Urabstimmung bei Eon Unbefristeter Streik droht

Treten 30.000 Eon-Mitarbeiter in einen unbefristeten Streik? Das wird seit Montag (28.01.2013) in einer Urabstimmung entschieden, die die Gewerkschaften Verdi und IG BCE durchführen. Laut Verdi wäre dies der erste Streik dieser Art in der privaten Energiewirtschaft der Bundesrepublik.


Beschäftigte des Energieversorgers Eon
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30.000 Beschäftigte stimmen über Streik ab

Die Große Tarifkommission von Verdi und IG BCE hatte die Verhandlungen mit Eon am 16.01.2013 für gescheitert erklärt. Verdi und IG BCE hatten 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Außerdem sollten Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss mindestens zwölf Monate lang übernommen werden, ab 2015 sollten jährlich mindestens 250 Azubis unbefristete Verträge erhalten. Eon hatte in der dritten Runde der Tarifverhandlungen Lohnerhöhungen von 1,7 Prozent in Aussicht gestellt. "Wenn die Arbeitgeber den Beschäftigten trotz guter Ertragslage des Konzerns eine reale Minus-Runde zumuten wollen, provozieren sie den Arbeitskampf", sagte Verdi-Verhandlungsführer Volker Stüber.

Die Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern läuft bis Freitagmorgen (01.02.2013). Ein unbefristeter Streik droht, wenn sich mindestens 75 Prozent der Belegschaft dafür entscheidet. Laut Verdi wäre dies der erste Steik dieser Art in der privaten Energiewirtschaft der Bundesrepublik. Eon will dies offenbar in letzter Minute verhindern und appellierte am vergangenen Freitag (25.01.2013) zur Rückkehr der Gewerkschaften an den Verhandlungstisch.

Streik ohne Auswirkungen auf Energieversorgung

Auswirkungen auf die Endkunden von Eon soll ein möglicher Streik nicht haben. "Wir wollen vermeiden, dass die Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Verdi-Verhandlungsführer Stüber zu WDR.de. "Die Energieversorgung wird auf jeden Fall gewährleistet sein." Notfalls müsse Eon Strom an der Strombörse zukaufen.


Stand: 28.01.2013, 10.40 Uhr


Kommentare zum Thema (12)

letzter Kommentar: 28.01.2013, 19:11 Uhr

Das wird teuer... für die Kunden schrieb am 28.01.2013, 19:11 Uhr:
Ver.di steht für (Personal der) Stadtwerke, ein Schelm wer Böses denkt....
BVB schrieb am 28.01.2013, 18:18 Uhr:
Wenn ich e.on chef wäre, würde ich das ganze Deutschlandgeschäft an ausländische Investoren abstoßen - und dort investieren, wos bezahlbare arbeit gibt
Arbeitnehmer schrieb am 28.01.2013, 18:13 Uhr:
So ein Quatsch !!! Diese Forderung von über sechs Prozent ist total überzogen ! Wer wird das im Endeffekt ausbaden müssen ? Die Arbeiter... durch Entlassungen oder indirekt durch Preiserhöhungen beim Strom. Bin ich froh, dass ich vor zwei Jahren aus dieser besch... Gewerkschaft ausgetreten bin. Denen geht es nur um ihr Image und um ihre zahlenden Mitglieder... um sich ihre eigenen gutbezahlten Pöstchen warmzuhalten. Sechs Prozent sind total realitätsfremd.
Eifelyeti schrieb am 28.01.2013, 13:39 Uhr:
Jawoll, und wieder feste druff auf die Gewerkschaften und die Beschäftigten. Hauptsache die Dividende für die Aktionäre stimmt. Dividende kann allerdings nur ein Unternehmen zahlen, welches Gewinne erwirtschaftet. Soweit mir bekannt werden diese Gewinne immer noch von den Arbeitnehmern durch ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet. Mir ist keine Aktie bekannt, die einfach mal so Gewinne erwirtschaftet hat. Warum das so ist: Ganz einfach, eine Aktie ist ein Stück Papier, welches irgendwo in einer Schublade oder in einem Depot herumliegt und nichts tut. Davon mal abgesehen, hat EON ja in der Vergangenheit genau wie die anderen drei großen Versorger reichlich fette Gewinne eingefahren, unter anderem durch überzogene Strompreise, die wir alle bezahlen durften und immer noch bezahlen. Wer es genau wissen will, kann sich ja mal im Internet in die veröffentlichten Bilanzen einlesen.
Woll-mann schrieb am 28.01.2013, 13:25 Uhr:
Wann treten die Rentner mal in den Streik, das wäre eine geballte Kraft gegen die Stilblüten der Politiker und ihrer Helfer.

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