Arbeitsmarktzahlen für Oktober 2012: Nur Jüngere mit neuen Jobs
Nach der Sommerflaute kommt die Herbstbelebung, heißt es im Arbeitsmarkt-Jargon. In diesem Jahr fällt diese Belebung mau aus. Die Arbeitslosigkeit ist nur leicht zurückgegangen, ausschließlich die Jüngeren profitierten. Insgesamt waren in NRW im Oktober 718.615 Menschen arbeitslos.
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Arbeitslosenzahlen im Oktober nur leicht gesunken
(00:20 Min.)
WDR aktuell vom 30.10.2012
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Arbeitslosenzahlen im Oktober nur leicht gesunken
Die Regionaldirektion NRW der Bundesanstalt für Arbeit gab am Dienstag (30.10.2012) in Düsseldorf bekannt, dass die Arbeitslosigkeit von September auf Oktober um 5.154 Personen (0,7 Prozent) zurückgegangen sei. Die Arbeitslosigkeit liegt damit bei 7,9 Prozent. Das ist höher als vor einem Jahr im Oktober, als noch 26.837 Menschen weniger ohne Job waren. Die Regionaldirektion erklärte dazu: "Seit dem Juni liegt die Arbeitslosenzahl über der des Vorjahres."
67.567 junge Arbeitslose
Ausschließlich jüngere Arbeitslose, die unter 25 Jahren alt sind, hätten im Oktober eine neue Arbeit gefunden, hieß es weiter. In dieser Altersgruppe habe sich die Arbeitslosigkeit um 5.151 oder um 7,1 Prozent auf 67.567 junge Leute reduziert. Grund für die gute Entwicklung ist hier unter anderem der Start der Berufsausbildungen. Dazu kommt, dass junge Fachkräfte eine Anstellung gefunden haben, die nach der Prüfung zunächst arbeitslos geworden waren.
Schnell wieder einen Job zu finden, ist schwierig
Die Chefin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld, erklärte: "Auch wenn der Herbstaufschwung in diesem Jahr weniger stark ist, als in den vergangenen Jahren, sinkt die Arbeitslosigkeit." Die Analysen hätten gezeigt, dass zwar die Gefahr, arbeitslos zu werden, nicht entscheidend erhöht sei. "Wohl aber sinken die Chancen, nach Eintritt der Arbeitslosigkeit schnell wieder einen Job zu finden", resümierte Schönefeld. Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes habe sich abgeschwächt. Mit anderen Worten: Wegen der konjunkturellen Flaute zögern die Unternehmen mit Neueinstellungen.
Stand: 30.10.2012, 10.00 Uhr
- Arbeitsmarktzahlen für September 2012: Weniger Arbeitslose nach der Sommerpause (27.09.2012)
- Audios und Videos zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt [Mediathek]
- Arbeitslosenzahlen steigen über Vorjahresniveau [tagesschau.de]
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Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen
Homepage Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion NRW
Kommentare zum Thema (13)
letzter Kommentar: 04.11.2012, 07:26 Uhr
- @Anonym schrieb am 04.11.2012, 07:26 Uhr:
- Stimmt nicht. Ich bin als Beamtin im öffentlichen Dienst als Schreibkraft tätig (verheiratet, 1 Kind) und bekomme nur 3900,- Euro netto.
- Anonym schrieb am 02.11.2012, 15:31 Uhr:
- Ich vergaß leider "Man kann es drehen und wenden wie man will, alle außerhalb der Beamtenschaft(Feuerwehr, Polizei und Steuerbeamte lobend ausgenommen) profitieren seit 20 Jahren überproportional und ungebremst von Poltik und deren Verschuldungsorgie." in Ironie-Klammern zu setzen! Da aber Ironie gerade bei Beamtenschaft nicht mehr gut ankommt, da von Realität überholt, setze ich lieber mal ein "nicht" nachtragend ein: also :alle außerhalb der Beamtenschaft profitieren nicht mehr!
- Anonym schrieb am 02.11.2012, 15:26 Uhr:
- Man kann es drehen und wenden wie man will, alle außerhalb der Beamtenschaft(Feuerwehr, Polizei und Steuerbeamte lobend ausgenommen) profitieren seit 20 Jahren überproportional und ungebremst von Poltik und deren Verschuldungsorgie. So liegt der Durchschnitt der Beamten bei Monatsgehalt von 4600-4700 Euro netto höher als der Durchschnittslohn der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und die Netto-Durchschnittspension von ca 4300 Euro netto mehrfach höher als die Durchschnittsrente Brutto!(Der Schwachsinn von besserer Ausbildung wird gern verbreitet, trifft aber nur die Pisa-Geschädigten mit Häme, da sie von der besseren Ausbildung ihrer Pädagogen nicht viel mitbekommen haben). Ein Steinbrück als Speerspitze der ach so gerechten SPD trifft den Nagel wohl bei den Stadtwerken Bochum auf den Kopf, hoffentlich wurde wenigstens der Beifall gespendet?
- CDU, SPD, FDP, Grüne schrieb am 01.11.2012, 11:11 Uhr:
- haben den Binnenmarkt ruiniert. Die Ausgaben des Einen sind die EInnahmen des Anderen. Gesamtwirtschaftlich gibt es kein Sparen, allenfalls die Entscheidung für mehr Konsumgüter, mehr Investionsgüter oder mehr Panzer. Kanonen statt Butter ist für immer im kollektiven Gedächtnis der Deutschen geblieben. Die Löhne sind die größte Nachfragekomponente. Wer einen Niedriglohnsektor schafft, ruiniert den Binnenmarkt. Und glaubt für immer die fehelnde Nachfrage aus dem Ausland zu stehlen.
- Anonym schrieb am 01.11.2012, 09:32 Uhr:
- Was ist so verwunderlich daran. Die Gewerkschaften tun doch alles, um dieses Land zu ruinieren. Lohnerhöhungen auf breiter Front führen nur zu Inflation und einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Jeder dessen Altersvorsorge und Ersparnisse ein Jahresgehalt übersteigt erhält dank der Inflationstreiberei der Gewerkschaften eine reale Lohnkürzung. Zusätzlich verschlechtert sich noch die Wettbewerbsbedingungen durch die höheren Produktionskosten. Fazit: Flächendeckende Lohnerhöhungen führen zu Ungerechtigkeit und mehr Arbeitslosigkeit. - Durch die Lohnerhöhung wird die Arbeitsleistung nicht wertvoller. Helfen würde eine breit angelegte Bildungsoffensive und eine Weiterbildungspflicht für Sozialleistungsbezieher mit dem Ziel, diesen den Sprung in besser bezahlte Berufe zu ermöglichen. Dadurch das Bildung tatsächlich zu mehr Output führt, gibt es auch keine negativen Auswirkungen wie Inflation oder Stellenabbau wegen gestiegener Kosten.
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