Georg Kellermann

Studioleiter

Georg Kellermann

Als Journalist war ich schon unterwegs, bevor ich mein Abitur in der Tasche hatte. Damals für die Lokalredaktion Ratingen der Rheinischen Post. Und weil die Arbeit als Reporter so viel Spaß machte, wäre das mit dem Abitur beinahe daneben gegangen.

Später wurde Ratingen zu klein für mich. Ich bewarb mich beim WDR, der gerade die Aktuelle Stunde aus der Taufe gehoben hatte und startete im Landesstudio Düsseldorf. Es folgte die Zeit als Regionalkorrespondent für Duisburg und den Niederrhein. Sieben Jahre, die mir damals ungeheuer aufregend vorkamen und es auch im Rückblick noch sind, obwohl noch viel aufregendere Aufgaben kommen sollten. Den Arbeitskampf der Stahlarbeiter in Duisburg-Rheinhausen habe ich damals von der ersten Minute an miterlebt. Das werde ich nicht vergessen.

Als 1992 das ARD-Morgenmagazin auf Sendung ging, war ich von der ersten Minute an dabei. Und fortan in der halben Welt unterwegs. Afrika, Asien, viele Länder Europas. Alleine 14 Mal habe ich aus Mostar in Bosnien berichtet. Über die Menschen dort, die unter dem Krieg auf dem Balkan unendlich gelitten haben.

1997 zog ich nach Washington, um von dort als Korrespondent für die ARD zu berichten. Zwei wunderbare Jahre gemeinsam mit Claus Kleber, Tom Buhrow und Sabine Reifenberg. Als ich kam, bekam Präsident Bill Clinton ein Problem mit seiner ehemaligen Praktikantin Monika Lewinsky. Über nichts haben wir damals mehr berichtet, als über diese Affäre. Im Anschluss habe ich als Planer 3 Jahre lang das ARD-Morgenmagazin mit gestaltet, um dann 2002 für 5 Jahre als ARD Korrespondent nach Paris zu gehen. Wieder eine wunderbare Zeit mit großartigen Kolleginnen und Kollegen in einer der schönsten Städte der Welt.

Von Paris ging es 2006 nach Bonn. Dort habe ich gemeinsam mit einem sehr engagierten Team die "Lokalzeit aus Bonn" ins Leben gerufen. Nach sieben Jahren in der alten Bundeshauptstadt zieht es mich nun zurück in die Heimat: Duisburg und den Niederrhein. Darauf freue ich mich sehr. Die Geschichten, die wir hier erzählen, die Menschen die wir hier treffen sind genauso spannend und interessant, wie an all den anderen Orten, an denen ich schon gearbeitet habe. Das ist das Wunderbare an diesem Beruf.