Dreimonatige Sperrung der A40: Verkehrsader wird abgeklemmt
Vom 7. Juli 2012 bis zum 30. September 2012 müssen sich Autofahrer im Bereich der A40 bei Essen auf Staus und längere Fahrzeiten einstellen. Voraussichtlich bis zum 30. September 2012 ist die Verkehrsader zwischen Essen-Huttrop und Essen-Zentrum wegen Bauarbeiten voll gesperrt.

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Die A40 wird bei Essen in den rot markierten Bereichen gesperrt
Im Schutz der Vollsperrung sollen bis zum 30. September 2012 mehrere Baumaßnahmen auf einen Schlag durchgeführt werden. Straßen.NRW wird in diesem Zeitraum drei Brücken teilweise erneuern und die Sicherheitseinrichtungen im Ruhrschnellwegtunnel modernisieren.
Staus blieben zunächst aus

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Mit dem Abriss dieser Brücke wurde am Samstag begonnen
Am ersten Tag nach der Vollsperrung blieb es zunächst ruhig. "Bisher alles absolut unauffällig", hieß es bei der Autobahnpolizei. Auch in Essen gab es laut Polizei am Samstag (07.07.2012) keine Behinderungen durch die A40-Sperrung. Wenige Stunden nach der Sperrung um 2 Uhr nachts rückten die ersten Bagger an, um mit dem Abriss der Stadtwaldbrücke zu beginnen.
"Drei statt 24"
Der Landesbetrieb Straßen.NRW begibt sich mit dem Baukonzept auf neues Terrain. Eine solch lange Vollsperrung hat es zuvor noch nicht gegeben. Von der Maßnahme verspricht man sich jedoch größere Vorteile, als die Bauarbeiten rund zwei Jahre zu dehnen, in welchen es immer wieder zu Teilsperrungen kommen würde. "Drei statt 24" Monate nennt Straßen.NRW dieses Konzept. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sagte am Freitag (06.07.2012), die kurze Vollsperrung der wichtigsten Verkehrsader durch das Ruhrgebiet sei richtiger als eine lange, nur eingeschränkte Nutzbarkeit. Auch die Belastungen für den Steuerzahler würden so deutlich geringer ausfallen.
Nach dem Stau ist vor dem Stau
Dass die Vollsperrung wie geplant nach drei Monaten wieder aufgehoben werden kann, ist noch nicht gesichert. "Wir haben vieles getan und an vieles gedacht, um die Sperrzeit einzuhalten", sagte Projektleiterin Annegret Schaber. Unvorhergesehenes könne aber immer passieren. Auch wenn die Bauzeit eingehalten wird, können sich die Autofahrer im Ruhrgebiet noch lange nicht auf freie Fahrt freuen. Nach der Vollsperrung stehen weitere Bauarbeiten an, unter anderen im Ruhrschnellwegtunnel.
Wo nichts mehr geht
In Fahrtrichtung Essen wurde die A40 ab dem Autobahndreieck Essen-Ost bis hinter den Tunnel an der Anschlussstelle Essen-Zentrum gesperrt. Damit ist auch die Anschlussstelle Essen-Huttrop gesperrt. Richtung Dortmund wurde die Autobahn vor dem Tunnel ab der Anschlussstelle Essen-Zentrum bis zur Anschlussstelle Essen-Huttrop gesperrt. Die Auffahrt Essen-Huttrop in Fahrtrichtung Dortmund bleibt offen.
Großzügige Umleitungen
Mit rund 260 Schildern wird auf die vorgesehenen Umleitungsstrecken hingewiesen. Mit geänderten Ampelphasen soll der Verkehr auf den städtischen Umleitungsstrecken möglichst flüssig gehalten werden. Zusätzlich sollen extra aufgebrachte Straßenmarkierungen die Fahrt in Gang halten. So wird beispielsweise sowohl der auf- als auch abfahrende Verkehr der A40 am Autobahndreieck Essen-Ost während der Vollsperrung zweistreifig geführt.
Tunnel wird "nachgerüstet"
Weil man schon mal dabei ist, wird bis zum 30. September auch der "Ruhrschnellwegtunnel" in Essen auf den aktuellen Sicherheitsstandard gebracht - allerdings schon mit der Ansage, dass nicht alles innerhalb der nächsten drei Monaten fertig werden kann. Nachdem 2010 bereits die Lüftungstechnik erneuert worden war, werden nun die komplette Beleuchtung, Feuerlöschanlage und die Entwässerung saniert. Außerdem wird eine Tunnelsperranlage gebaut, die im Notfall das Einfahren in den Tunnel verhindert. Den letzten Schliff soll der Tunnel im Verlauf des Jahres bekommen. Dafür wird es im Tunnel immer mal wieder zu Teilsperrungen kommen, die aber vor allem nachts und an Wochenende abgewickelt werden sollen.
Stand: 07.07.2012, 18.11 Uhr
Kommentare zum Thema (11)
letzter Kommentar: 08.07.2012, 18:23 Uhr
- pevka schrieb am 08.07.2012, 18:23 Uhr:
- EEEEENDLICH mal jemand, der 1/ rechnen kann und 2/ sich AUCH um den Pendler kuemmert.... Zugegeben, im AUGENBLICK ist pendeln schwierig, aber, der "Zauber " ist in ca DREI Monaten vorbei anstelle ueber 24 Monate oder mehr laaaaaangsam fortzuschreiten; ca 3 Monate 24h Neubau sind noch immer billiger als 24+ Monate Schneckentempo. auch fuer 'die Nerven', Umwelt, und den eigenen (Pendler-)Geldbeutel... und schnelltrocknenden Beton gibt es schon lange..
- Sigismund schrieb am 08.07.2012, 02:19 Uhr:
- Wunderbar dann können wir unser Autos in Essener-Süden in der Garage stehen lassen, den bereits am 5.07.12 wurden teilweise Test durchgeführt Ampel Schaltung zu Gunsten der Umleitung Strecke, die B227 Anschluss A44 bereits um 11.00h keine durchkommen mehr. Bzw nur Schnecke Tempo, das gleiche wird wohl sein B224 da auch diese Strom durchquert die Umleitung Strecke, das muss Mal sich erst Mal überlegen was da ausgetüftelt wurde, zwei Wichtigsten Nord Süd Passage und Nord West Passage wird aus gebremst durch kurzer Ampel Schaltung, diese Strecke ist so wichtig wie A 40 Scheinbar haben die Damen & Herren keine Ahnung wie der Verkehr Fließt in Essen, ich sehe diese Huckepack verfahren schon jetzt als großer Desaster, ich frage mich welche Taktik und von wem sie Stunde, von Bauherr oder von Bauunternehmer, verdacht ehe Bauunternehmer!
- LV7 schrieb am 08.07.2012, 00:25 Uhr:
- Mir kommen schon die Tränen aus den Augen, und ich glaub nicht nur die Tränen, auch das Blut. Fahre die Strecke seit mind. 8 Jahren und beim Berifsverkehr ist und war das immer ein Desaster. Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, dass Straßenbau in D immer so lange dauert aber in anderen Ländern schaffen sie es schneller... Allgemein Autofahren in Essen ist ein Horror, es fehlen an vielen Stellen die Straßenmarkierungen, die Ampel an den Kreuzungen sind all zu lang, Straße fertig aber trotzdem darf man die Spur nicht befahren (z.b. A40 beide FR zw. Bochum und Essen). Es wird einfach viel zu langsam gebaut (Dauerbaustellen an verschiedensten Orten Deutschlands), dass sie sicherheitshalber noch erwähnen, es sei jedoch offen, ob die Sperrung noch lange dauere, denk ich mir nur, mein Gott, was ist denn hier los?
- @Alessandro schrieb am 08.07.2012, 00:09 Uhr:
- Weil die Italiener und Schweizer vermutlich andere Ausschreibungssysteme haben, mal davon abgesehen, dass so ein Brückenabriss und -neubau sowie eine Tunnelsanierung nicht in einer Nacht getan ist ;) Zumal der Brückenneubau nur deswegen überhaupt machbar war, weil die DB die S6 sowieso für die Ferien stilllegen wollte, sonst hätte man das deutlich später machen müssen (2 Jahre Vorlaufzeit vom vollständigen Antrag bei der Bahn bis zum Termin der Vollsperrung der Bahnstrecke - Kamen erlebt diese Art Bürokratie gerade, weil der Kreis Unna eine Planungspanne hatte). Was den Kölner Ring angeht, da ist sich Straßen.NRW offensichtlich mittlerweile selbst bewusst, dass die Abschnitt-für-Abschnitt-Strategie noch schlimmer ist. Aber es ist nunmal schon ausgeschrieben.
- kelihopter schrieb am 08.07.2012, 00:01 Uhr:
- Zwei Wochen vor den Somerferien werden meist die grosse Baumassnahmen an den Strassen in NRW eingerichtet: Baken aufgestellt, Schilder montiert und Markierungen aufgebügelt - hier und da wird dann eine Baumaschine in Position gebracht und dann - liegt die Baustelle erst einmal ein paar Wochen brach und verwaist da, bis die Betriebsferien der angeheuerten Subunternemer beendet sind. Dann prokeln ein paar Männer in orange an verschiedenen Stellen herum zwischen 7.30 Uhr bis 15.00 Uhr(dem vorbeifahrende Autofahrer muss ja suggeriert werden, dass der Stau einen Grund hat) und ehe man sich versieht, ist Winter und wieder passiert bis zum Frühjahr, das je nach Wetterlage schon mal erst Anfang Mai beginnt, wenig bis gar nichts. Sollte das Wetter doch schon im März warm und angenehm trocken sein, werden die Bauarbeiten mit Sicherheit durch die Osterferien unterbrochen. Bis zu den Sommerferien fallen dann noch ein paar verlängerte Wochenenden durch Brückentage an.
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