Auftragsflaute bei ThyssenKrupp Kurzarbeit für über 2.000 Stahlarbeiter in NRW

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp führt ab August Kurzarbeit ein. Grund seien die anhaltend schwachen Auftragseingänge, teilte das Unternehmen in Duisburg mit. Zunächst seien 2.170 der insgesamt 17.500 Mitarbeiter betroffen.


Ein Mitarbeiter von ThyssenKrupp begutachtet in Duisburg im Stahlwerk Rohstahlrollen
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Zu wenig Aufträge für die insgesamt 17.500 Mitarbeiter von ThyssenKrupp

"Nach heutigem Stand rechnet das Unternehmen damit, dass die Kurzarbeit bis Ende des Jahres fortgeführt werden muss", so ThyssenKrupp am Donnerstag (26.07.2012). Vor dem Hintergrund einer schwachen Entwicklung auf dem Stahlmarkt kommt die Ankündigung nicht überraschend. Im ersten Halbjahr blieb die Rohstahlproduktion in Deutschland mit knapp 22 Millionen Tonnen um fast sechs Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Für das Gesamtjahr 2012 hatte die Wirtschaftsvereinigung Stahl aus Düsseldorf mit einer weitgehend stabilen Rohstahlproduktion von rund 44 Millionen Tonnen gerechnet, spricht angesichts der schwelenden Euro-Krise aber inzwischen von einem "Abwärtsrisiko".

Fünf Standorte in NRW betroffen

Bereits Anfang Juli gab es Spekulationen über Kurzarbeit bei ThyssenKrupp. Betroffen sind nun die Standorte Duisburg-Hamborn, Duisburg-Hüttenheim, Bochum, Dortmund und Siegerland. Der Standort Finnentrop sei zunächst ausgenommen.

"Gemeinsam mit den Betriebsräten prüft das Unternehmen derzeit die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen während der Kurzarbeit", teilte das Unternehmen mit. In den vergangenen Wochen sei die schwächere Auslastung der Anlagen über Instrumente wie flexible Arbeitszeitkonten, Urlaubskonten und Reparaturschichten abgefangen worden.

Verlust im ersten Halbjahr

Der Konzern steckt durch massive Probleme im Stahlgeschäft in den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/12, das jeweils von September zu September dauert, stand unter dem Strich ein Verlust von 1,067 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 334 Millionen Euro erwirtschaftet.


Stand: 27.07.2012, 10.19 Uhr


Kommentare zum Thema (11)

letzter Kommentar: 29.07.2012, 16:33 Uhr

Permafrost unter dem Sommer? schrieb am 29.07.2012, 16:33 Uhr:
@heinzb aus nrw:welchen finanziellen und gesellschaftlichen Schaden der Unterschied vom Angestellten zum Beamten machen kann, wird in Berlin("Dauerkranke Lehrer kosten Berlin jährlich 50 Millionen" welt online) bei den Lehrern festgemacht(weshalb Berlin auch von Verbeamtung der Lehrer jetzt absieht). Der Angestellte wird nach 6 wöchiger Krankheit auf 70% des Bruttogehaltes gesetzt, während Beamte ohne Abzug durchgezogen wird. Bei der Kurzarbeit kommt es also auch schon nach wenigen Wochen der Schwächephase eines Betriebes zum Tragen, wohingegen selbst bei schwächelndem Staat der Beamte weiterhin die vollen Bezüge und Regelerhöhungen bekommt. Die Spaltung in BRD-Arbeitswelt läuft mit dem Euro schneller als je zuvor, bei 7 Euro Stundenlohn im Internetversandhandel kommen die Kurzarbeiter von Thyssen aber auch schon nach 10-15 Stunden auf deren Normalgehalt. Das alles seit es ver.di gibt und Sommer den DGB führt. Unter Sommer zog der Winter für die unteren Lohnstufen in BRD ein?
WDR.de schrieb am 28.07.2012, 09:50 Uhr:
Beitrag gelöscht. Bitte keine Beleidigungen.
heinzb aus nrw schrieb am 27.07.2012, 21:45 Uhr:
Es war eine Planstelle, es ist eine Planstelle und es wird eine Planstelle bleiben, wenn auch seit 15 Jahren ohne Beförderungen im Mittleren Dienst als Techniker, es war die Person, die weg sollte, die weg muss, ein Beamter auf Lebenszeit mit 35 Dienstjahren, Körperlich und geistig fit, der für seine Person keine Kurzarbeit wollte, der für seine Person die gesetzlich vorgeschriebene wöchentliche Dienstzeit von 41 Std. einforderte , der Missstände aufzeigte und den Dienstherrn verklagte wegen Fürsorgepflichtverletzung, es ist keine Person mit Büclkbeförderung, ebend ein Beamter, der dem Volk dient und dienen will bis zum 66.Lebensjahr, was in Deutschland aber wohl nicht gewollt ist, vermute ich.
was soll uns das sagen? schrieb am 27.07.2012, 21:04 Uhr:
heinzb aus nrw: wenn es nicht gerade Finanzbeamte des Außendienstes oder andere Querulanten der Kontrolle im Innendienst sind, die auf haarige Sachen gestoßen sind, dann könnte es wohl eine KW-Stelle gewesen sein. Und die hätte vielleicht nie besetzt werden dürfen?
heinzb aus nrw schrieb am 27.07.2012, 19:50 Uhr:
Aber sie behalten die Arbeit, werden in Kurzarbeit geschickt und fallen dem Steuerzahler nicht voll zur Last. Im Öffentlichen Dienst sieht es da ganz anders aus, mißliebige Beamte werden vom Amtsarzt des Dienstherren trotz fehlender Krankschreibungen in den letzten 2 Jahren für Dienstunfähig erklärt, mit 56 in Pension geschickt mit 60 % der letzten Bezüge und fallen dem Steuerzahler voll zur Last, das ist Personalabbau bei den Beamten. Wer das nicht will, muss die Gerichte bemühen, um weiter dienen zu dürfen als Beamter, dienen für das Volk , oder er sollte geht in den Hungerstreik treten oder beschwert sich bei Bundespräsident oder in Brüssel bzw. klagt in Straßburg. Ist das die Alternative, um Deutschland den Rest zu geben bei den Staatsschulden, den Steuerzahler durch willkürliche Dienstunfähigkeit auf Weisung des Dienstherren in Zwangspension zu schicken, ist das vom Volk so gewollt ???

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