Uefa leitet Ermittlungen gegen 1. FC Köln ein

Fans pöbeln im Stadion

Uefa leitet Ermittlungen gegen 1. FC Köln ein

  • Uefa ermittelt nach Vorfällen vor Europa-League-Spiel.
  • 1. FC Köln gibt lange Erklärung ab.
  • Auch Arsenal drohen Strafen.

Die Uefa ermittelt nach den Vorfällen vor dem Europa-League-Spiel jetzt gegen den 1. FC Köln und Gastgeber FC Arsenal. Das teilte der europäische Fußballverband am Freitag (15.09.2017) mit. Die Kölner müssen sich wegen Fan-Ausschreitungen, wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern, des Werfens von Gegenständen und Sachbeschädigungen verantworten.

Der 1. FC Köln gab am Freitagnachmittag eine ausführliche Erklärung zu den Vorkommnissen in London ab. Darin distanzierte sich der Verein von "einer Gruppe von Störern", die "ohne Anlass Ordner und Polizisten bedroht, beleidigt und sogar tätlich angegriffen hat". Gleichzeitig übte der FC Kritik am Sicherheitskonzept, der unzureichenden Kommunikation und der zu geringen Zahl an Polizeikräften.

Versuchter Blocksturm vor dem Anpfiff

Im Londoner Emirates Stadium waren am Donnerstag weit mehr FC-Fans als die von Arsenal kontingentierten 2.900, viele von ihnen im Heimbereich. Insgesamt sollen sich rund 15.000 Kölner in der Stadt aufgehalten haben. Einige versuchten vor dem Anpfiff einen Blocksturm, der Beginn des Spiels wurde um eine Stunde auf 21.05 Uhr Ortszeit verschoben.

Allgemein stellte der FC seinen Fans aber ein gutes Zeugnis aus. "Der 1. FC Köln ist stolz darauf, dass zigtausende Kölner das erste FC-Spiel im Europapokal seit 25 Jahren in London erleben wollten und sich auf den Weg zu diesem Spiel gemacht haben. Die weit überwiegende Zahl unserer Fans hat den Verein, die Stadt Köln und den deutschen Fußball positiv und fröhlich vertreten", hieß es in der Erklärung.

Getrübte Stimmung

FC-Trainer Peter Stöger hatte zuvor bekundet, die Fanausschreitungen vor dem Spiel hätten seine Freude über den Europapokalabend "doch getrübt. Das hat das gemindert. So positiv das Erlebnis war, es hat durch die Umstände ein bisschen was verloren".

Auch Arsenal muss Strafen fürchten, weil es am Donnerstag Zuschauerränge im Gästebereich blockiert hatte. Der Fall wird am kommenden Donnerstag (21. September) verhandelt.

Stand: 15.09.2017, 17:43