"Leidenschaftlicher Dialog": Start der Jurysitzungen für DEUTSCHEN KAMERAPREIS 2017

Adolf Winkelmann

"Leidenschaftlicher Dialog": Start der Jurysitzungen für DEUTSCHEN KAMERAPREIS 2017

In dieser Woche laufen in Köln die Jurysitzungen zum DEUTSCHEN KAMERAPREIS 2017. 31 Juroren sichten mehr als 400 Einreichungen. Ein Blick hinter die Jurykulissen.

"Das ist eine unlösbare Aufgabe, die ihr alle haben werdet: Die Leistung eines Einzelnen aus einer Teamarbeit heraus zu destillieren", sagt Adolf Winkelmann, Filmregisseur und Jurypräsident des DEUTSCHEN KAMERAPREISES 2017 zu seinen Mit-Juroren. Am Montag startete die Jurywoche des renommiertesten Preises für Bildgestaltung für Film und Fernsehen im deutschsprachigen Raum. An der Internationalen Filmschule Köln (ifs) sichten die 31 Juroren die Einreichungen und diskutieren bis zum 10. März, welche Produktionen eine Nominierung bzw. eine Auszeichnung mit dem DEUTSCHEN KAMERAPREIS verdient haben.

Mehr als 400 Produktionen in den Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm, Dokumentation/Dokumentarfilm, Kurzfilm und Journalistische Kurzformate wurden in diesem Jahr eingereicht. Hinzu kommen die Wechselkategorie Outdoor Film sowie zwei Nachwuchspreise. Bei so vielen Einreichungen sei es wichtig eine gemeinsame Strategie in der Jury zu entwickeln, weiß Christoph Augenstein. Er ist Hauptabteilungsleiter Aktuelle Produktion und Sendung beim WDR und gleichzeitig Geschäftsführer des Vereins DEUTSCHER KAMERAPREIS, der den Wettbewerb veranstaltet.

Christoph Augenstein

Im Vordergrund: Christoph Augenstein (WDR). Im Hintergrund v.l.n.r.: Andreas Füser (Stadt Köln), Rainer Weiland und Simone Stewens (Geschäftsführer ifs)

"Die Jurys entwickeln ihre ganz eigene Herangehensweise, um das Material zu filtern, so wird Stück für Stück eine Auswahl getroffen." Die Besonderheit beim DEUTSCHEN KAMERAPREIS: Anders als bei anderen Filmwettbewerben würden die Juroren die Einreichungen nur gemeinsam zu sehen bekommen und nicht etwa vorab per DVD oder Link. "Durch die Mischung aus Know-How und Erfahrung der Juroren sowie dem leidenschaftlichen Dialog vor Ort, entsteht eine ganz andere Qualität der Auswahl", sagt Augenstein. Dadurch sei der Preis auch so renommiert in der Branche.

Der WDR übernimmt die Federführung bei der Organisation der Preisverleihung. WDR-Kulturredakteurin Barbara Brückner (u.a. „Westart live“) betreut die Übertragung der Gala. Der DEUTSCHE KAMERAPREIS sei „ihr Baby“, das Jahr für Jahr wachse. Was den Preis für sie so einzigartig macht? "Das ist ein Preis für die Menschen, die sonst nie im Mittelpunkt einer Preisverleihung stehen. Menschen, die alle mit Herzblut dabei sind und die es auch wirklich verdient haben, ausgezeichnet zu werden."

Christoph Augenstein ist deshalb dankbar für die Unterstützer und Partner des Wettbewerbs, die eine Auszeichnung überhaupt ermöglichen. Dazu gehöre zum Beispiel der Gastgeber Stadt Köln oder die ifs. Seine Erwartung an die Jury-Woche: "Neben der Auswahl der besten Produktionen würde ich mich freuen, wenn dadurch auch ein befruchtender Austausch für die Branche hervorgeht."

Jurypräsident Winkelmann kann den Juroren am Montagmorgen einen letzten Tipp mit auf den Weg geben: "Ich kann euch nur anspornen, die Augen aufzuhalten und bevor sie viereckig werden, nicht zufallen zu lassen." Die ausgewählten Preisträger und Nominierten werden am 24. Juni 2017 im Rahmen einer festlichen Gala in den Studios des Westdeutschen Rundfunks in Köln geehrt.

Stand: 06.03.2017, 15:51