Wohnungseinbrüche in NRW nehmen zu: Wie Sie sich gegen Einbrecher schützen können
Die meisten Einbrüche werden in der dunklen Jahreszeit verübt. Außerdem, wenn der Täter das Gefühl hat, dass niemand zu Hause ist. In NRW nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit dem Jahr 2007 stetig zu. Ob Villa oder Wohnung ist den Tätern egal, sie wollen nur eins, schnell zum Ziel.

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Immer häufiger brechen in NRW Täter in Häuser und Wohnungen ein
Im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent an. Der Anstieg betraf jedoch nicht nur Großstädte, sondern ist an fast allen Orten des Landes zu beobachten, wie die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Gregor Golland zu den Wohnungseinbrüchen in NRW vom 1. Oktober 2012, belegt. In den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche um mehr als 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, im Regierungsbezirk Detmold um rund 30 Prozent. In den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln war der Sprung nicht so groß, aber dennoch stieg auch dort die Zahl der Einbrüche um 7,6 und 9 Prozent. Gleichzeitig wurden im ersten Halbjahr 2012 zwar landesweit mehr Fälle aufgeklärt als im Vorjahr, aber bei den meisten Einbrüche konnten keine Täter ermittelt werden, da die Täter größtenteils keine verwertbaren Spuren hinterlassen haben.
Verantwortlich für die steigende Zahl der Einbrüche, die auch bundesweit zu beobachten ist, seien international agierende Banden aus Ost- und Südosteuropa, heißt es aus dem Innenministerium des Landes NRW. Diese Täter würden sich immer nur für eine kurze Zeit in Deutschland aufhalten, Häuser und Wohnungen ausrauben und danach schnell weiterziehen. Für die ermittelnden Polizeibehörden seien die organisierten Banden daher nur sehr schwer zu fassen.
"Rein, raus, mitgenommen"

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Einbrecher freuen sich über offene Türen und gekippte Fenster
Einbrecher bevorzugen weder Villen, noch Wohnungen. Für sie ist entscheidend, ob sie schnell ins Innere gelangen. "Gelegenheit macht Diebe. Wo es einfach ist, wo eine Terrassentür offen steht oder der Eingangsbereich von der Straße nicht gut einsehbar ist, wird eingebrochen. Nach dem Motto: rein, raus, mitgenommen", betont Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Begehrt seien vor allem Gegenstände, die sich leicht verkaufen lassen, wie Schmuck, Smartphones oder Computer.
Das Problem der seit 2007 deutlich gestiegenen Zahl der Wohnungseinbrüche ist im NRW-Innenministerium bekannt. Daher wurden neue Strategien zur Bekämpfung der Kriminalität entwickelt. "Die Polizeibehörden sind inzwischen besser miteinander vernetzt und stehen in regem Austausch", so Wolfgang Beus, Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Die landesweite Präventions-Kampagne der NRW-Polizei "Riegel vor!" setzt vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und der Polizei. "Die Bürger sollten die 110 anrufen, wenn ihnen etwas verdächtig erscheint. Die Polizei kommt lieber einmal zuviel", erklärt Beus.
Tipps: Wie Sie sich vor Einbrüchen schützen können
Einfache Maßnahmen, wie Türen, Fenster und Kellerzugänge mit Sicherheitsschlössern auszustatten, können Einbrecher fernhalten. Denn vierzig Prozent der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Braucht ein Einbrecher mehr als 30 Sekunden, um ein Schloss zu knacken, zieht er in der Regel weiter zur nächsten Tür.
Wichtig ist, alle denkbaren Einstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel Fenster, zu schließen und auch die Haustür abzuschließen, nachdem Sie das Haus verlassen. Türen, die bloß ins Schloss gezogen sind, lassen sich leicht und schnell öffnen. Auch wenn Sie nicht zu Hause sind, sollte das Haus bewohnt erscheinen. Täter brechen am ehesten ein, wenn sie das Gefühl haben, dass sie alleine sind.
Die Polizei empfiehlt, wertvolle Gegenstände wie Schmuck oder Uhren nicht offen liegen zu lassen. Einbrecher wollen so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Daher suchen sie nicht lange, sondern greifen nach den Wertgegenständen, die sie vor sich sehen.
Stand: 29.10.2012, 06.00 Uhr
Kommentare zum Thema (43)
letzter Kommentar: 03.11.2012, 19:11 Uhr
- heinzb aus nrw schrieb am 03.11.2012, 19:11 Uhr:
- Die Politiker, die für den jetzigen Zustand der Bandenkriminalität in Deutschland verantwortlich sind, die haben Objekt- und Personenschutz auf Steuerzahlerkosten. Die Politiker, die fur den jetzigen Zustand der Bandenkriminalität in Deutschland verantwortlich sind, wohnen nicht an sozialen Brennpunkten, obwohl sie Personen- und Objektschutz haben auf Steuerzahlerkosten. Die Politiker, die für den jetzigen Zustand der Schutzlosigkeit des Bürgers verantwortlich sind, haben sich selber gut abgesichert. Die Politiker, die für den jetzigen Zustand der Bandenkriminalität in Deutschland verantwortlich sind, dienen nicht dem Volk, sondern diese Politiker sind der Meinung., das Volk hat ihnen zu dienen und zu zahlen. Diese Politiker treten die angebliche Demokratie Deutschlands mit Füßen, meine ich.
- Jurek schrieb am 30.10.2012, 18:04 Uhr:
- Es gibt keinen entschuldbaren Gründe für Einbrüche oder das Klauen fremden Eigentums. Auch Armut, Drogensucht, Hunger oder die berühmte schlechte Kindheit sind keine Gründe Verbrechern Verständnis entgegen zu bringen. Nein, ich bin auch für die harte Gangart. Auch bei 17 jährigen Kiffern oder Junkies. Da darf es kein Pardon geben. Ich finde der "Jäger" von dem "@Lobberle" schrieb ist ein Held. Der hat genau das richtige getan. Ich wünsche mir mehr von diesen Menschen und eine Null Toleranz Politik bei Straftaten.
- Tom schrieb am 30.10.2012, 16:24 Uhr:
- @nehmen wir an und anonym Ihre Meinung anonym ist schon hart, aber leider richtig. Woher soll ich wissen, ob ich einem bewaffneten Einbrecher gegenüber stehe und dieser mich überhaupt verschonen will falls er bemerkt das jemand im Haus ist. Also lieber erstmal für Kampfunfähigkeit des gegenübers sorgen und dann mal weiter sehen.
- Anonym schrieb am 30.10.2012, 13:05 Uhr:
- @Nehmen wir an.... : Dann hat der 17 jährige Einbrecher Pech gehabt! Wäre er nicht eingebrochen .................! Die gründ für Einbruch Diebstahl und Raub sind mir herzlich egal. Es gibt keinen anständigen Grund für Eonbruch Diebstahl und Raub! Traurig für die Eltern ein solches Kind gehabt zu haben.
- Nehmen wir an.... schrieb am 30.10.2012, 12:15 Uhr:
- ..ihr 17 Jahre junges Kind wäre - vielleicht durch einenn Zufall - unter "Falsche Freunde" geraten. ..hätte angefangen zu kiffen.....Geld beschaffen wollen...und ist halt eingebrochen, um sich Geld für die nächsten Rausch zu beschaffen. Und dann wird ihr Kind überrascht, wil "abhauen" , und wird dan rücklings erschossen.... Aus Erfahrung: Das kann alllen Eltern geschehen!
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