WESTPOL-Gästebuch Abzocke auf der Kaffeefahrt

Messerset gefällig? Hautcreme vielleicht? Oder doch dieser schicke Badewannengriff? In WESTPOL geht es am Sonntag (07.10.2012) um die Abzocke bei Kaffeefahrten. Diskutieren Sie mit und schreiben Sie uns Ihre Meinung - im WESTPOL-Gästebuch.


Senioren auf einer Kaffeefahrt
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Auf großer (Kaffee)-Fahrt: Wie schützen Sie sich vor Abzocke?

Fünf Millionen Deutsche nehmen alljährlich an Bustouren teil, 90 Prozent der Fahrten gelten als unseriös, zum Beispiel weil allein schon der Hinweis fehlt, dass es sich um eine Verkaufsshow handelt. Oder weil unhaltbare Gewinnversprechen gemacht werden. Die Verbraucherschutzminister der Länder wollen den Veranstaltern nun mit schärferen Vorschriften zu Leibe rücken.

Hat Sie schon mal jemand versucht abzuzocken? Und wenn ja, mit welcher Masche? Wie schützen Sie sich? Schreiben Sie uns Ihre Tipps und Meinung!


Kommentare zum Thema (32)

letzter Kommentar: 09.10.2012, 12:05 Uhr

Bertram in Mainz schrieb am 09.10.2012, 12:05 Uhr:
Kaffeefahrt ist überall! Schlimm wird es, wenn man Leute wirklich reinlegt. Das unseriöse Job-Angebot für den verzweifelten Arbeitslosen, das tolle Versicherungs-Angebot für den gerade 18-Jährigen ohne Erfahrung, die angeblich neue Behandlung für den unheilbar Kranken, die Rheuma-Decke für den schmerzgeplagten Alten. Die Verkäufer sind professionelle Schwätzer, kennen jeden Trick, jedes Gegenargument. Wer sich nicht auskennt, hat keine Chance. Man kann nur weglaufen oder gar nicht hingehen. Wer kann prüfen, ob die Igel-Leistung beim Arzt wirklich sinnvoll ist? Ob tatsächlich das defekte Wasserrohr komplett neu verlegt werden muss? Ob die Reparatur beim Auto wirklich zu teuer kommt? Ob der angebotene Investmentfonds wirklich gut ist? Man muss heute vor jedem einzelnen Kauf erst mal im Internet recherchieren. Aber viele Alte haben gar kein Internet. Ach so, sie sind dann wieder "selbst schuld".
Bertram in Mainz schrieb am 09.10.2012, 12:01 Uhr:
Man lacht über die Kaffeefahrten. In Wirklichkeit gibt es für jeden das passende Angebot. Unsere "Kaffeefahrt" ist die Fahrt zum Elektronik-Markt, wo es den tollen schicken Flachfernseher gibt. Da "muss" man doch den Alten wegwerfen? Man "muss" das neue Smartphone haben, obwohl man die vielen Funktionen des Alten gar nicht ausgeschöpft hat. Pizza im Sonderangebot, gleich hinfahren und den Einkaufswagen füllen. Wenn Alle etwas tun, merken wir die Veralberung gar nicht. Wie war es mit dem Kaufrausch bei der Kfz-Abwrackprämie? Man macht uns weis, mir müssten jedes Jahr neue Kleidung kaufen. Man fühlt sich gar als "Trend-Scout", der als Erster den neuen Trend erschnuppert. Dann "muss" man noch das tolle Urlaubs-Angebot wahrnehmen. Huch, alles viel teurer geworden? Nebenkosten gar nicht im Preis drin? Das hätte man doch wissen müssen? Ist das weniger blöd als eine Kaffeefahrt?
Helmut K. schrieb am 08.10.2012, 16:05 Uhr:
Wer bei solchen Kaffefahrten mitfährt ist den Beschiss doch selber Schuld! Mittlerweile sollte auch bei dem letzten Senior oder der letzten Senorin ankekommen sein das diese Fahrten nur zu einem einzigen Zweck angeboten werden. Ziel ist es die Teilnehmer auszunehmen! Wer dennoch an solchen Kaffeefahrten teilnimmt will es nicht anders und hat kein Mitleid verdient!
Justin H. schrieb am 08.10.2012, 07:01 Uhr:
Das einzige, was wirklich hilft: Kaffeefahrten unterwandern! Heimlich und unerkannt mit einer größeren Gruppe (mind. 6 Personen, besser noch 10) anmelden, mitfahren und dann Stunk machen. Wir haben das mal im Kollegenkreis als besonderes "Event" organisiert: 7 von uns haben an einer Tour nach Bad Driburg teilgenommen, zu der auch alle möglichen Versprechungen abgegeben worden waren. Bei der eigentlichen Verkaufsveranstaltung haben wir dann zum einen reichlich Gebrauch gemacht vom Getränkeangebot (und sogar Bier statt Kaffee und Wasser bekommen, weil die Anbieter wohl dachten, dann würden wir aufhören), vor allem aber die angebotenen Produkte lautstark und unüberhörbar ins Lächerliche gezogen. Ergebnis: Für uns ein voller Erfolg. Für die anderen Teilnehmer überwiegend auch, jedenfalls hatten auch sie ihren Spaß. Für die Veranstalter nicht so erfreulich, so gut wie kein Umsatz. Deren Leute wurden später auch spürbar aggressiv, weswegen sich eine größere Gruppe empfiehlt.
Elisabeth schrieb am 07.10.2012, 20:56 Uhr:
Ich bin 61 jahre alt,ich komme aus Polen, seit 24 Jahre in Deutschland und war ich auch so naiv - einen Fahrt nach Paris mit Verkauf viele komische Sachen von 5 bis 5.000 Euro !!!!! Zuerst die Preise war so niedrieg und danach muss man 250 Euro dazu zahlen - ein Horror.Ausländer,alte kranke Leute und ein grosse Schwindeln, unglaublich ... habe ich alle dokumentiert aber kein Quittung für bezahlung. Das war eine Firma (Name entfernt - Anm. der Red,) Fahrerin Andrea und ihre Tochter hatten guten Umsatz gemacht - in Bus - Kaffe, Gätrenke, Würstchen etc. Hostel 70 km von Paris war für junge Leute nicht für uns ... kein richtige Ausflug nach Paris, nur im Bus --- Horror ,Horror ,Horror.

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