Sparkurs Telekom streicht in Bonn 1.300 Stellen

Die Deutsche Telekom setzt ihren Sparkurs fort: In der Bonner Konzernzentrale sollen bis zu 1.300 Arbeitsplätze gestrichen werden. Das Management verhandelt mit dem Betriebsrat über den Umbau.


Telekom will ein Drittel weniger Vollzeitstellen in der Zentrale
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Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn

Die Arbeitsplätze in der Telekom-Konzernzentrale sollen bis zum Jahr 2015 wegfallen, erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag (22.06.2012) gegenüber WDR.de. Das wären rund 40 Prozent aller Stellen in dem Bereich. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr die bevorstehenden Einschnitte angekündigt, aber keine konkreten Zahlen genannt.

Wie es weiter hieß, seien von den Streichungen sämtliche Zentralfunktionen wie Einkauf oder Marketing gleichermaßen betroffen. In Deutschland beschäftigt die Telekom rund 120.000 Menschen, davon 3.500 in der Konzernzentrale. Seit dieser Woche verhandelt das Management mit dem Betriebsrat über den Umbau der Zentralfunktionen. 800 Stellen sollen noch in diesem Jahr wegfallen.

"Save for Service"

Die Stellenstreichungen wurden bereits im August 2011 angekündigt. Damals verwies ein Telekom-Sprecher auf das seit 2007 laufende Programm "Save for Service", dem auch die Zentrale unterzogen werden sollte. Das Programm hat nach Konzernangaben in seiner ersten Phase von 2007 bis 2009 insgesamt 5,9 Milliarden Euro Kosteneinsparungen gebracht. Von 2010 bis 2012 sollten noch einmal 4,2 Milliarden Euro eingespart werden.

Zuletzt hatte der Telekom-Vorstand bei der Bilanzvorlage darauf hingewiesen, dass zwar kein neues Sparprogramm aufgelegt werde, die Suche nach Einsparmöglichkeiten aber eine Daueraufgabe sei. Denn im Kerngeschäft schrumpfen seit Jahren die Umsätze. Der harte Wettbewerb und die Regulierung machen dem Unternehmen zusätzlich zu schaffen.

Gleichzeitig benötigt der Aufbau neuer Geschäftsbereiche Zeit. Bis 2015 peilt der Konzern in mehreren Innovationsfeldern wie dem mobilen Internet ein Umsatzvolumen von 29 Milliarden Euro an, rund 10 Milliarden Euro mehr als 2009.


Stand: 22.06.2012, 12.25 Uhr


Kommentare zum Thema (63)

letzter Kommentar: 27.06.2012, 13:42 Uhr

JohnDoe schrieb am 27.06.2012, 13:42 Uhr:
Ich finde es völlig in Ordnung und notwendig das die Telekom nun endlich vom Markt zurechtgestutzt wird. 1300 Jobs sind noch viel zu wenig, ich denke da werden noch viel mehr folgen und das ist gut so! Genau so wird es auch EON und RWE und anderen gehen. Auch das ist gut so! Ich habe nun wirklich keinerlei Interesse höhere Preise als notwendig zu bezahlen nur um damit überzählige und überflüssige Arbeitsplätze zu finanzieren! Darauf das der Telekom ihre Größe und ihr Gebahren zum Verhängnis wird warte ich schon lange und freue mich über jede Meldung dieser Art. Die Richtung stimmt!
hoher Cash Flow aber kaum Personalabfluss= Insolvenz?s schrieb am 27.06.2012, 11:23 Uhr:
Alle Nachfolgefirmen aus der Staatshand haben kopflastige Wasserbürokratie zu Mondscheinlöhnen (gehabt) und versuchen irgendwann den Realitäten zu folgen. Siehe E.on und nun RWE, wo unverblümt von Gehältern nun gesprochen wird, die man nicht erwirtschaften kann und Arbeitsplatzabbau schneller als bei Dt.Telekom betrieben wird. Die staatsnahen Versorger offenbaren doch nur, wie falsch die Gehaltsstufen und Gehaltempfängerzahlen auch in dem ÖD liegen. Das Märchen von... zu jeder Lohnrunde wird doch von Arbeitslosen, Gebühren-und Steuererhöhungen konterkarriert, Irrsinnspensionen sprengen die öffentlichen Haushalte, wie auch die der Konzerne die aus öffentl-rechtlichen Behörden hervorgegegangen sind. Der Cash Flow bei Dt.Telekom sagt doch auch nur, dass die Abschreibungen so hoch sind, dass das Eigenkapital bald Insolvenzniveau erreicht haben wird, wenn es so weitergeht?
Beobachter schrieb am 27.06.2012, 08:21 Uhr:
Genau --- alle Leute kündigen ! Sind eh alle überflüssig und trinken den ganzen Tag nur Kaffee -- besonders die Beamten . Die Arbeit macht sich dann von allein --- vielleicht kommen die Heinzelmännchen wieder ? --- dann möglicherweise als Beamte ?! Entwicklungen bei Post und Bahn lassen grüßen . Beamte wurden jedenfalls noch nie mit 25 Mill. Abfindung nach Hause geschickt und haben nach 10 Jahren auch keinen Rentenanspruch von 50.000 Eur. im Monat ! Otto Normalo geht es seit Wegfall der Postämter / Briefkästen und Privatisierung der Bahn nicht gerade besser. Zu Zeiten der Behörden waren die ( Dienst ) Leistungen für den Normal-Bürger weit besser als heute!
NETCOLOGNE-Kunde /Eifeler Landwirt schrieb am 26.06.2012, 14:29 Uhr:
@armer Kölner, wenn ich mir die Angebote der Telekom so ansehe,denke ich auch,dass eigentlich nur Leute mit besonderen Ansprüchen diese auch nutzen wollen. Mir reicht es völlig aus günstig zu telefonieren und ein bißchen im Internet zu surfen.
Lange Leitung und kein Ende schrieb am 26.06.2012, 14:17 Uhr:
so ist das mit der Deutschen Telekom, sie wird überall nur mißbraucht, von Politik ihre Beamtenzahl in kleienr A-Stufe auf Kosten der Telekomkunden und-aktionäre zu entsorgen(ob recht oder mäßiger hat noch keiner die Gerichte befragt), von den Mitarbeitern als Gans die goldene Löhne legt, von Konkurrenz um die Unkosten abzuwälzen und Gewinne bei sich anzuhäufen und von Netcologne-Witzbolden um Werbung für sich zu machen. Natürlich reichte ein Drittel der Beschäftigtenzahl, wenn überwiegend in Technik und Software beschäftigt den Laden zu schmeißen, die anderen werden doch nur mitgeschleppt/versorgt? Jedenfalls reichte auch ein A16 immer noch an der "Behörden"spitze, um das gleiche Ergebnis wie ein Obermann und toller Aufsichtsrat, der nur verdi versorgt hinzustellen?! Bisher hat nur Obermannvorgänger K.U.Ricke gute kostensenkende Arbeit verrichtet, weshalb ver.di ihn wegmobbte?

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