Warnstreik bei Lufthansa 67 Flüge in NRW ausgefallen

Wegen der Warnstreiks von Beschäftigten der Lufthansa sind am Donnerstagmorgen (21.03.2013) an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln 67 Flüge ausgefallen. Die Fluggesellschaft hatte bundesweit bis zum Donnerstagmittag fast alle Deutschland- und Europa-Verbindungen gestrichen.


Warnstreik von Beschäftigten der Lufthansa am 21.03.2013
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Ausstand bis zum Mittag: Druck vor der zweiten Tarifrunde

An den Flughäfen in NRW sei es ruhig geblieben, zahlreiche Reisende hätten bereits einen Tag vorher ihre Tickets storniert oder umgetauscht, teilte ein Sprecher der Lufthansa mit. In Düsseldorf fielen den Angaben zufolge bis zum späten Vormittag 49 von 57 geplanten Abflügen aus, in Köln wurden acht Starts und sieben Landungen gestrichen, in Münster vier Abflüge und in Paderborn einer. Die Tochtergesellschaft Germanwings war von dem Ausstand nicht betroffen. Die Auswirkungen des Warnstreiks seien vermutlich bis Donnerstagnachmittag zu spüren, so der Sprecher des Flughafens Düsseldorf. Der Betrieb soll sich aber bis Freitag wieder weitgehend normalisiert haben.


Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal und weitere Beschäftigte der Lufthansa zur Arbeitsniederlegungen zwischen fünf Uhr morgens und zwölf Uhr mittags aufgerufen. In Köln legten nach Verdi-Angaben mehr als 250 Beschäftigte aus den Bereichen Check-In, Gepäck, Vorfeld, Fracht und Technik nach und nach die Arbeit nieder. In Düsseldorf waren es rund 200 Mitarbeiter. Die Beteiligung habe bei fast 100 Prozent gelegen, sagte NRW-Verdi-Sprecher Günter Isemeyer.

Bundesweit 700 Flüge annulliert

Schwerpunkt der bundesweiten Aktionen der Gewerkschaft war die größte Lufthansa-Basis in Frankfurt am Main. Die Fluggesellschaft hatte vorsorglich knapp 700 Verbindungen gestrichen. Betroffen waren nahezu alle Flüge in Deutschland und Europa. Der Interkontinentalverkehr sollte aufrechterhalten bleiben. Auch in Hamburg, Berlin, München und Norderstedt traten Lufthansa-Beschäftigte in den Ausstand.

Tarifverhandlungen für 33.000 Beschäftigte


Warnstreik von Beschäftigten der Lufthansa am 21.03.2013
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Der Ausstand führte zu Wartezeiten

Mit dem Warnstreik machte die Gewerkschaft Druck vor der am Freitag (22.03.2013) anstehenden zweiten Runde in den Tarifverhandlungen für die 33.000 Beschäftigten der Lufthansa am Boden und in der Kabine. Die ersten Gespräche waren Ende Februar ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaft wirft der Lufthansa eine "Verweigerungshaltung" vor und warb bei den Fluggästen um Verständnis für die Streiks.

Dagegen nannte ein Lufthansa-Sprecher Warnstreiks schon nach der ersten Verhandlungsrunde "völlig unnötig, unangemessen und unverhältnismäßig". Das Ausmaß der Beeinträchtigungen für die Fluggäste sei noch nicht absehbar. "Wir verhandeln lieber am Tisch ohne Streiks", sagte der Sprecher.

Lufthansa will Nullrunde


Anzeigetafel mit annullierten Flügen und Verdi-Fahne am 21.03.2013
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Auch in NRW fielen Lufthansa-Flüge aus

Verdi verlangt 5,2 Prozent mehr Geld über zwölf Monate sowie vor allem eine Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter des Konzerns. Die Lufthansa hingegen will wegen harter Konkurrenz durch Billigflieger sowie hoher Benzinkosten sparen und schließt dabei auch Standorte. Sie bietet den Beschäftigten nur eine Nullrunde an und möchte zudem die wöchentliche Arbeitszeit um eine Stunde verlängern. Verhandelt wird für die Beschäftigten der Lufthansa am Boden, der Lufthansa-Systems, der Lufthansa Service Group, der Lufthansa Technik und der Lufthansa Cargo.


Stand: 21.03.2013, 17.29 Uhr


Kommentare zum Thema (18)

letzter Kommentar: 21.03.2013, 21:59 Uhr

NRW = DDR 2.0 schrieb am 21.03.2013, 21:59 Uhr:
Jetzt bestreiken die Roten schon Fluchtmöglichkeiten ist wie der Mauerbau der SED nur eben SPD...
cgn-4U schrieb am 21.03.2013, 21:13 Uhr:
Als Tochter war Germanwings gewollt und akzeptiert. Beim Sicherheitsstandard war Lufthansa drin und Germanwings stand drauf. Die A319 Flotte ist erheblich jünger als die LH-Flotte aus Boeing u. Airbus. Die Betriebskosten der beiden Flotten dürften eine klare Antwort geben. Die positive Motivation der Germanwings-Mitarbeiter ist bisher noch nie "beklagt" worden. Alle großen Linien in Europa haben Schwierigkeiten, ihr jeweiliges Inlands- und Europageschäft kostenneutral zu gestalten. Die LH hat erkannt, dass sie an den bestehenden Kostenstrukturen etwas ändern muss, um nicht auch die Übersee- bzw. Fernstrecken an die Wand zu fliegen. Alle großen Fluglinien der Nachbarländer haben kostengünstige Airlines gegründet oder haben sich zusammengetan. Warum soll die "neue Germanwings" mit dem Makel starten, dass man ihr im eigenen Konzern (LH,Germanwings/Cityline/Eurowings) schon vorab das Leben schwer macht! Warum soll im größeren Rahmen die neue Germanwings nicht profitabel funktionieren?
Wut - Flieger ................ schrieb am 21.03.2013, 19:38 Uhr:
@WKaiser , sie sind genau die Person, die ich in meinem Kommentar so treffend beschrieben habe. Zur Information, wir fliegen meistens geschaeftlich national und vorwiegend international und haben bei einigen grossen internationalen Air-Lines VIP-Status. ob Sie es glauben oder nicht, wir koennen uns sogar die Lufthansa leisten (verzichten aber gern, weil andere Air-Lines auch zur Wahl stehen) . Ausserdem sollten Sie, wenn moeglich??!! ihre platt-populistische Ausdrucksweise etwas maessigen. Was ist bitte ein "Malle-Urlaub" ?
WKaiser schrieb am 21.03.2013, 19:08 Uhr:
@Wut-Flieger Für ihren "Malle Urlaub" können Sie gerne eine Fluggesellschaft Ihrer Wahl nehmen, denn viel mehr werden Sie mit dem Flugverkehr nicht zu tun haben. Aber hauptsache man kann sich hier im Internet aufspielen und große Töne spucken. Sind Sie mal mit dem ICE von Frankfurt nach München gefahren? Ein Ticket kostet dort 80€, ONE-WAY wohlgemerkt, für eine Tankfüllung zahlt man ebenfalls 60-80€ im Schnitt, und es wird allgemein verlangt das ein Flugticket deutlich unter 100€ kostet, am besten ein Return-Ticket, und wie kommt so ein Preis zustande? Richtig, er geht zu lasten der Mitarbeiter, der Sicherheit und des Ansehens. Lufthansa ist ein Premiumcarrier, keine Billigairline, nicht jeder kann Lufthansa fliegen, und genau das macht die Lufthansa aus. Das war gerade im Konzern passiert ist ein Ausverkauf unseres guten Namens, und dagegen wehren wir uns. Leider geht das nur mit einem Streik, und das heute wird nicht der letzte Streik gewesen sein, das sollte jedem bewusst sein.
Wut-Flieger........ schrieb am 21.03.2013, 18:39 Uhr:
@WKaiser , ich lass mich weder als Schreihals bezeichnen noch bin ich es leid staendig Spielball diverser Interessen vom fliegenden bis zum sonstigen Personal zu sein .Hoffentlich wandern viele der Betroffenen zu grenznahen Flughaefen ab, deren Airlines , im Gegensatz zu der arroganten und unfreundlichen Lufthansa, perfekten und freundlichen Service bieten. Dort ist naemlich der KUNDE die Nr1 und der Service wird staendig verbessert. Nur in Deutschland wird dieses kleingeistige Anspruchsdenken von denGewerkschaften gepflegt und gehaetschelt - um jeden Preis, ohne Ruecksicht . Staendig wird von Globalisierung u. ae. geschwafelt, Deutschland ist und bleibt eine SERVICE - WUESTE??!!! Ein Horror-Szenario fuer Viel-Flieger.Have a nice day!

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