Programmbereich Internet und Hörspiel-Soundexperten realisiert. Gefördert wurde es aus Mitteln des Verjüngungstopfes des Intendanten. Unterstützung erhielt das WDR-Team vom Domforum und der Hohen Domkirche.

Mitarbeiter des Teams haben Tag und Nacht an dem Projekt gearbeitet

Mitarbeiter des Teams haben Tag und Nacht an dem Projekt gearbeitet

Dompropst Gerd Bachner: "Die virtuelle Realität des WDR-Projektes erschließt den Bau in erster Linie einem jungen, computeraffinen Publikum. Ich wünsche mir daher, dass viele durch das Projekt vom Dom und seiner Botschaft begeistert werden und lade sie herzlich ein, den Dom nicht nur in der virtuellen Welt zu besuchen, sondern ihn auch einmal in der realen Welt mit allen Sinnen zu erfahren."

Abrufbar sind die Videos und Fotos ab dem 11. April online oder über die kostenfreie iOS- und Android-App zugänglich. Die App ist außerdem mit verschiedenen Virtual-Reality-Brillen kompatibel.

Neben Sonderprojekten wie dem Kölner Dom und der Dokumentation "Inside Auschwitz", werden 360 Grad-Produktionen im WDR kontinuierlich ausgebaut, zum Teil als Live-Stream wie beim Kölner Rosenmontagszug. Weitere Einsatzgebiete, bei denen die Zuschauer in Zukunft in VR-Videos eintauchen können, sind Sport-Events (z.B. CHIO in Aachen) oder eine geplante Produktion mit dem WDR Sinfonieorchester im Mai 2017.

Stand: 07.04.2017, 14:34