Arbeitsmarktzahlen für Juni 2012: Arbeitslosenquote in NRW bleibt unverändert
Die Arbeitslosenquote in NRW bleibt stabil: Sie lag im Juni genau wie im Vormonat bei 8,0 Prozent. Der saisontypische Rückgang fiel dabei allerdings schwächer aus als üblich. Als Grund wird die geringere Dynamik auf dem Arbeitsmarkt genannt.

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Stagnation auf dem Arbeitsmarkt
727.470 Menschen waren im Juni in NRW arbeitslos gemeldet, teilte die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag (28.06.2012) in Düsseldorf mit. Das sind 2.909 weniger als noch im Mai. Allerdings fällt der saisontypische Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr weniger stark als üblich aus. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert und liegt bei 8,0 Prozent. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat veränderte sich nichts: Im Juni 2011 lag sie ebenfalls bei 8,0 Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote im Land verzeichnete Coesfeld mit 3,6 Prozent. Die höchste meldeten Duisburg (12,8 Prozent), gefolgt von Gelsenkirchen (12,6 Prozent) und Dortmund (12,5 Prozent).
Dynamik auf dem Arbeitsmarkt lässt leicht nach
Christiane Schönefeld, Vorsitzende der BA-Geschäftsführung in NRW, sieht die aktuellen Daten als Teil einer Entwicklung, die sich schon im Frühjahr abzeichnete: "Wir haben schon in den vergangenen Monaten gesehen, dass die Dynamik des NRW-Arbeitsmarktes nachlässt. Bereits die Frühjahrsbelebung fiel in diesem Jahr schwächer aus als noch in 2011." Als Ursache sieht Schönefeld eine schwächere konjunkturelle Entwicklung als im Vorjahreszeitraum.
"Noch kein Anlass zur Sorge"
Das vergangene Jahr sei von einer hohen Bewegung auf dem Arbeitsmarkt und einem großen konjunkturellen Schwung geprägt gewesen, so Schönefeld weiter. Diese Entwicklung habe sich seit Jahresbeginn 2012 spürbar verringert. "Allerdings gibt uns die geringere Dynamik des Arbeitsmarktes derzeit noch keinen Anlass zur Sorge; die Entwicklung verläuft insgesamt weiter auf einem hohen Niveau." Im Übrigen seien bereits erste Ausläufer der Ferien- und Urlaubszeit zu spüren: "Arbeits- und Ausbildungsverträge laufen zur Jahresmitte aus, die Unternehmen stellen im Sommer insgesamt weniger Menschen ein."
Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in NRW entwickelt sich dagegen weiterhin positiv: Im April 2012 wurden 6.055.500 Sozialversicherungspflichtige gezählt. Das sind 12.700 oder 0,2 Prozent mehr als im März. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um insgesamt 114.100 Personen. Damit liegt die Beschäftigung in NRW seit einem Dreivierteljahr über der Sechs-Millionen-Grenze.
Stand: 28.06.2012, 10.21 Uhr
Kommentare zum Thema (5)
letzter Kommentar: 29.06.2012, 14:11 Uhr
- Monti machts möglich schrieb am 29.06.2012, 14:11 Uhr:
- Dank neuer ESM-Definition bezahlt BRD jetzt für alle untätigen Reformer der Südländer, welche in Millionenschar den Beamtenstatus dort einnehmen. Das wird Arbeitlose noch und noch in BRD bringen und Jubel im Stiefel, der so vermögende Sparere besitzt wie nicht mal BRD aber den Staat verkommen lässt und BRD dafür als Zahler ausgemacht hat.
- Traurig schrieb am 28.06.2012, 18:06 Uhr:
- Da ich seit nunmehr zwei Jahren bemüht bin mich beruflich zu verbessern bekomme ich bei Statistiken zur Arbeitsmarktlage spontane Schnappatmung. Dank der 400Euro-Jobs sind die wenigstens Unternehmen überhaupt noch bereit überlebensfähige Gehälter zu zahlen oder nehmen lieber einen Auszubildenen als eine qualifizierte Kraft (und da wird über soooo wenig Ausbildungsstellen gejammert...) und das Rentenalter ist Dank immer neuer Ideen noch in gaaaaaaaaanz weiter Ferne. Altersarmut und Hartz4 werden hier gewollt gesät und gezüchtet ohne mal langfristig mitzudenken. Macht es den Betrieben doch noch einfacher und den Arbeitswilligen noch schwerer ein leistungsbezogenes Gehalt zu bekommen - aber wer im trockenen Sitz muß sich nicht grämen!
- Klaus schrieb am 28.06.2012, 13:03 Uhr:
- Zusammengefasst wird nach altem Ritual in den sog. schlechten Jahrezeiten kaum eingestellt und neuerdings kaum im Sommer. Also ich glaube an die Heinzelmännchen, die für einen kleinen Vermittlungsbetrag zur Restzeit des Jahres Arbeitsstellen vermitteln, die nichts einbringen, außer Spesen. Den Rest zahlt der Rest. Na dann, Prost !
- J. wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern Lügen... schrieb am 28.06.2012, 12:49 Uhr:
- was soll das denn nun wieder, kaum verkündet Schäuble für 2016 einen ausgeglichenen Haushalt, da verweigern sich wieder die Fakten den Ankündigen. Aber wenn man in der Pressekonferenz hinschaut wie geflissentlich der Referent Schäuble dabei die Augen routinemäßig wegdrehte, dann weiß man wie und wann er Fakten liest und v.a wann er seinem Duzfreund Juncker in Rat und Tat folgt?
- Anonym schrieb am 28.06.2012, 10:52 Uhr:
- Liebe Frau Bundeskanzlerin, machen Sie bitte ein Ende mit der EU und mit Europa. Alles ist doch vergebens und nicht mehr der lieben Mühe wert. Wir kleinen Bürger haben nichts davon, wenn unsere Wirtschaft blüht, wenn Forderungen an Deutschland gestellt werden von immer mehr Milliarden. Wenn erzielte deutsche Wirtschaftsergebnisse verschenkt werden müssen, damit in Südeuropa die Banken (Märkte) gerettet werden, dann steht das nicht im Verhältnis zu unseren Lebenserwartungen. Wir haben nicht die Kraft der Banken, nicht einmal die Kraft von zwei Herzen. Wir haben nur ein Herz und wenig Lebenszeit. Wer hat das Recht, sich über das Leben der Menschen hinwegzusetzen, die im Heute und nicht im Nirgendwo leben müssen. - Ihnen würde das größte Denkmal in den Herzen der kleinen Menschen in Deutschland gesetzt werden, die nicht nur in der DDR lebend, immer schon und ganz bewusst Deutsche sein wollten und Deutsche wurden.
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