Einzelzeitfahren am Rheinufer und der „Kö“

Stadt und Tour-Veranstalter stellten erste Details zum Tour-Start 2017 vor.

Tour de France in Düsseldorf

Einzelzeitfahren am Rheinufer und der „Kö“

In Paris und Düsseldorf hat der Tour-Veranstalter ASO gemeinsam mit Oberbürgermeister Geisel erste Details zum „Grand Départ“ der Tour de France im Sommer 2017 vorgestellt. Nach dem Einzelzeitfahren durch die Innenstadt soll auch die zweite Etappe durch die Region führen.

„Düsseldorf, das Klein-Paris. Wir sind froh, wir sind stolz“, erklärte Tour-Direktor Christian Prudhomme  bei der Präsentation von Düsseldorf als Austragungsort des Tour-Starts 2017. Er freut sich, dass die Tour nach fast 30 Jahren wieder einmal in Deutschland beginnt. Zuletzt hatte West-Berlin im Jahr 1987 den Tour-Start auf deutschem Boden ausgetragen. Nach dem Zuschlag für die NRW-Landeshauptstadt kurz vor Weihnachten haben die Verantwortlichen am Donnerstag erste Details zum Streckenverlauf bekannt gegeben.

Einzelzeitfahren über Rheinufer und Kö

Tour-Etappe 1

Tour-Etappe 1: Der Prolog führt durch die Düsseldorfer Innenstadt.

Als Prolog wird demnach am 1. Juli 2017 ein 13 Kilometer langes Einzelzeitfahren durch die Düsseldorfer Innenstadt ausgetragen. Start und Ziel sind am Messegelände, die Strecke führt dann am Rheinufer entlang, über den Rhein nach Oberkassel, über die Rheinkniebrücke zurück in die City, entlang der Königsallee und anschließend zurück zur Messe. „Die Sportbegeisterung in Düsseldorf ist riesig. Die Menschen werden allen Fahrern begeistert zujubeln“, ist sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Geisel sicher. Tour-Direktor Prudhomme lobte die guten Bedingungen in Düsseldorf: „Alles wird sich in der Nähe der Innenstadt abspielen, der Flughafen ist auch nicht weit. Düsseldorf hat sehr gute Voraussetzungen, den Tour-Start auszurichten.“

Zweite Etappe durch das Neandertal

Tour-Etappe 2

Tour-Etappe 2: Die Radprofis fahren durch die Region um Düsseldorf.

Die zweite Etappe einen Tag später soll ebenfalls in Düsseldorf starten. Geplant ist ein neutralisierter Start auf dem Burgplatz, danach soll das Fahrerfeld den Medienhafen passieren. Anschließend geht es über die erste Bergwertung in Grafenberg durch das Neandertal, durch Erkrath und Mettmann, in Richtung Ratingen und wieder durch Düsseldorf. Danach ist der weitere Streckenverlauf in Richtung Westen noch offen. Laut Tour-Direktor Prudhomme soll es eine Flachetappe werden, die auch den deutschen Sprintstars Siegchancen bietet. Als mögliche Etappenziele sind Maastricht, Lüttich oder das Saarland im Gespräch.

Sponsoren: Geisel zuversichtlich

Der Tour-Start sei ein großartiges Ereignis für Unternehmen, um sich zu präsentieren, sagte Geisel. „Wir werden sehr viel Unterstützung aus der Wirtschaft bekommen“, versicherte der Oberbürgermeister. Zuletzt war von einer Finanzierungslücke von rund sechs Millionen Euro die Rede. Viele Kommunalpolitiker befürchten hohe Kosten und fordern, den städtischen Zuschuss so gering wie möglich zu halten. Der Stadtrat hatte im November nur hauchdünn mit einer Stimme Mehrheit der Tour-Bewerbung zugestimmt. Der Kosten für die Stadt werden im „überschaubarem Rahmen“ bleiben, gibt sich Geisel überzeugt. Am Abend fand ein erster Empfang im Düsseldorfer Ständehaus statt, mit Vertretern aus Politik und dem Radsport – und von potenziellen Sponsoren.

Stand: 14.01.2016, 18:36

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