Tarifparteien wollen Konsens Schlichter soll Streiks an Flughäfen beenden

Im Tarifkonflikt der Sicherheitsbranche stehen die Zeichen auf Entspannung. Zumindest haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi auf die Einsetzung eines Schlichters geeinigt. Streiks an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen über Ostern sind damit höchst unwahrscheinlich.


Im festgefahrenen Tarifkonflikt des nordrhein-westfälischen Sicherheitsgewerbes soll jetzt ein Schlichter nach einer Lösung suchen. Bis zu seinem Spruch setzt die Gewerkschaft Verdi die Streiks auch an den Flughäfen aus. Das teilte ein Verdi-Sprecher am Montag (18.03.2013) mit. Als Schlichter hätten sich die Tarifvertragsparteien auf den nordrhein-westfälischen Landesschlichter Bernhard Pollmeyer geeinigt. Während der Schlichtung gilt die Friedenspflicht, das heißt in der Zeit darf gar nicht gestreikt werden. Tarifexperten gehen davon aus, dass es vor Ostern keine Einigung geben wird. Damit werden die Oster-Feiertage Ende März/Anfang April wohl unbelastet sein von der Tarifauseinandersetzung.

Tarifkonflikt im "Niedriglohnsektor"

Schauplatz der Auseinandersetzung in NRW waren bislang vor allem die beiden Groß-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Seit Dezember haben dort die Fluggastkontrolleure wiederholt die Arbeit niedergelegt - zuletzt am vergangenen Freitag. Allein in Düsseldorf sind bisher mehr als 1.000 Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi will die Branche "aus dem Niedriglohnsektor holen". Die Forderung der Gewerkschaft und das Angebot der Arbeitgeber liegen bislang weit auseinander.

Verdi will Lohnaufschläge von 30 Prozent für die 34.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen durchsetzen. Nach Angaben der Gewerkschaft befinden sich 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in der untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. An den Flughäfen liege der Stundenlohn zwar höher, Ziel der Gewerkschaft ist hier jedoch ein Stundenlohn von 16 Euro brutto. Für den unteren Tarifbereich sollen die Stundenlöhne auf 10,50 Euro steigen. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen der Gewerkschaft als überzogen abgelehnt und seit Wochen die Einsetzung eines Schlichters verlangt.


Stand: 18.03.2013, 15.19 Uhr


Kommentare zum Thema (26)

letzter Kommentar: 21.03.2013, 10.28 Uhr

WDR.de schrieb am 21.03.2013, 10.28 Uhr:
@So nicht WDR: Hier soll sachlich und respektvoll diskutiert werden. Despektierliche Kommentare über andere Useren tragen dazu nicht bei
NRWler schrieb am 21.03.2013, 10.07 Uhr:
Keine Sicherheitskraft an Flughäfen riskiert ihr Leben in höherem Maße als jeder normale Fluggast! Die einzigen Sicherheitleute die im Zweifel ihr Leben riskieren sind Personenschützer. Das ist aber eine ganz andere Abteilung und dort wird auch berechtigt mehr verdient. Die privaten Sicherheitskräfte an Flughäfen dagegen sind wirklich nichts anderes als angelernte "Kofferschubser"! Liebe Sicherheitgehilfen, kommt mal wieder auf den Boden der Realität zurück. Ihr werdet angemessen bezahlt! Wem das nicht reicht dem bleibt es unbenommen sich anders zu orientieren und sein Glück in einer anderen Branche und bei anderen Arbeitgebern zu suchen. Es ist alledings zu bezweifeln das ihr anderweitig mehr verdient. Es hat ja sicherlich auch seine Gründe das viele von euch in anderen Berufen gescheitert sind! Es bleibt zu hoffen das ihr für diese Streiks, auf die ein oder andere Art und Weise, bezahlen müsst. Möglichkeiten dazu gäbe es genug!
Anonym schrieb am 21.03.2013, 09.21 Uhr:
gestern Sicherheitsbranche, heute die Lufthansal, kann man das nicht mal koordinieren? Eine Gewerkschaft, eine Verhandlung ein Ergebnis, von der Saftschubse über den Sicherheitsmenschen bis hin zum Piloten... So bremsen unse diese Roten Versager aus. Verdi will Merkel kaputtstreiken, da müssen sie aber früher aufstehen, Kanallie!
WDR.de schrieb am 21.03.2013, 08.23 Uhr:
Kommentare wurden entfernt. Bitte bleiben sie sachlich und respektvoll
pupsi schrieb am 19.03.2013, 21.28 Uhr:
und wenn die wichtigtuer dreizehn ausbildungen hinter sich haben. sie arbeiten immerhin nicht als acharbeiter. wenn ich bwl und jura studiert habe und als müllmann arbeite, werde ich wie ein müllmann bezahlt und nicht wie ein rechtsanwalt oder ein diplom kaufmann.

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