Was tun gegen hohe Benzinpreise? Online vergleichen und sparen

Von Alexandra Scherle

Die Benzinpreise steigen und steigen. Um trotzdem ein paar Euro zu sparen, kämpfen sich viele Autofahrer mit Apps und Internetseiten durch den Preisdschungel. Wie funktioniert das?

Facebook-Nutzer vergleichen gerne Benzinpreise: Das Portal clever-tanken.de hat über 3.000 Fans im weltweit größten sozialen Netzwerk. Die umfassendste Datenbank für Benzinpreise in Deutschland wird von der infoRoad GmbH in Heroldsberg bei Nürnberg betrieben. Ob als klassische Internetseite oder als App für I-Phone und Android: Das System ist einfach und genau. Bei der "Umkreissuche" gibt der User seinen Standort an, auch mit Postleitzahl und Hausnummer, und bekommt eine Liste der Tankstellen in der Umgebung mit den aktuellen Benzinpreisen. Aktuell liegen die Preisunterschiede zum Beispiel in der Region Köln – Bonn bei maximal 10 Cent pro Liter. Bei einem Auto mit einem Verbrauch von acht Litern pro 100 Kilometer kann man bei so einem Preisunterschied schon fast vier Euro pro Tankfüllung von 50 Litern sparen, wenn die preiswertere Tankstelle 10 Kilometer entfernt ist.

Preisforschung auf mehreren Wegen

Die Preise stammen aus verschiedenen Quellen: von den Tankstellen selbst, aus den Recherchen des Teams von clever-tanken und von sogenannten "Benzinpreispiloten". Hinter dem heldenhaft anmutenden Begriff stecken Internetnutzer, die ihre Beobachtungen in Sachen Benzinpreise an clever-tanken weitergeben. Das lohnt sich, denn "Benzinpreispiloten" können jeden Freitag 50 Euro für die nächste Tankfüllung gewinnen.

Benzinpreis-Prognose per "Tankampel"

Auch auf der Webseite Tankcheck.de können User Spritpreise vergleichen, indem sie ihren Standort angeben und Auskünfte über die Tankstellen in ihrer Umgebung bekommen. Das Angebot wird von der TankCheck Gesellschaft in Dresden betrieben und bietet den Preisvergleich auch als App für Smartphones an.

Die Webseite und die App Benzinpreis.de zeigt die aktuellen Durchschnittspreise für Normal, Super E10 und Super Plus – und erstellt Prognosen für die Preisentwicklung der nächsten 24 bis 48 Stunden. Die Prognose stützt sich auf die aktuellen Rohölpreise, von den Nutzern angegebene Benzinpreise und Daten über das Preisverhalten der Tankstellen. Das Angebot wird von der Factsoft AG aus München erstellt. Eine "Tankampel" zeigt dem User, wann er am besten tanken soll: Bei Grün darf sich der Nutzer auf sinkende Preise freuen. Und dann heißt es schnell reagieren, bevor die Tankampel wieder auf Rot springt.


Stand: 21.02.2012, 12.44 Uhr


Kommentare zum Thema (34)

letzter Kommentar: 26.02.2012, 20:33 Uhr

Fuchs Nora schrieb am 26.02.2012, 20:33 Uhr:
Leider bin ich auch auf mein Auto angewiesen. Ich wohne auf dem Land da fährt leider nur 2x täglich ein Bus den ich aufgrund meiner Arbeitszeiten nicht nutzen kann. Ich würde sofort auf mein Auto verzichten wenn es möglich wäre. Aber man sollte mal über einen autofreien Sonntag nachdenken ist halt sehr schwer in Deutschland genügend Leute zusammen zubekommen für sowas da sind wir sehr träge jeder meckert keiner tut was und das weiss unsere Bundesregierung leider auch.
Der originale Ralf schrieb am 23.02.2012, 14:33 Uhr:
Natürlich gibt es Alternativen: Zum Beispiel auf LPG umsteigen. Statt 15,40 Euro auf 100 km zahle ich nur noch 8,20 Euro.
öl multi schrieb am 22.02.2012, 21:00 Uhr:
wer über diese preise schimpft, sollte sich fragen, warum er denn immer noch sein geliebtes auto fährt,und nicht stehen lässt!!!!! es gibt ja auch alternativen .
ruhrpottler schrieb am 22.02.2012, 20:29 Uhr:
zum Beitrag von nawattnu; Wenn einer in Essen wohnt und jeden Tag nach Mönchengladbach zur Arbeit (60 KM eine Strecke )fahren muss,ist das Fahrad keine Lösung (ÖPNV auch nicht)
kalle schrieb am 22.02.2012, 19:43 Uhr:
Am Wochenende aufs Autofahren verzichten und nur die nötigsten Fahrten machen. Dann gibts weniger Gewinn für die Konzerne und weniger Steuern für Schäuble. Nur dass hilft.

Alle Kommentare anzeigen



ratgeber.ARD.de

  • Fangprämien - verbreitete Praxis im Gesundheitswesen

    Ärzte bekommen von Krankenhäusern oder Kollegen Extra-Honorare angeboten, wenn sie ihre Patienten dorthin überweisen. Das belegt eine neue Studie. Bei den so genannten Fangprämien handelt es sich nicht etwa um Einzelfälle. Jede vierte Klinik soll gezahlt haben.

  • Studie: Dramatisch hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen

    Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist laut einer neuen UN-Studie dramatisch hoch. Es bestehe die Gefahr, dass es Europa mit einer "verlorenen" Generation zu tun bekommt - die politische Umwälzungen auslösen könnte, meint der Mitautor der Studie, Ekkehard Ernst, im Gespräch mit tagesschau.de.

  • Grundrechtereport kritisiert "Datensammelwut"

    Der Grundrechtereport wird jährlich von Bürgerrechtsorganisationen als "Mängelliste" der Grundrechte erstellt. In diesem Jahr stellte ihn die frühere Justizministerin Däubler-Gmelin vor. Sie kritisierte die "Datensammelwut" der Wirtschaft und das Demonstrations-Verbot von Frankfurt.

  • US-Börsenaufsicht prüft Chaos um Facebook-Aktien

    Nach dem holprigen Börsenstart der Facebook-Aktie wird nun die US-Börsenaufsicht SEC aktiv. Sie will die technischen Pannen und den teils chaotischen Handel untersuchen. Derweil verklagen ehemalige Nutzer das soziale Netzwerk auf 15-Milliarden-Dollar.

  • GEMA legt nach Urteil gegen YouTube Berufung ein

    Mit dem Urteil des Hamburger Landgerichts ist der Streit über den Urheberrechtsschutz beim Internetportal YouTube nicht zu Ende. Die Rechteverwertungsgesellschaft GEMA legte nun Berufung ein. Ihr gehe die Entscheidung nicht weit genug. Auch YouTube will das Urteil nicht akzeptieren und geht in Berufung.

  • Drogenbericht: Internet ist für Zehntausende eine Sucht

    Jugendliche in Deutschland haben im vergangenen Jahr zwar weniger Alkohol und Zigaretten konsumiert. Dafür ist das Internet für viele zur Sucht geworden. Laut dem Drogenbericht der Regierung gelten unter den 14- bis 24-Jährigen rund 250.000 als internetabhängig, rund 1,4 Millionen junge Menschen zeigen ein problematisches Nutzungsverhalten.

  • Phobien: Keine Frage des Alters

    Angst, Herzrasen, Atemnot - die Symptome einer Phobie können sehr intensiv ausfallen. Die bekanntesten Angststörungen beziehen sich auf Spinnen, Schlangen, geschlossene Räume oder das Fliegen. Sie können in jedem Alter auftreten - ausgelöst von einem traumatischen Ereignis. Was zu tun ist, wenn plötzlich die Angst vor einer bestimmten Situation den Alltag bestimmt.

  • Dokumentation über giftige Substanzen in Schuhen

    13 Paar Schuhe besitzt eine deutsche Frau im Schnitt. Männer bringen es auf acht Paare. Die meisten kommen aus Asien. Dort hantieren die Arbeiter in den Schuhfabriken und Gerbereien mit zum Teil giftigen und krebserregenden Substanzen. Wie uns Schuhe krank machen können.