Energiekonzern streicht 11.000 Stellen: Stellenabbau bei Eon ist besiegelt
Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat sich mit den Gewerkschaften auf einen Stellenabbau geeinigt. Weltweit sind 11.000 Arbeitsplätze betroffen, davon 6.000 in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen seien weitgehend ausgeschlossen, teilte Eon in Düsseldorf mit.
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Eon: Stellenabbau besiegelt
(00:48)
WDR aktuell
25.01.2012 -
Eon: Stellenabbau besiegelt
Eon und die Gewerkschaften einigten sich auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Sparprogramms. Bis 2015 sollen die Kosten auf 9,5 Milliarden Euro gesenkt und so mehr Spielraum für Investitionen geschaffen werden. Beim geplanten Stellenabbau bis 2015 seien betriebsbedingte Kündigungen weitgehend ausgeschlossen, erklärten beide Tarifparteien am Dienstag (24.01.2012) in Düsseldorf. Ein Stellenabbau in dieser Größenordnung war bereits seit Monaten geplant und ist damit nun besiegelt. Weltweit hat Eon rund 80.000 Arbeitsplätze, davon 35.000 in Deutschland. Der mit den Gewerkschaften ausgehandelte Tarifvertrag läuft bis 2016. Damit ist nach derzeitiger Planung der Stellenabbau innerhalb dieser Tarifvereinbarung gewährleistet.
Zahlen für NRW noch nicht bekannt
Wie viele Mitarbeiter in NRW vom Stellenabbau betroffen sein werden, sei noch nicht klar, sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz am Dienstagabend zu WDR.de: "Eon hat noch nicht präzisiert, wie genau der Stellenabbau umgesetzt wird." Sicher sei jedoch, dass die Konzernzentrale in Düsseldorf betroffen sei. Für die Niederlassung in Essen seien "eher Umstrukturierungen" geplant. Der Standort in München werde wahrscheinlich "erheblich betroffen sein, auch Hannover wird eine Rolle spielen".
Die Maßnahmen für den sozialverträglichen Abbau

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Umbau der Personalstruktur bei Eon
"Aus unserer Sicht sind betriebsbedingte Kündigungen faktisch ausgeschlossen", erklärte Verdi-Sprecher Schmitz. Das Maßnahmenpaket, das die beiden Gewerkschaften Verdi und IG BCE mit Eon verhandelten, sieht verschiedene Mittel vor. Dazu gehören Prämien für das freiwillige Ausscheiden, Vorruhestandsregelungen für Mitarbeiter, die Jahrgang 1958 oder älter sind, und die Möglichkeit, für 24 Monate in eine eigens zu gründende Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft einzutreten. Dabei würden, so Schmitz, die Eon-eigenen Sozialleistungen beibehalten. Frei werdende Stellen würden aus dem "Überhang" besetzt, die Zahl der Leiharbeiter verringert und Überstunden eingeschränkt. "Zudem wird eine gemeinsame Kommission eingesetzt, die echt paritätisch besetzt ist", betont der Verdi-Sprecher, also jeweils zur Hälfte mit Vertretern des Arbeitgebers und des Betriebsrats. Diese Kommission werde dann Härtefälle prüfen und für sie nach einer Lösung suchen.
Verdi-Vorstandsmitglied Erhard Ott erklärte, es sei gelungen, den Kollegen "ein hohes Maß an sozialer Sicherheit und Zukunftsperspektiven zu geben". Die Sozialpartnerschaft habe sich bewährt, sagte der Tarifvorstand der Gewerkschaft Bergbau Chemie Energie, Peter Hausmann.
Klage in Karlsruhe gegen Energiewende
Eon hat wegen des Atomausstiegs bis 2022 Verfassungsklage eingereicht und hofft auf Milliarden-Entschädigungen vom Bund. Nach der Atom-Katastrophe von Fukushima im März 2011 hatte Eon in Deutschland zwei ältere Atommeiler stilllegen lassen müssen. Die Klage in Karlsruhe richte sich ausdrücklich nicht gegen die Energiewende, hatte das Unternehmen betont. Der Energieriese plant Milliarden-Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Stand: 24.01.2012, 19.41 Uhr
Kommentare zum Thema (14)
letzter Kommentar: 27.01.2012, 20:54 Uhr
- anonym schrieb am 27.01.2012, 20:54 Uhr:
- Rosa, mit Verlaub was Sie schreiben ist Unsinn. Wenn Sie nicht glauben können oder mögen, sollen sie es anderen nicht absprechen. Eine Beziehung zu Gott ist eine sehr persönliche Beziehung die nichts mit Religion zu tun. Viele haben leider keine und meinen diese anderer dann lächerlich machen zu dürfen und zu können. Bei vielen scheinen die Kirchenaustritte und das Abwenden von Gott, vom Glauben zu Dingen geführt zu haben, die sich dann derart äußern wie es leider heute ist. Frei von der Kirche kann man machen was man möchte und tut das dann auch. Gläubige Menschen leben im Glauben an Gott, und an das Gute. Und Glauben an Gott bindet noch anderes mit ein, unter anderem bewußtes Leben, das auch vielen abgeht, die sich abgewendet haben. Es schließt Verantwortung für andere mit ein und nicht aus. Lesen Sie mal in der Bibel sie werden viel zum Leben finden auch zur Wirtschaft. Sie haben kein Recht gläubige Menschen lächerlich zu machen nur weil Sie selbst keinen Bezu ...
- Rosa schrieb am 27.01.2012, 14:32 Uhr:
- Was haben die Leute nur immer mit diesem Begriff "Gott" Wer nicht selber denken und sein Handeln verantworten kann der rechtferigt dies mit Religion. Weder ein "Gott" noch eine "Bibel" noch sonst ein religiöser Unsinn hat irgend etwas mit Wirtschaft oder überhaupt mit dem Leben von uns Menschen zu tun. Es sei denn man braucht diese Konstruktion als Krücke oder Lebenshilfe weil man nicht selber in der Lage ist die Welt zu erkennen, für sich selbst zu bestimmen und das eigene Handeln selbst zu bewerten. Gott ist ein Armutszeugnis!
- anonym schrieb am 26.01.2012, 10:24 Uhr:
- Anonym schrieb am 25.01.2012, 13:43 Uhr: Ne auch nicht alle. Um in Gott einen strafenden Gott zu sehen, den man fürchten muß, muß man schon verquer sein. Allerdings steht schon in der Bibel, was Ihr fürchtet kommt über Euch. Insoweit sollte man überlegen ob man mit Furcht nicht erst Dinge möglich macht, die man absolut nicht möchte. Was PCB Wähler mit Religion etc. gemeint haben könnte bedeutet wohl soviel, wenn man anständig ist, kann man einfach bestimmte Dinge nicht tun, insoweit können viele wohl tun, weil sie keinen Glauben als solches mehr haben und mehr das Geld verehren, als anderes das wichtiger wäre.
- Das Leihschwein schrieb am 25.01.2012, 16:40 Uhr:
- Der Stellenabbau in Konzernen und nicht nur bei Eon läuft doch immer nach der gleichen Masche ab, Altersteilzeit, Frühverrentung, Abfindungen und Transfergesellschaften, außer den Abfindungen, alles finanziert vom Arbeitsamt. Gelder die Eon an Abfindungen zahlt holt es sich später als Subventionen getarnt vom Staat zurück, so das am Ende der gesamte Personalabbau vom Steuerzahler finanziert wurde. Das sind die Vorteile, wenn Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsrat, Gewerkschaft und Regierung gut vernetzt sind und man reichlich Spenden den entsprechenden Parteien zukommen ließ. Bei den Milliardengewinnen die Eon in der Vergangenheit erzielte, hätten sie die Kosten für den Personalabbau voll übernehmen sollen und nicht wieder immer auf die Allgemeinheit abwälzen. Kürzt man aktuellen Vorständen und ex Vorständen auch ihre Millionengehälter, Millionenabfindungen oder Millionenpensionen, bestimmt nicht. Konzerne und Gewerkschaften plündern mit staatlicher Genehmigung das gesamte Sozialsystem.
- Anonym schrieb am 25.01.2012, 13:43 Uhr:
- @PBC wähler: Damit, dass Energieversorgung, Wasser und Krankenhäuser ect. nicht in Privathände sondern wieder in die öffentliche Hand gehören haben Sie eindeutig Recht. Was aber Religion bzw. "Gottesfürchtigkeit" oder Frömmigkeit damit zu tun haben erschließt sich mir gar nicht. Warum sollte jemand eine Vorstellung von etwas (wie Gott) fürchten? Das tun eigentlich nur die Katholiken weil die das unbedingt so wollen.
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