Weniger Risiko, mehr Abtreibungen?: Interview zum Bluttest für Down-Syndrom
Schwangere können bereits heute testen lassen, ob ihr Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt oder nicht. Nun kommt aber ein neuer Bluttest auf den Markt, der risikoärmer ist als bisherige Methoden. Gegner der neuen vorgeburtlichen Diagnoseform befürchten eine Selektion von Menschen mit Down-Syndrom.
Kommentare zum Thema (13)
letzter Kommentar: 10.07.2012, 12:34 Uhr
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- Robert schrieb am 10.07.2012, 12:34 Uhr:
- @Anoym 6:35 Uhr: Ja das ist blöd, wenn man ständig als Menschenverachter entlarvt wird, ihr Ausdruck "strunzdumm" hat sie mal wieder bloß gestellt. Also besser aufpassen beim hetzen! In anderen Foren sind sie sicherlich erfolgreicher.
- Uli Heim schrieb am 10.07.2012, 08:22 Uhr:
- Es ist eine erfreuliche Entwicklung, wenn es ein ungefährliches Verfahren gibt das Down-Syndrom vorgeburtlich zu erkennen. Bisher ist es so, dass das Risiko, dass es bei einer Fruchtwasseruntersuchung zu einer Fehlgeburt kommt ungefähr eben so groß ist, wie die Wahrscheinlichkeit, dass das Kinde Trisomie 21 hat. Sehr unerfreulich ist es, dass 9 von 10 Eltern denken, sie könnten die Bürde des Down-Syndroms nicht bewältigen und sich dafür entscheiden, das Kind zu töten. Umgekehrt ist es nämlich so, dass sicher 9 von 10 Eltern ihr Kind behalten, wenn es mit Down-Syndrom geboren wurde. Wenn man sein Baby auf dem Arm hat ist es zu aller erst sein Kind. Welche Einschränkungen es hat, welche Begabungen, was aus ihm mal werden kann, weiß man nicht so genau, aber man wird sein Möglichest tun, dass es ihm gut geht. Meine Tochter ist jetzt 19 und hat auch das Down-Syndrom. Ich will nicht behaupten, dass es immer leicht ist. Es stimmt, sie hatte auch einen Herzfehler. Der konnte abe ...
- Anonym schrieb am 10.07.2012, 06:35 Uhr:
- War ja wieder vollkommen klar, dass bei diesem Thema dieser strunzdumme Vergleich mit dem 3 Reich / Nazi usw auftaucht. Anscheinend wird das ja zur Standardfloskel bei fast jedem Thema, auch den unpassendsten..
- Colonia schrieb am 09.07.2012, 19:35 Uhr:
- Es ist für Eltern eine schwere Aufgabe, ein behindertes Kind anzunehmen. Zumal die Unterstützung durch die Gesellschaft eher spärlich ausfallen dürfte. Benötigte Hilfsmittel müssen beantragt werden, besondere Ernährung oder Hilfen für den Alltag werden oftmals von den Kassen abgelehnt. Und da ist es nicht verwunderlich, wenn Eltern es sich sehr überlegen, ob sie ein behindertes Kind überhaupt bekommen möchten/können. Und es darf überhaupt niemand diese Eltern, wenn sie sich denn gegen ein behindertes Kind entschieden haben, verurteilen. Es gehört ganz viel Kraft sowohl zu der einen als auch zu der anderen Entscheidung. Man muß schließlich auch an die fernere Zukunft denken. Wer versorgt den behinderten Menschen, wenn die Eltern dazu nicht mehr in der Lage sind? Was wird aus ihm? Heim? Entscheiden müssen immer die Eltern und die andern müssen diese Entscheidung — wie immer sie auch ausfällt — respektiern.
- spichi schrieb am 09.07.2012, 18:27 Uhr:
- viel mehr abtreibungen können es ja nicht mehr werden, wie schon richtig gesagt entscheiden sich 90 von 100 paaren gegen ein kind mit ds. unsere gesellschaft investiert immer mehr geld und energie in die selektion von behinderten menschen. wie wäre es mit etwas mehr geld und energie für sachliche aufklärung und unterstützung bei der enscheidungsfindung! den werdenden müttern wird nur druck gemacht das kind abtreiben zu lassen, ärzte, freunde, familie, oft auch vom vater des kindes. man will ja schliesslich eine perfekte familie sein! ein schlechtes gewissen haben die mütter sowieso, kaum eine frau schmeisst einfach so ihr kind in die mülltonne. viele frauen brauchen irgendwann in pschologische hilfe, weil sie die abtreibung nicht verkraften. was mache ich denn wenn mein 14-jähriger unter ein auto kommt und behindert bleibt? schmeiss ich ihn auch in die tonne? ich habe einen 6-jährigen sohn mit down-syndrom, er ist perfekt so wie er ist! nehmt doch alle kinder an so wie sie sind!
- Anonym schrieb am 09.07.2012, 17:30 Uhr:
- Unsachlich? Behinderte sind nicht erwünscht, oder sehe ich das falsch? "Gerade lief ein Bericht über das dritte Reich, in dem behinderte Menschen zwangssterilisiert wurden, damit sie nicht vermehren können. Das wurde (natürlich) scharf verurteilt. Heute werden möglich(!) behinderte Kinder abgetrieben. Aus meiner Sicht besteht da im Prinzip kein Unterschied, nur dass heute Kinder im Mutterleib getötet werden."
- WDR.de schrieb am 09.07.2012, 17:20 Uhr:
- Kommentar gesperrt. Bitte bleiben Sie sachlich.
- WDR.de schrieb am 09.07.2012, 15:57 Uhr:
- Kommentar gesperrt. Bitte diskutieren Sie sachlich.
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